Was passiert wenn angezweifelt wird, daß kein Erbe/Vermögen da ist, Anzeige nötig?

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4 Antworten

Wer einen Forderungsanspruch stellt, muss den auch beweisen. Wer jemanden bezichtigt, ohne das zu können, macht sich strafbar :-O

Mit Erbenstreit befasst sich weder Polizei noch Staatsanwaltschaft. Unterschlagung vor dem Erbfall musst du schon glaubhaft darlegen und die wäre nun leicht zu bestreiten.

Denn beweisen kannst du nur Bankvermögen am Todestag (Bank-Aufstellung gem. § 32 ErbStG) - sonst nichts.

G imager761

Vorgehen kann man sicherlich nur, wenn man Beweise hat. Also man hat die wertvolle Münzsammlung gesehen und kann Zeugen benennen, oder Fotos vorlegen. Man kann mit Grundbuch-Auszügen nachweisen, das Immobilien da waren und weg sind. Allerdings muss man bedenken, das eine "Bereicherung" zu Lebzeiten ja nicht gesetzwidrig ist. Wenn man also die Opa überredet, sein Geld zu verschenken, ist dies nur für bestimmte Personenkreise rechtswidrig. Also Betreuer, Pflegekräfte, Notare, Anwälte. Notare und Anwälte wissen aber genau wie sie es machen müssen um legal zu bleiben.

Die Polizei einschalten? Glaubst Du wirklich, dass die in einer solchen Sache dann eine Ermittlungskommission gründet, vielleicht noch unter Einschaltung des Bundeskriminalamtes? Viel wahrscheinlicher erscheint mir, dass man den Miterben auf den Zivilrechtsweg verweist. Man hat nämlich einen Auskunftsanspruch gegen den Erbschaftsbesitzer:

http://dejure.org/gesetze/BGB/2027.html

Und mit Ansprüchen ist es so eine Sache: Auf dem Papier bestehen die und man kann versuchen, sie klageweise durchsetzen. Wenn man außer Vermutungen aber nichts in der Hand hat und sich der andere Teil nicht allzu ungeschickt verhält, schaut man in die sprichwörtliche Röhre.

hast du denn Beweise?

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