Was passiert mit den bezahlten Prozesskosten RA-Kosten wenn man während des Trennungsjahres stirbt?

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2 Antworten

Die Rechtsanwaltsgebühren sind nach einem Baukastensystem organisiert. Für bereits erbrachte Leistungen kann der Anwalt selbstverständlich weiterhin Gebühren berechnen. Ebenso verhält es sich bei den Gerichtskosten.

Deine Sachverhaltsschilderung läßt keinerlei Schlüsse darauf zu, ob und was Dir zustehen kann. Einerseits redest Du von Trennungsjahr, andererseits von ScheidungsEINREICHER (das nennt man gemeinhin Kläger bzw. Antragsteller). Da dann auch noch das Gericht ins Spiel gebracht wird, nehme ich an, dass der Scheidungsantrag schon eingereicht wurde und damit auch entsprechende Kosten entstanden sind.

In jedem Falle muß ein Anwalt bei Abschluß seiner Tätigkeit über erhaltene Zahlungen durch eine Schlußabrechnung abrechnen. Darauf hast Du Anspruch. Droh dem Anwalt mit der Einschaltung der Rechtsanwaltskammer. Das hilft oftmals.

Henahex 23.03.2013, 17:05

Hallo,

vielen Dank für die Antwort.

Um vielleicht meine obigen Angaben klarer zu benennen ergänze ich dies hier folgend:

Der Antragsteller war mein Vater und ist zwischenzeitlich verstorben - es war noch kein Gerichtstermin / Scheidungstermin, da das Trennungsjahr noch etwa 5 Monate liefe.

Ich weiß nur noch von der RA Rechnung, daß auf dieser das Schreiben an die Ehefrau bzw. dann noch einen an deren RA. Seitdem waren keinerlei Schreiben bzw Antworten gelaufen - auch die Ehefrau hat sich nie wieder wegen irgendetwas gemeldet. Ansonsten waren nur Prozess/Gerichtskosten angegeben (insgesamt knapp 3000,-- für einen Rentner).

Ich selbst hatte noch nie etwas mit Scheidung zu tun und kann nun nicht sagen, ob bereits irgendetwas hier schon bei Gericht eingereicht wurde oder der RA nur die bereits abgerechnet hatte (für die späteren Kosten bei Gericht).

Sorry, wenn meine Angaben wirr erscheinen - kann das aber nur mit meinen Worten schreiben.

Daher auch Scheidungseinreicher - ist also der Antragsteller -

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Privatier59 23.03.2013, 18:00
@Henahex

Nein, die Angaben sind nicht wirr und es verlangt ja auch niemand, dass sich jeder in juristischen Fachbegriffen auskennen muß. Ich kann Dir dringend raten, die Unterlagen mal genau zu sichten. Außergerichtlich ist der Anwalt schon tätig geworden und es ist daher insofern schon etwas zu zahlen. Überprüfe mal, ob irgendwo ein Schreiben/Schriftsatz mit einem gerichtlichen Aktenzeichen zu finden ist. Dann nämlich ist der Antrag schon beim Amtsgericht eingereicht worden und es sind sowohl für Anwalt wie für Gericht weitere Gebühren entstanden. In jedem Falle muß der Anwalt eine Endabrechnung machen. Fordere ihn dazu auf und füge am besten einem Erbschein bei. So schneidest Du ihm das Argument ab, Du seist nicht anspruchsberechtigt. Die Sache mit der Anwaltskammer kannst Du im Auge behalten. In letzter Konsequenz aber mußt Du Dir selber einen Anwalt nehmen und klagen.

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Na ja - gehst du auch zu Aldi und willst dein Geld zurück, weil einer der Mitesser in der Familie nicht mehr existiert ???

Ist doch logisch: was an Kosten und Gebühren bisher aufgelaufen ist, sind korrekt erbrachte Leistungen und müssen bezahlt werden !!!

Henahex 23.03.2013, 16:57

Hallo,

danke für die sehr nette Antwort - nein, ich gebe keinen Einkauf zurück - ganz klar gesagt, da hab ich für mein Geld eine Leistung erhalten.

Kommt aber der gerichtliche Scheidungstermin nicht zustande, bin ich der Meinung, habe ich keine Leistung erhalten - oder sie ist nicht mehr nötig! Hat nun aber der Anwalt des Verstorbenen bereits Prozesskosten udgl. kassiert (es war aber noch kein Prozess) sollten doch diese Gebühren möglicherweise retour.

Nur für einen solchen Fall bat ich um eine Antwort - keine Klugscheißereien.

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