Was passiert mit dem Riester?

3 Antworten

Vorab ein paar Dinge/Fragen:

  • Die Geringfügigkeitsgrenze für neue Arbeitsverhältnisse steigt zum 01.01. auf 450,- € monatlich. Außerdem ist man dann automatisch rentenversicherungspflichtig, es sei denn man erklärt schriflich darauf zu verzichten.
  • Wenn mich nicht alles täuscht sind Apotheker versicherungspflichtig im entsprechenden Versorgungswerk und nicht in der gesetzlichen Rentenversicherung.
  • Unmittelbare Zulagenberechtigung setzt aber Pflichtmitgliedschaft in der GRV voraus bzw. Beamtentum.
  • Riesterveträge sind nicht übertragbar.

Prinzipiell gilt aber: Wenn ein Ehepartner versicherungspflichtig angestellt ist und der andere nicht, hat der nicht versicherungspflichtige Ehepartner dennoch einen mittelbaren Anspruch auf Förderung. Hier müsste dann der Sockelbeitrag von 60,- € im Jahr in einen eigenen Riestervertrag entrichtet werden.

Was passiert mit dem Riester?

Ich hoffe, er wird verhaftet, angeklagt, verurteilt und ins Gefängnis gesteckt.

Wenn Sie bei Ihrer Frau auf die Rentenversicherungsfreiheit verzichten, kann Ihre Frau einen Riestervertrag abschließen. Sie können dann Ihren eigenen Riestervertrag mit 5€ im Monat bzw. 60€ im Jahr selber weiterbesprachen und erhalten auch Ihre Zulage.

Ansonsten können Sie Ihren Vertrag auch einfach beitragsfrei stellen. Das Guthaben wird weiterverzinst, wenn es sich um eine klassische Riesterrente handelt oder am Kurszuwachs beteiligt, wenn es sich um eine Riesterente auf Fondsbasis handelt.

Zusätzlich als Apotheker ist zu beachten: Sollten Sie tarifvertraglich gebunden sein, müssen Sie für Ihre Frau noch eine Direktversicherung abschließen. Der Arbeitgeberanteil beträgt in Ihrem Fall 10€. An jeden weiteren Beitrag den Ihre Frau einzahlt beteiligen Sie sich mit 20%.

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