Was passiert intern in einem Anleihen-Fonds?

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4 Antworten

Du bekommst nicht Bruchteile von Aktien oder Anleihen oder irgendwelchen anderen Instrumenten, die in einem Fonds enthalten sind, sondern Bruchteile des gesamten Sondervermögens, das der Fonds hält. Ein ETF macht genau das Gleiche, da ein ETF ja auch ein Fonds ist.

Ein Fonds hat somit einen Wertpapierbestand und eine Cashposition. Fallen Kupons auf Anleihen, Dividenden auf Aktien, Ausschüttungen auf gehaltene Anteile anderer Beteiligungen, Zinsen auf die Cashposition oder Erträge anderer Arten (z.B. durch Wertpapierleihe, Swap-Geschäfte) an, so werden diese der Cashposition zugerechnet. Kauft der Fonds Wertpapiere, erhöht sich der Wertpapierbestand und die Cashposition verringert sich entsprechend. Verkauft der Fonds Wertpapiere, geht der Erlös in die Cashposition.

Der Wert eines Fondsanteils ergibt sich als Gesamtbewertung dieses Sondervermögens (Wertpapiere plus Cashposition) geteilt durch die Anzahl der ausgegebenen Anteile.

Am Ende des Geschäftsjahres bzw. zu definierten Stichzeitpunkten im Geschäftsjahr eines Fonds wird das Fondsmanagement über die Verwendung der Erträge befinden. Man kann diese im Fonds belassen (thesaurieren), ausschütten oder teilausschütten. Durch die Ausschüttung verringert sich der Wert eines Anteils entsprechend, da die Anteilseigner ja einen Teil der Cashposition bekommen.

Kommen neue Anteilseigner (Fondskäufer) hinzu, so bringen diese in die Cashposition einen Betrag ein, der dem bisherigen Anteilswert entspricht. Die Zahl der ausgegebenen Anteile steigt. Entsprechend werden Rückgaben von Anteilen aus der Cashposition bedient und die Zahl der ausgegebenen Anteile fällt, der Wert je Anteil bleibt jedoch gleich, da ja auch bei der Rückgabe ein Betrag ausgezahlt wird.

Deine Rechnung stimmt also im Prinzip schon, aber Du hast die Berücksichtigung der Cashposition des Fonds vergessen.

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Rentenfonds sind Investmentfonds die in festverzinsliche Anlage investieren. sie haben auch einen Kurs und einen Zinssatz. Auch sie können Kursverluste erleiden zwar nicht so viel wie ein Aktienfonds aber auch schon mal an die 8-10 %. Dafür können sie aber keine so hohe Performance machen wie ein Aktienfonds. Es gibt sehr viele verschiedene Arten von Rentenfonds. Es gibt sie nach Länder, Nach Art des Wertpapiers, nach Laufzeit, nach Zinssatzhöhe u.s.w. Kein einfaches Thema.

Bei einem Aktienfonds kaufst du nicht irgendwelche Bruchteile von Aktien und beim Rentenfonds auch keine Bruchteile von festverzinslichen Wertpapieren. Investmentfonds haben Aktien oder Anleihen im Portfolio. Die Summe aller Anlagen ist das Vermögen des Fonds. Du kaufst immer nur Anteile von einem Investmentfonds.

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das läuft intern ab. Davon bekommst du nichts mit. Ob der Fondsverwalter das Geld gleich wieder investiert oder zwischenparkt, wirst du nicht mitbekommen. Auch wirst du keine Ausschüttung bekommen. Da hätte die Fondsgesellschaft viel zu tun, wenn sie jeden ihrer Schritte nach aussen transparent machen müsste.

Der Fonds hat Regeln wie Ausschüttungstermine, Ausgabeaufschlag, Verwaltungsgebühr etc. Das ist relevant für dich.

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Für 100,--€ einen Rentenfondsanteil kaufen und dann 10.000.000,..€ aus einer fälligen Anleihe ausgezahlt zu bekommen, das wäre doch eine nette Alternative zum Lottospielen. Dumm nur, dass die Millionen anderer Anteilsinhaber auch die 10 Millionen haben wollen. Woher nehmen und nicht stehlen? Die Antwort ist ganz einfach: Jeder bekommt nur das, was seinem Anteil entspricht. Dabei werden fällige Anleihen im übrigen auch nicht ausgezahlt, sondern reinvestiert. Wenn es sich um einen theraurierenden Fonds handelt, gilt das sogar für die Erträge. "Thesaurierung" ist im übrigen da der Schlüsselbergriff und nicht "ETF", denn letzteres meint nur, dass ein Fonds ausschließlich über die Börse gehandelt wird.

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