Was muss man nach dem Studium in bezug auf Versicherungen und Krankenkasse beachten?

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2 Antworten

Mit dem Ende des Studenten-Daseins und der Exmatrikulation an der Hochschule enden auch alle Vergünstigungen, die man bis dahin in Anspruch genommen hat. Dazu zählt auch die Krankenversicherung. Wer bisher über seine Eltern in der Familienversicherung mitversichert war, muss sich jetzt das erste mal selbst versichern, wer bisher in einer gesetzlichen oder privaten studentischen Krankenversicherung war, muss eine neue Versicherungspolice abschließen - eine Krankenversicherung nach dem Studium. Welche das ist bzw. sein kann, hängt davon ab, welchen Weg man nach dem Studium einschlägt: Krankenversicherung nach dem Studium - Das Angestelltenverhältnis

In einem Angestelltenverhältnis muss man sich zumindest in den ersten drei Jahren nach der Regelung der Pflichtversicherung gesetzlich versichern. Dann kann nicht mehr der günstige Studententarif genutzt werden, sondern es werden die vollen Beitragssätze fällig, die sich am Einkommen orientieren. Nach den Vorgaben des Gesundheitsfonds, die Anfang 2011 in Kraft tritt, belaufen sich die Beiträge auf 15,5% des Einkommens, von denen der Angestellte selbst 8,2% seines Einkommens bezahlen muss. Nach drei Jahren besteht dann die theoretische Möglichkeit in eine private Krankenversicherung zu wechseln, wenn während dieser gesamten Zeit das Jahreseinkommen über der Pflichtversicherungsgrenze (2011: 49.500 Euro im Jahr) liegt. Die Beiträge zur gesetzlichen und zur privaten Krankenversicherung sowie der dazugehörigen Pflegepflichtversicherung sind ja als Sonderausgaben steuerlich absetzbar. Nur gibt es dafür Höchstbeträge, die zu beachten sind.

Infolge eines Urteils des Bundesverfassungsgerichts werden im Rahmen des "Bürgerentlastungsgesetzes" die Höchstsätze nun zum 1.1.2010 erhöht:

Für Angestellte waren es bisher 1.500,- Euro jährlich, erhöht nun auf 1.900,- Euro.

Für Selbständige waren es bisher 2.400,- Euro, erhöht nun auf 2.800,- Euro.

Dabei wird unterschieden zwischen Basisleistungen und Komfortleistungen. Basisleistungen sind grundlegend Leistungen, die denen der gesetzlichen Kasse entsprechen, einschließlich der Pflegepflichtversicherung. Komfortleistungen wären dann die Aufstockung auf 2-Bett-Zimmer mit Chefarzt bzw. 1-Bett-Zimmer mit Chefarzt, das Krankentagegeld, Krankenhaus-Tagegeld, Pflegezusatzversicherung.

Die Komfortleistungen sind nicht steuerlich absetzbar. Die Basisleistungen schon. Wenn der Beitrag für die Basisleistungen höher ist, als der genannte Grenzbetrag, ist der tatsächliche Beitrag für Basisleistungen absetzbar. http://www.pkv-netz.com/aktuell-f.htm

Vielen Dank für diese sehr ausführliche Antwort!

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Wichtig ist diese einschneidende Verände3rung auf jeden Fall deinen Versicherungen und der Krankenkasse zu melden, da du sonst deinen Versicherungsschutz riskierst. Bei der Krankenversicherung hast du die Wahl dich privat zu versichern, wenn du die Voraussetzungene rfüllst oder freiwillig in der gesetzlichen Kraneknkasse was in der regel etwa 140 Euro monatlich kostet als Stuienabgänger.

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