Was muss ein Girokonto bieten um Kontoführungsgebühren zu rechtfertigen?

4 Antworten

was kann ein Girokonto schon mehr bieten als die Verwaltung seines Geldes, Plastikgeld, mit dem man darauf zugreifen kann, in sehr wenigen Fällen Guthabenzinsen, einen Dispo, Onlinebankingzugriff etc. Ein Girokonto ist kein wirklich komplexes Produkt.

Konditionen für ein Girokonto würde ich nur zahlen, wenn ich die Bank sehr gut kenne, es eine sehr lange Beziehung zu denen gibt, die Bank weitere Produkte hat, die ich dann bekomme, wenn ich ein Girokonto dort habe, es ein gut verzinstes Tagesgeldkonto gibt, das sich dennoch lohnt etc etc.

Ein Girokonto allein, das kostet, ist heutzutage vermeidbar.

An sich schon eine kuriose Frage: Arbeitest Du kostenlos? Na also!

Und ob wirklich sehr viele Konten gebührenfrei sind, bezweifele ich. Versuch mal ein Geschäftsgirokonto gebührenfrei zu bekommen. Dann kannst Du aber lange suchen. Und Geschäftsgirokonten braucht schon der, der eine Wohnung vermietet oder häufig im Internet handelt.

Und sehr viele der angeblich gebührenfreien Girokonten können richtig teuer werden wenn man nicht ins Kleingedruckte schaut. Oft sind Mindestumsätze zwingend erforderlich. Besonders dreist sind da die Angebote der Postbank. In der Werbung groß als kostenfrei beworben, sollte man schon beim Standardangebot 1000 Euro monatlichen Zahlungseingang haben. Ansonsten werden 5,90 Euro fällig und das jeden Monat. Da ist manches offen als gebührenpflichtig beworbene Konto billiger.

Generell kann man sagen, dass man bei offen als gebührenpflichtig beworbenen Konten einen besseren Service erwarten kann und oftmals auch hat, z.B. persönliche Betreuung statt Callcentern.

Man kann nicht ein Girokonto isoliert betrachten, sondern muß ein Gesamtengagement planen.

Wenn beispielsweise eine Bank ein gebührenpflichtiges Girokonto bietet, aber bei den Darlehenskonditionen für das geplante Haus deutlich flexibler und günstiger als andere Banken ist, wäre das ein Grund, dieses Angebot in Anspruch zu nehmen. Man kann nicht immer die Einzelkonten für sich betrachten, sondern muß den Vorteil pro Bankengagement prüfen.

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