Was läuft über das Nachlassgericht

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4 Antworten

Der Freund ist gem. § 1924 BGB gesetzlicher Erbe und als gesetzlicher Erbe erster Ordnung nur im Ausnahmefall vom Erbe auszuschließen.

Der/Die Erbe(n) die die Erbmasse in Besitz haben, sind zur Auskunft verpflichtet. § 2057 BGB.

ZurSicherung seiner Ansprüche ist es am einfachsten, wenn Dein Freund einen Erbschein beantragt. Zwar ist nach § 1960 BGB das Nachlassgericht verpflcihtet nach Erben zu suchen, aber nur, wenn sich keine melden. Wenn also die Mutter hingeht udn die Erben angibt, wird das Gericht sich vermutlich damit zufrieden geben.

Daher sollte Dein Freund sich selbst melden.

Ihm steht zumindest ein Pflichtteil zu.

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Wenn Dein Freund glaubt, er solle bei dieser Erbangelegenheit aussen vor bleiben, dann reicht ein Anruf beim Nachlassgericht um zu klären, ob er in dieser Erbangelegenheit mit als Sohn des Verstorbenen aufgeführt ist. Damit sichert er sich schon mal mindestens das Pflichtteil so er denn wirklich vom Vater als Erbe ausgescchlossen wurde und er wird auch eine Kopie ds Testaments und der Aufstellung der Erbmasse erhalten.

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Gerade ein Testament, in dem dein Freund von der Erbfoilge augeschlossen sein soll, werden die Begünstigten gerne beim Nachlassgericht einreichen.

Als Abkömmling (Kind) des Verstrobenen bekommt er auch eine Kopie vom NLG zugesandt, das mag nur Wochen dauern..

Wenn Mutter und Schwester ihm das Testament nicht zeigen wollen, gilt er als gesetzlicher Erbe i. S. d. § 1922 BGB mit gleichen Rechten, kann also den Nachlass und alle Unterlagen einsehen und einen teilerbschein beantragen.

Die Erbschaftsbesitzer haben ihm diese Auskünfte zu ermögliche, § 2057 BGB.

Verfügen kann darüber niemand ohne allseitige Zustimmung; Ausnahme: Rechnungen und Bestattungskosten vom Konto des Verstorbenen bezahlen.

G imager761

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Nach dem seit 1. September 2009 geltenden Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG) ist Nachlassgericht das Amtsgericht am letzten Wohnsitz des Verstorbenen (§ 343 FamFG). Für Ausschlagungen besteht seit 1. September 2009 zusätzlich eine besondere Zuständigkeit des Nachlassgerichts, in dessen Bezirk der Ausschlagende seinen Wohnsitz hat (§ 344 Abs. 7 FamFG). Abweichend davon sind in Baden-Württemberg gemäß § 38 des Landesgesetzes über die freiwillige Gerichtsbarkeit die staatlichen Notariate als Nachlassgerichte zuständig.

Die wichtigste Zuständigkeit des Nachlassgerichts ist die Erteilung des Erbscheins, wie sie in §§ 2353 ff. BGB vorgesehen ist. Aber auch die Verwahrung und Eröffnung von Testamenten und Erbverträgen, die Entgegennahme von Erbausschlagungserklärungen, die Bestellung eines Nachlasspflegers sowie die Ernennung und Entlassung eines Testamentsvollstreckers gehören zu den Aufgaben des Nachlassgerichts.

Entscheidungen des Nachlassgerichts können mit der Beschwerde angefochten werden, über die eine Zivilkammer des Oberlandesgerichts als zweite Tatsacheninstanz entscheidet (§§ 58 ff. FamFG). Dritte Instanz ist der Bundesgerichtshof, wenn das Oberlandesgericht die Rechtsbeschwerde zum BGH zulässt (§§ 70 ff. FamFG).

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Kommentar von Privatier59
13.06.2014, 05:55

T.z.G. hat das Vergessen von Anführungszeichen seinen Dr. gekostet.

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