Was kostet eine Vormerkung im Grundbuch?

1 Antwort

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Sicherungsmittel zur Absicherung eines schuldrechtlichen Anspruchs auf Einräumung, Aufhebung oder inhaltliche Änderung eines Rechts an einem Grundstück. Gesetzliche Regelungen enthalten die Paragrafen 883 bis 888 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB).

Zwischen dem Abschluss eines Vertrages (z. B. Grundstückskaufvertrag) und der Eintragung im Grundbuch vergeht oft viel Zeit. Während diesem Zeitraum kann der Eigentümer wirksam über das Grundstücksrecht - auch zum Nachteil des Erwerbers - verfügen. Die Vormerkung sichert die Ansprüche des Erwerbers und dient damit dessen Schutz.

Durch die Vormerkung kann auch ein zukünftiges Recht gesichert werden (§ 883 Absatz 1 Satz 2 BGB), beispielsweise aufschiebend befristete Ansprüche.

Die Vormerkung wird im Grundbuch eingetragen. Sie erfolgt auf Antrag. Der Betroffene muss einwilligen. Verweigert er die Einwilligung, kann sie durch eine einstweilige Verfügung ersetzt werden (§ 885 BGB). Die Kosten belaufen sich bei einem Objekt von 100.000 Euro auf ca. 150 Euro Gerichtskosten.

Was möchtest Du wissen?