Was kann ein Gerichtsvollzieher alles mitnehmen?

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2 Antworten

Bewegliche Sachen von Schuldner werden durch die Gerichtsvollzieher gepfändet. Dazu wenden sich die Gläubiger mit ihrem Vollstreckungstitel an den Gerichtsvollzieher und erteilen denen den Auftrag zur Vollstreckung. Nur mit Einverständnis des Schuldners darf der Gerichtsvollzieher die Wohnung oder das Haus des Schuldners nach für die Pfändung brauchbaren Gegenständen durchsuchen. Wer jedoch den Gerichtsvollzieher nicht einlässt oder trotz mehrmaliger Ankündigung des Besuches wiederholt nicht zu Hause ist, der muss damit rechnen, dass der Gerichtsvollzieher sich eine richterliche Durchsuchungsanordnung besorgt. Diese berechtigt dann sogar dazu, die Wohnung aufbrechen zu lassen.

Natürlich kann der Gerichtsvollzieher einem Schuldner nicht alle Möbel und die sonstige Wohnungseinrichtung wegpfänden. Eine angemessene Ausstattung mit Möblen, elektrischen Geräten in der Küche und im Bad sowie der Fernseher sind unpfändbar. Viele Geräte verbleiben auch beim Schuldner, weil der Transport und die Versteigerung letztlich teurer werden könnten, als der Erlös, der bei einer Steigerung erzielt werden kann. Der Gerichtsvollzieher hat ein geschultes und erfahrenes Auge, für Dinge, die eventuell verwertbar sind, doch meistens ist bei Schuldnern nichts zu holen. Zumal auch theoretisch pfändbare Gegenstände nicht gepfändet werden dürfen, wenn sie der Ausübung der Erwerbstätigkeit dienen, so zum Beispiel das Auto eines Vertreters oder der Computer eines Auszubildenden oder Studierenden. Auch Bargeld darf nicht in beliebiger Höhe gepfändet werden, zumindest der unpfändbare Teil darf beim Schuldner verbleiben.

http://www.geld-magazin.info/finanzielle-probleme/gerichtsvollzieher-und-pfaendung

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