Was ist von Outperformer-Zertifikaten zu halten?

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1 Antwort

Das Thema Totalverlust ist Unsinn. Wenn ich auf eine Differenz d setze und dann dieser Wert gegen Null geht, dann habe ich einen Totalverlust des eingesetzten Betrags. Wenn ich das mit einem Delta-1-Zertifikat mache, dann passiert jedoch im Grunde das Gleiche.

Beispiel eines Hebelprodukts: Kurs des Index 10.000 Punkte. Differenz zu 9.000 Punkten wird vergütet. Man kauft also für 1.000 EUR "einen Index". Index fällt auf 9.000 Punkte, Hebelprodukt verfällt wertlos. Verlust 1.000 EUR.

Beispiel eines Trackers: Kurs des Index 10.000 Punkte. Man kauft für 10.000 EUR einen Index. Kurs fällt auf 9.000 Punkte. Zertifikat wird für 9.000 EUR verkauft. Verlust 1.000 EUR.

Wo ist der Unterschied?

  • Tracker bzw. ETF mit höherem Kapitaleinsatz: im ersten Fall werden 1.000 EUR eingesetzt, im zweiten 10.000 EUR.
  • Tracker bzw. ETF mit höherem Verlustrisiko: im ersten Fall verliert man max. den Einsatz von 1.000 EUR. Im zweiten Fall kann das mehr sein, max. 10.000 EUR.
  • Tracker bzw. ETF mit höheren Kosten: Transaktionskosten gehen nach Transaktionsvolumen. Rechnet man pauschal 0,25% pro Transaktion, so sind im ersten Fall 2,50 EUR zu zahlen. Im zweiten Fall sind es 47,50 EUR.
  • Tracker bzw. ETF sind endlos, Hebelprodukte nur kurz- bis mittelfristig einsetzbar.

Ich würde hier einfache Konstruktionen bevorzugen. Das sind nun mal keine komplexen  Garantiezertifikate, sondern einfache Basiswerte oder Hebelprodukte.

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