Was ist eigentlich unter Grauem Finanzmarkt zu verstehen?

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Grauer Kapitalmarkt

Eine Legaldefinition von Grauer Kapitalmarkt ist wohl nicht feststellbar. Die Definitionsgrenzen sind schwimmend. Man kann nur den vorherrschenden Sprachgebrauch zugrundelegen.

Als Grauer Kapitalmarkt galt bis etwa 2000 im vorherrschen Sprachgebrauch derjenige Teil der Finanzmärkte, der nicht der staatlichen Finanzaufsicht oder anderen den Anleger effizient schützenden Reglementierungen unterlag. Seit etwa 2000 ist zur Minderung von Fehlentwicklungen der Kontrollbereich der staatlichen Finanzaufsicht schrittweise ausgeweitet worden und deckt seither auch vieles ab, was früher kontrollfrei war.

Der aktuelle Sprachgebrauch definiert den Grauen Kapitalmarkt vorwiegend im Sinn von „nicht-institutioneller Anlagemarkt für Selbstanleger“ (also nicht angeboten durch institutionelle Akteure, Banken, Versicherer, …).

Vertriebsform

Die Angebote des Grauen Kapitalmarktes werden über alle in Betracht kommenden üblichen Vertriebswege angeworben: Postalische Prospektwerbung, Telefonwerbung, Anzeigenwerbung, E-Mail-Werbung, Fax-Werbung. Die Benutzung von unaufgeforderter Telefonwerbung und von Abschlussverhandlungen durch persönlichen Besuch ist relativ stark ausgebildet.

Aus der Vertriebsform allein kann kein Rückschluss zur Seriosität eines jeweiligen Angebotes abgeleitet werden. Allerdings bedienen sich problematische Anbieter zu spekulativen Börsengeschäften relativ oft der unaufgeforderten Telefonwerbung.

Schadensschätzung

Der Graue Kapitalmarkt umfasst korrekte wie auch problematische Anbieter. Dies gilt im Prinzip auch für den institutionellen Kapitalmarkt. Allerdings ist beim Grauen Kapitalmarkt der Anteil der problematischen Anbieter deutlich höher.

Laut dem deutschen Bundeskriminalamt beträgt der jährliche Schaden schätzungsweise 20 bis 25 Milliarden Euro. Eine zuverlässige Schätzung ist schwierig. Viele Anleger verwenden auf diesem Markt steuer-entwidmetes Geld. Diese Anleger scheuen die staatliche Aufklärung mehr als den Verlust ihres Geldes. Des Weiteren ist oft die Anlageentscheidung derart irrational gewesen, dass sie aus Scham dem sozialen Umfeld (Familie, Freunde) nicht bekannt werden soll. Des Weiteren ist für den Anleger oft absehbar, dass keine Aussicht auf Rückerhalt des Geldes besteht. In diesem Fall wird auf Verfolgung verzichtet, weil sie den Ärger über den Fehlentscheid unnötig verlängert.

Beispiele

Ein paar Beispiele für typische Angebote des grauen Kapitalmarktes: Unternehmensbeteiligungen, Steuersparangebote aller Art, Immobilienbeteiligungen, Immobilienerwerb für Anlagezwecke, hierbei überproportional überteuerte sogenannte Schrottimmobilien. Bauherrenmodelle, Erwerbermodelle, Timesharing-Ferienimmobilien, Glücksspielbeteiligungen, Diamantenhandel, Termingeschäfte.

Die Seriosität solcher Angebote ist sehr unterschiedlich. Zu jeder Angebotsart gibt es die vollständige Palette von voll korrekt bis zweifelsfrei deliktisch.

Bei Immobilien-Anlagen ist die Problematik meist die Aufblähung der Preise und eine Vertragsgestaltung mit versteckten Eventualrisiken, oft bedingt durch Absichten der steuerlichen Optimierung. Eine hohe Fremdfinanzierung verdeckt oft die Überteuerung. Die Objekte sind dann allerdings nachhaltig defizitär, bieten also das Gegenteil von der erwarteten Immobiliensicherheit.

Bei Edelsteinen ist es die Problematik der oft weit überhöhten Preise für den Endkäufer und teils auch durchaus Verkauf von völlig wertlosen Steinen. Ein Kapitalanlageeffekt liegt nicht vor, sofern die Preise beispielsweise das Fünffache des möglichen Erlöses bei Wiederveräußerung ist.

Bei Termingeschäften des Grauen Kapitalmarktes ist nicht die bankmäßige institutionelle Vertriebsform gemeint, sondern eine Vermittlertätigkeit, die insbesondere über unaufgeforderte Telefonwerbung arbeitet. Hierbei wird versucht, mit den im Termingeschäft durchaus gelegentlich erreichbaren hohen Gewinnen zu locken. Die erhaltenen Gelder werden im günstigen Fall tatsächlich in der vereinbarten Form angelegt – mehr oder weniger effizient – erfahrungsgemäß meist verlustbringend. Im ungünstigen Fall sind die Anlage- und Erfolgsnachweise möglicherweise gefälscht. Ein Schneeballsystem kann vorliegen. Geldgeschäfte

Darüber hinaus wird gelegentlich dem Grauen Kapitalmarkt auch Betrug zu Geldgeschäften zugerechnet, z. B.: Bankgarantiegeschäfte Letter of Credit Nigeria-Connection (Vorschussbetrug) Depositendarlehen

Allerdings handelt es sich hier nicht um Geldanlage, auch nicht um Derivate zu institutionellen Kapitalmärkten. Die Zuordnung zum Grauen Kapitalmarkt ist deshalb eher unüblich.

http://de.wikipedia.org/wiki/Grauer_Kapitalmarkt

Das kann man auch 2. Finanzmarkt nennen. Interessanter Weise fast nur in Deutschland verbreitet.

Findet zu einem großen Teil in den Anzeigenteilen der Welt udn der FAZ udn wohl auch im Internet statt.

Es sind Beteiligungs- udn Anlageangebote mit einem zum Teil sehr zweifelhaften hintergrudn, aber zum Teil auch nur die Angebote von seriösen Vermögensverwaltern, die eben nciht direkt mit einer Bank verbandelt sind, oder als freie Berater Geschäfte dorthin vermitteln.

Es sind Leute, die diese Dinge selbst organisieren.

aber es sind eben auch versprechen von 100 % Rendite und ähnliche Angebote. Oder tilgungsfreie Darlehn, Finanzierungen zu 2,5 % Zinsen udn ohne Schufa abfrage (mindestabnahme 10 Mio. dollar.) usw.

Aufwandentschädigung

Im Juni 2011 beantragte ich bei cashpoint Finanzmarkt einen Kreditantrag.Da es sehr schwierig ist wegen meiner finanzieller Situation bekam ich von cashpoint Finanzmarkt weder eine Zu,noch eine Absage für meiner Kreditanfrage.Um einen Kredit erhalten zu können,sollte ich verschiedene zusätzliche Verträge,die mit Kosten verbunden sind abschließen,was ich aber ablehnte.Ich habe einen Vertrag erhalten in dem festgelegt wurde,die monatliche Rate,Zinsen Zeitraum und einen Betrag i.H.v.€ 79,73 für die Aufwandentschädigung.Zu einem Vertrag mit Auszahlung der Kreditsumme kam es nicht,da sich die Sache schwierig erwies von seitens von cashpoint Finanzmarkt bzw. einer Bank,beendete ich den Vertrag.Es dauerte mir zu lange bis zur Auszahlung der Kreditsumme.Außerdem hatte ich meine Zweifel,ob ich überhaupt einen Kredit ausgezahlt bekomme.Heute,12.11.2011 bekam ich ein Schreiben von cashpoint weil ich die Kosten für die Vermittlung,Post-u.Tel.gebühren,die sogenannte Aufwandspauschale noch nicht bezahlt hatte. Jetzt meine Frage,muss ich diese Kosten bezahlen i.H.v.€ 79,73 an cashpoint Finanzmarkt oder nicht? Den Vertrag hatte ich beendet bevor ich die Kreditsumme erhalten habe.Ich hatte nur einen Vertrag von cashpoint in schriftlicher Form erhalten ,aber keinen weiteren endgültigen Vertrag mit der Bank,die die Kreditsumme auch ausgezahlt hätte. Wer kann mir einen Rat geben,ob ich bezahlen muss oder nicht? Ich wäre für jede Antwort sehr dankbar. Denn bis zum 30.11.2011 sollte der Betrag überwiesen sein.Ansonsten drohen die mich mit einem Inkassounternehmen und zusätzliche Kosten.

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