Was ist eigentlich ein Gnadensplitting ?

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2 Antworten

Das ist die Bezeichnung für die Regelung, das ein verwitweter Steuerpflichtiger auch im Jahr das auf den Tod des Ehegatten folgt, noch nach der Splittingtabelle besteuert wird, obwohl er ja nur noch allein lebt.

Oberbegriff hierbei ist die Zusammenveranlagung von Ehegatten. Hierbei ist auf zwei Besonderheiten hinzuweisen: 1 - Gnadensplitting: Das Splitting-Verfahren ist auch anzuwenden, bei einem verwiweten Steuerpflichtigen für den Veranlagungszeitraum, dem dem Kalenderjahr folgt, in dem der Ehegatte verstorben ist, wenn der Steuerpflichtige und sein verstorbener Ehegatte im Zeitpunkt seines Todes die Voraussetzungen des § 26 Absatz 1 Satz 1 EStG erfüllt haben sowie bei einem Steuerpflichtigen, dessen Ehe in dem Kalenderjahr, in dem er sein Einkommen bezogen hat, durch Tode, Scheidung oder Aufhebung augelöst worden ist. Voraussetzung ist jedoch, dass der Steuerpflichtige nicht nach den §§ 26, 26 a EStG getrennt zur Einkommensteuer veranlagt wird. 2. - Wahl-Realsplitting: Geschiedene oder dauernd getrennt lebende unbeschränkt steuerpflichtige Eheleute haben nicht die Möglichkeit der Zusammenveranlagung. Sie können sich jedoch für ein sog. Wahl-Realsplitting entscheiden. Unterhaltsleistende Zahlungen können dann abgezogen werden die aber der Unterhaltsempfänger dann gemäß § 22 Nr. 1 a EStG versteuern muss.

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