Was ist die Minijob-Schiene?

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1 Antwort

Du hast bei denen eine Anstellung als Werkstudent angenommen.

Das bedeutet, dass Du nur Abzüge für die Rentenversicherung hast udn ggf. Steuer.

Das gilt aber nur, wenn Dein Monatslohn 451,- Euro oder mehr ist.

Nachdem Du wegen weniger Stunden auf unter 451,- Euro gerutscht bist, hast Du nur noch einen 450,- - Euro - Job, oder auch Minijob.

Das bedeutet, Du bekommst Dein Geld netto ausgezahlt, aber Dein Arbeitgeber muss Pauschalabgaben in Höhe von 30,99 % zuzüglich Berufsgenossenschaft zahlen.

Das ist mehr, als würden nur die normalen Arbeitgeberanteile anfallen.

Deshalb habe sie Dir auch geschrieben, dass sie den Minijobbern nur 9 Euro zahlen.

9,- Euro netto + 30,99 % + Berufsgenossenschaft = ca. 12,- bis 12,30 Euro.

11,- Euro + AG Anteile für Studies ca. 10 % = 12,10 Euro.

Ganz einfach, Du bist denen zu teuer geworden, weil Sie Dir 11,- Euro gezahlt haben und nun noch 31-33 % darauf zahlen müssen (weil Du in den Minijobbereich gerutscht bist) = ca. 14,50 Euro.

Du hättest nur darauf achten müssen pro Monat mindestens 41 Stunden zu arbeiten.

Du hast Dich durch wenige Stunden aus dem Job gekickt.

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Yantra 05.08.2014, 23:08

Danke für die Erläuterung.

Der Witz ist ja, das ich nie so viele Einsätze vom AG erhielt um 41 Stunden im Monat zu erzielen. Das lag nicht an mir... übriegens habe die keine Beiträge zur Berufsgenossenschaft für mich gezahlt, laut Meldung zur Sozialversicherung...

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wfwbinder 06.08.2014, 03:52
@Yantra

Die Beiträge zur Berufsgenossenschaft zahlt der Arbeitgeber laufend, dafür gibt es keine Einzelmeldung. Die Berufsgenossenschaft "bemerkt" der Arbeitnehmer erst, wenn eer sie braucht. Für die BG gibt es auch keinen Arbeitnehmeranteil. die die zahlt der AG allein.

Bezüglich der Arbeitszeit ist es Pech udn und ggf. ein Fehler imAnstellungsverhältnis.

Über Einsatzmöglichkeiten usw. gibt es keine Punkte im Sachverhalt.

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Yantra 06.08.2014, 13:47
@wfwbinder

Dachte die Berufsgenossenschaft / Knappschaft wird immer in der Meldung zur Soz.Versicherung aufgeführt.

Ja, ich denke der Fehler lag in der fehlenden Symphatie zwischen mir und einer Managerin.

Interessant fand ich noch diesen Kommentar in einem anderen Forum, wobei für mich ja Rentenversicherungsbeiträge gezahlt wurden aber was § 12 TzBfG "Arbeit auf Abruf" betrifft sehr spannend oder sehen Sie das anders?:

->"Ob Minijobber, Werkstudent oder normaler Beschäftigter - für alle gilt der gleiche Bruttostundenlohn.

Deinen Ex-Chef könntest du mit obiger Aussage "Normalerweise zahlen wir bei Minijobbern deshalb nur 9 Euro" dermaßen in die Pfanne hauen und vor jedem Arbeitsgericht bekämst du Recht.

Was dein Ex-Chef lediglich machen könnte, sofern von dir keine Lohnsteuerkarte vorlag, wäre der Abzug von der 2prozentigen Lohnsteuerpauschale bei dir. Aber davon gehe ich nicht aus, da du ja als Werkstudent angestellt warst.

Ist zwar nicht aktualisiert für die jetzige 450-Euro-Grenze, die Grundlagen gelten aber immer noch. erwin-denzler.de/400/arbeitsrecht.html

Zudem versucht dein Arbeitgeber dich doppelt und dreifach zu betrügen: 1.) Der niedrigere Stundenlohn 2.) Das Verlangen der Lohnsteuerpauschale, die nicht anfällt 3.) Das Nichtberücksichtigen der Beiträge zur Rentenversicherung, die für ihn auch bei einem Werkstudentenjob anfallen

So, jetzt drehen wir den Spieß um, auch aus meinem obigen Link: http://www.erwin-denzler.de/400/arbeitsrecht.html#Abruf

Gesetzlich vorgesehen ist für solche Fälle in § 12 TzBfG die "Arbeit auf Abruf": das ist ein Teilzeitarbeitsverhältnis, in dem die Arbeitsleistung unregelmäßig anfällt. Der Arbeitgeber muß die Einsätze jeweils 4 Tage vorher ankündigen (andernfalls ist der Arbeitnehmer nicht zum Arbeitsantritt verpflichtet). Die Dauer der wöchentlichen Arbeitszeit muß im Arbeitsvertrag festgelegt sein, andernfalls gelten mindestens 10 Std./Woche als vereinbart und sind zu bezahlen."<-

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