Was ist die Mindestsumme die man in einem Wertpapierdepot anlegen sollte?

3 Antworten

Was sind Deiner Meinung nach "Wertpapiere"? Pennystocks gibt es schon für Beträge rechts des Kommas. Fondsanteile sind für weit weniger als 100 Euro zu haben. Allerdings haben viele Banken Mindestordergrößen die irgendwo zwischen 500 und 1000 Euro liegen. Darunter sind Orders nicht möglich und das wäre dann die Mindestsumme. Eine sinnvolle Streuung von Anlage läßt sich m.E. aber erst bei Anlagesummen im fünfstelligen Bereich bewerkstelligen.

25 EUR, denn das ist der Mindestbetrag bei manchen Banken, der über einen Fondssparplan mit einmaliger Ausführung möglich ist.

Das war aber wahrscheinlich nicht die Antwort, die Du wolltest.

Letztendlich ist es eine Frage der Transaktionskosten und der Anlageziele.

  • Für Aktien und Anleihen liegt eine aus meiner Sicht minimale Positionsgröße bei ca. 1.500 EUR, d.h. wenn man dann ca. 10 EUR pro Kauf und Verkauf aufwenden muß, wären das mit einem Spread so ca. 1,5% Kosten.

  • Für Fonds wird man klein anfangen und Positionen aufbauen, d.h. wenn ein Sparplan zu laufen beginnt, werden das sehr kleine Beträge sein. Die Mindestpositionsgröße ist damit die Mindestgröße einer Sparplanausführung - also je nach Bank: 25 EUR oder 50 EUR.

Wesentlicher ist die Frage, was man wirklich damit erreichen will.

Spart man für ein Kind beispielsweise über 18 Jahre hinweg 25 EUR im Monat an, so sind das zwar "nur" 5.400 EUR Investition, aber durch die Wertsteigerung wird das dann für das Kind durchaus ein Betrag, der beispielsweise einen Führerschein, das erste Auto oder andere Wünsche realisieren kann.

Spart man für die eigene Altersvorsorge, dann wären sicher sechsstellige Beträge das Ziel. Diese baut man auch schrittweise auf.

Man sollte daher nicht über Mindestsummen und Mindestanlagebeträge sprechen, sondern über den Anlagevorgang über die nächsten 10-100 Jahre :-) Schließlich ist ein Depot nichts statisch, einmalig eingerichtet, immer so weiter existierend, sondern es verändert sich durch die laufenden Anlagebeträge, die man hineinsteckt.

Daher würde ich jedem empfehlen, damit irgendwann zu beginnen. Auch wenn der Start nur ein paar Hundert EUR sind, die man gerade erübrigen kann. Dann sind es nächstes Jahr vielleicht wieder ein paar Hundert EUR und schnell kommt man in den vier- und fünfstelligen Bereich über die Jahre. Nicht das einmalige Klotzen mit einem Anlagebetrag, sondern das stetige Anlegen leistbarer Sparbeträge erreicht das Ziel.

Entscheidend sind die Depotkosten, ob sich das für Dich lohnt. Finanztest hat in diesem Beitrag Depotkosten verglichen: https://www.test.de/Depot-Viel-sparen-mit-dem-besten-Wertpapierdepot-4540188-0/

Darin ist diese Aussage enthalten: " Bei Comdirect und Sparkassenbroker reicht bereits ein Fonds­sparplan für ein kostenloses Depot, bei 1822direkt ist sogar nur ein Depot­bestand am Quartals­ende nötig."

Ohne Depot-Kosten kannst Du im Prinzip mit einem 25€-Sparplan (monatliche Sparsumme) anfangen, in Wertpapiere anzulegen. Ich hoffe, das beantwortet Deine Frage!

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