Was ist der Unterschied zwischen einem Kleingewerbe und normalen Gewerbe und welche steuerlichen Vorteile hat jedes Modell?

2 Antworten

Es gibt kein normales Gewerbe, oder Kleingewerbe, sondern ein Gewerbe als Haupterwerb, oder als Nebenerwerb.

Was Du wohl meinst (Du erwähnst die 17.500,- Euro Grenze) ist der Kleinunternehmer. Das ist ein Begriff aus der Umsatzsteuer.

Bei ir geht es darum, dass Du Vermieterunternehmer bist (Du vermietest Räume zur Einnahmeerzielung gegen Entgelt) und weil es eine Ferienwohnung ist udn die Vermietung nur kurzzeitig erfolgt, greift die Umsatzsteuerbefreiung gem. § 4 Nr. 12 a UStG nicht.

Solange der Vorjahresumsatz (die Einnahmen) unter 17.500,- waren, griff die Kleinunternehmerregelung udn die Umsatzsteuer wurde nicht erhoben.

Wenn Du in 2018 nun über 17.500,- Euro eingenommen hast, bist Du nun kein Kleinunternehmer mehr udn musst Umsatzsteuer zahlen. Dafür hast Du aus Deinen Ausgaben den Vorsteuerabzug. Es wäre auch noch zu prüfen, ob noch aus Anschaffungen der Vergangenheit eventueller Vorsteuerabzug nachhochbar ist.

Ich denke es ist an der Zeit einen Steuerberater zu konsultieren.

Woher ich das weiß:
Berufserfahrung

Da hast Du offenbar etwas mißverstanden:

Man kann ein "Kleingewerbe" nicht in ein "normales Gewerbe" ummelden. Es handelt sich dabei nicht um gewerberechtlich zu beurteilende Sachverhalte, sondern es geht um das Umsatzsteuerrecht.

Das wird hier anschaulich erklärt:

https://www.kleinunternehmer.de/kleinunternehmerregelung.htm

Die im ersten Jahr entrichteten Vorauszahlungen können nur die Einkommensteuer betreffen und da ist ja wohl irgendwie logisch, daß man mehr Steuern bezahlt und vorauszahlen muß wenn man mehr verdient.

Wenn Du das verhindern willst, mußt Du entweder niedrigere Mieten nehmen oder höhere Ausgaben produzieren.

Zweite Firma mit Kleinunternehmerregelung gründen möglich?

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2 personen kleingewerbe? gewerbe anmelden.

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Gewerbe: Ausgaben von Steuer absetzen, obwohl man selber kaum Steuern zahlt?

Hallo, ich wollte wollte mir einige Grafikkarten zum Kryptowährung schürfen kaufen. Dann wollte ich ein Büro mieten und dort reinstellen. Im ersten Jahr hätte ich voraussichtlich 6.000€ Umsatz und auch meine Ausgaben würden ungefähr bei 6000€ Strom- und Mietkosten zusammen liegen. Damit würde ich ja keine Gewerbesteuer zahlen (unter 24.500€) und auch bei der Einkommenssteuer wäre ich unter dem Freibetrag von 8800€. Ich würde ja sozusagen kein Steuern zahlen außer z.B beim Strom oder Büro die 19% Mehrwertssteuer.

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Hallo, ich habe einen Vollzeitjob (Beamtin) mit einem Einkommen über 30.000 € pro Jahr. Nun möchte ich aber auf meinem Reiseblog, auf dem ich ausschließlich über meine erlebten Reisen schreibe, selbstgebastelte Waren (Armbänder) anbieten. Ich rechne, wenn überhaupt, mit einem Kauf von 2 Bändern im Monat, sprich 24 Bänder pro Jahr à 25€ = Umsatz von 600€ pro Jahr. Natürlich habe ich auch Ausgaben, die ich davon dann ja auch noch abziehen muss. Muss der Umsatz meines "Nebengewerbes" angemeldet und versteuert werden, wird also mein Haupteinkommen mit dem meines Hobbies zusammengerechnet? Muss ich überhaupt ein Gewerbe anmelden? Muss ich noch irgendwas beachten? Was kommen für Kosten (Steuern, Gebühren) auf mich zu? Ich habe ein bisschen in den Richtlinien von DaWanda gelesen (ich will mich dort nicht anmelden) und auch dort gibt es widersprüchliche Auskünfte bzgl. des Kleinunternehmerstatus. Einer sagt, dass man zwingend ein Gewerbe anmelden muss, ein anderer sagt, das muss nicht sein. Ich bin also komplett verwirrt. Wer gibt mir Auskünfte darüber? Finanzamt, Handelskammer, Handwerkskammer?

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