Was ist der Unterschied zwischen der Ist- und Sollversteuerung?

1 Antwort

Wer Umsatzsteuer zahlt (Regelbesteuerer, kein Kleinunternehmer), der kann entweder Ist- oder Sollbesteuerer sein.

Der Istbesteuerer muss die Umsatzsteuer für Beträge abführen, die er tatsächlich vereinnahmt hat, also die in der Kasse, oder auf dem Bankkonto eingegangen sind.

Der Sollbesteuerer muss die Umsatzsteuer abführen, für die Beträge, für die er im Voranmeldungszeitraum Rechnungen geschrieben hat. Also auch für Beträge, die er noch nicht eingenommen hat.

Die Grenze ist 500.000,- Jahresumsatz, ab dann ist man zur Sollbesteuerung verpflichtet.

Das gilt nicht für Freiberufler.

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Fast richtig.

Der Sollversteuerer führt Umsatzsteuer ab für die im Voranmeldungszeitraum ausgeführten Umsätze - ob er nun Rechnungen geschrieben hat oder nicht.

Diesen Unterschied hat der Gesetzgeber bewusst gemacht, denn gäbe es ihn nicht, so ließe sich durch verzögertes Rechnungschreiben die Sollbesteuerung leicht aushebeln.

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@EnnoWarMal

Vollkommen richtig, Du hast es für die Theorie perfekt beschrieben, aber in der Praxis fährt der Bauleiter eben nicht am 31. auf die Baustelle um festzustellen, dass alles fertig ist, sondern am 01. und dann kann ja erst die Rechnung geschrieben werden. ;-) :-))))))))))))))))

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@wfwbinder

Na doch, der Steuerberater - wenn es ein guter ist - macht das schon. Vielleicht nicht unterjährig, aber zum Jahreswechsel auf jeden Fall.

Da auf den Rechnungen der Leistungszeitpunkt draufstehen muss, ist also auch leicht zu erkennen, ob eine Rechnung noch ins alte oder schon ins neue Jahr gehört. Und dabei fährt der Unternehmer oftmals gar nicht schlecht. Beispiel:

Der Unternehmer U gibt dem Steuerberater S  eine Rechnung über 119, die er im April 2015 geschrieben hat für eine Leistung, die er im November 2014 erbracht hat.

S bucht die Rechnung folgerichtig ins alte Jahr ein, denn der Jahresabschluss wird erst im Juli gemacht. Die UStE wird im Juli abgegebn und die Steuer in Höhe von 19 demzufolge im August bezahlt.

Hätte der S die Rechnung in die laufende Buchhaltung des April genommen, hätte der U die Steuer bereits am 10. Juni bezahlen müssen.

Irre, was da so bei rauskommen kann, was?

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@EnnoWarMal

Du hast vollkommen Recht. Am Jahresende geht man alles durch auch wegen der Bewertung und kontrolliert, was in den ersten Monaten abgerechnet wurde und ob es mit den anderen Angaben übereinstimmt.

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Einzelunternehmer (Kleingewerbender) Gutschrift reicht?

Guten Abend, 

ich habe eine Frage bzgl. der Handhabung von eingängen.

Ich bekomme meine Provision ausgezahlt und überwiesen auf mein Geschäftskonto, nach dem ich Online die Auszahlung beantragt habe.

Die Unternehmen schicken mir parallel dazu eine Gutschrift. Diese Gutschrift leite ich immer an meinen Steuerberater weiter, damit das Finanzamt einen Beleg zu dem Eingang hat. 

Ich schreibe also keine Rechnungen an die Unternehmen, weil die Gutschrift als Dokument wohl ausreicht. Des Weitern sehen Sie meine Eingänge auf der Bank. 

Es gibt aber ein Unternehmen, das mir weder eine Gutschrift noch einen anderen Beleg aushändigt. Sie überweisen mir einfach meine Provision auf mein Konto, nach Beantragung auf dem Online Portal.

Wie soll ich hier vorgehen? 

Aktuell schreibe ich vor der Online Beantragung der Auszahlung eine Rechnung, damit das Finanzamt auch hier einen eindeutigen Nachweis hat.

Wenn ich das Finanzamt anrufen, wissen die Mitarbeiter leider auch nie richtig bescheid. Es wäre nett, wenn mir einer ein Feedback geben könnte.

Noch zur Info. Ich bin Kleingewerbetreibender.

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Angabe zur Festsetzung der Vorauszahlung beim Finanzamt als Schüler?

Hallo zusammen,

bei der Angaben zur Festsetzung der Vorauszahlungen die man beim Finanzamt nach der Gewerbeanmeldung angeben muss, wird ja gefragt welche Einkünfte man aus nichtselbstständiger Arbeit. Allerdings bin ich seit diesem Monat wieder Schüler und über 18. Ich hol nämlich mein Abitur durch die BOS (Bayern) nach.

Wie sollte ich dann also angeben welche oben genannten Einkünfte ich habe, schließlich verdiene nebenbei nichts und BaföG bekomme ich leider auch keins. Auf Vollzeit kann man das Gewerbe ja als Schüler auch nicht ausführen.

Vielen Dank schon mal!

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Einkommenssteuer als Kleinunternehmer und welche Verpflichtungen gegenüber dem Finanzamt?

Hallo,

da ich erst kürzlich mein Klein/Nebengewerbe angemeldet habe, möchte ich mich über die Einkommensteuer bzw. in allen Themen gegenüber dem Finanzamt informieren.

Ab wann muss ich denn eine Einkommensteuer bezahlen und was muss darin alles angegeben werden.

Kurz zu meiner Person und meinem Kleingewerbe:

Ich bin als Softwareentwickler angestellt und habe ein Jahreseinkommen von 45.000 Brutto. Neben dieser Tätigkeit habe ich das besagte Kleingewerbe angemeldet, bei dem ich ja (bis 17.500 EUR jährlich) Umsatzsteuer befreit bin. Hier erziele ich Einnahmen in Höhe von ca. 5.000 - 7.000 EUR (Brutto = Netto) jährlich.

Muss in diesem Fall eine Einkommensteuer bezahlen? Welche Verpflichtungen habe ich sonst gegenüber dem Finanzamt, solange ich die Grenze von 17.500 EUR nicht überschreite?

Ich freue mich sehr über ausführliche Informationen.

Vielen Dank

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kleingewerbeanmeldung als Facebook Seiten Besitzer?

Wunderschönen Guten Tag,

Ich habe eine Frage bezüglich des Antrages auf ein Kleingewerbe (Freiberufler)

Und zwar leite ich auf Facebook eine Seite wo ich Videos hochlade und Monetarisiere, die auch mehr als 200$ umsatz macht.

Und zwar wurde mir geraten lieber ein Kleingewerbe anzumelden um schwierigkeiten zu vermeiden.

Ich soll auf der Website http://www.lstn.niedersachsen.de ein Antrag auf Aufnahme einer gewerblichen, selbständigen (freiberuflichen) Tätigkeit stellen, leider bin ich nur bis Seite 2 gekommen vom rest habe ich wirklich keinen schimmer.

Weiß einer ob das Finanzamt beim Beantragen helfen kann?

Oder wenn ich um hilfe bitten kann, am besten wäre eine Kostenlose hilfsmöglichkeit.

Vielen Herzlichen Dank.

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Einkommensteuererklärung Kleinunternehmer: welche weiteren Unterlagen werden benötigt?

Guten Tag,

ich hatte im Jahre 2015 ein Kleingewerbe(ebay Shop) Dieses wurde am 3.3.15 angemeledet und habe ich am 29.12.15 abgemeldet. Ich habe die Umsatzgrenze von 17.500 Euro überschritten. Nun soll ich für das Jahr 2015 eine Einkommensteuererklärung (Besteuerung als Kleinunternehmer) dem FInanzamt abgeben.

Da ich keinen Steuerberater möchte, möchte ich diese Steuererklärung selber machen, jedoch weiß ich nicht genau welche Unterlagen/Anlagen das Finanzamt von mir benötigt.

Ich habe mich im Internet etwas informiert und ich weiß, dass das Finanzamt diese Dinge benötigt:

  1. Gewinnermittlung
  2. Einkommensteuererklärung 2015 (Mantelbogen)

Sonst weiß ich leider nicht, was das Finanzamt noch von mir möchte, daher fände ich es echt super wenn mir jemand weiter helfen könnte.

Auf der Seite der Bundesfinanzverwaltung sehe ich all diese Anlagen unter 'Einkommensteuererklährung': https://www.formulare-bfinv.de/ffw/content.do

Was für Sonstige Anlagen / Unterlagen werden soonst noch von mir benötigt?

Liebe Grüße

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Buchaltung bei Verkauf von Kommisionsware (Kommisionsverkauf) unter Kleinunternhmerregelung ?

Guten Tag,

ich habe ein Gewerbe (Kleinunternehmerregelung) angemeldet. Verkauft wird hier vorwiegend gebrauchte Ware, sprich Antiquitäten, Sammlerware und "Trödelware". Nun habe ich folgende Möglichkeit:

Ich stelle bestimmte Artikel eines Antik Händlers mit Ladenlokal, unter meinem Namen und Rechnung bei eBay ein. (Kommisionsverkauf) Diese werden also nicht von mir vorher abgekauft, sondern sind weiterhin im Besitz des Antik Händlers. Bei Verkauf der Ware, würde ich eBay Kosten und eventuell anfallende Versandkosten vom Verkaufspreis abziehen, der Gewinn würde dann durch 2 geteilt.

Für mich stellt sich jetzt die Frage, wie ich den Vorgang FA konform als "Kleinunternehmer" belege ?

Eine einfache Barquittung, bei welcher der entsprechende Antikhändler bzw. u.U. eine Privatperson den Erhalt des Anteils druch eine Unterschrift bestätigt. Reicht da wohl nicht oder ? Meine

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