Was ist der Unterschied zwischen der Ist- und Sollversteuerung?

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1 Antwort

Wer Umsatzsteuer zahlt (Regelbesteuerer, kein Kleinunternehmer), der kann entweder Ist- oder Sollbesteuerer sein.

Der Istbesteuerer muss die Umsatzsteuer für Beträge abführen, die er tatsächlich vereinnahmt hat, also die in der Kasse, oder auf dem Bankkonto eingegangen sind.

Der Sollbesteuerer muss die Umsatzsteuer abführen, für die Beträge, für die er im Voranmeldungszeitraum Rechnungen geschrieben hat. Also auch für Beträge, die er noch nicht eingenommen hat.

Die Grenze ist 500.000,- Jahresumsatz, ab dann ist man zur Sollbesteuerung verpflichtet.

Das gilt nicht für Freiberufler.

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Kommentar von EnnoWarMal
11.11.2015, 15:36

Fast richtig.

Der Sollversteuerer führt Umsatzsteuer ab für die im Voranmeldungszeitraum ausgeführten Umsätze - ob er nun Rechnungen geschrieben hat oder nicht.

Diesen Unterschied hat der Gesetzgeber bewusst gemacht, denn gäbe es ihn nicht, so ließe sich durch verzögertes Rechnungschreiben die Sollbesteuerung leicht aushebeln.

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