Was ist der Unterschied zwischen aktiv und passiv verwalteten Fonds?

2 Antworten

Passiv bedeutet sich hängen direkt an einem der Indizes (z. b. DAx) und geben auch genau dessen verlauf wieder.

Aktive bedeutet, da sitzen leute die sich Gedanken machen mit welchen Investements man gute, oder weniger gute chancen hat und kaufen und verkaufen dann so.

Die Leute, die dort aktiv den Aktienfonds verwalten, indem sie das Fondsvermögen hier oder da investieren und umschichten, kosten Geld und können sich irren, Gespür oder Glück haben. Deshalb haben die aktiven Fonds durchweg eine erheblich höhere Kostenquote (TER - Total Expense Ratio) als passive Fonds (ca. 2 % p.a. gegenüber 0,3 % p.a.).

Beide Fondsverwaltungsarten greifen schon auf interessante Differenzierungsmöglichkeiten zurück: z.B. Branchen-, Länder-, Regionen- und Dividendenorientierung.

Die Frage, ob sie ihr Geld wert sind und sich die Mehrkosten der aktiven Fonds lohnen, wird bei Aktienfonds dahingehend beantwortet, dass dies bei Fonds mit Investments in "entwickelte" Kapitalmärkte (z.B. USA, D, UK, Japan) langfristig verneint werden kann und bei Investments in "weniger entwickelte" mit "vielleicht" bis "ja" beantwortet werden kann.

Neben Aktienfonds gibt es natürlich auch Rentenfonds, die auch aktiv oder passiv gemanagt werden können. Auch hier sind der hohe Kostenunterschied und der hohe Differenzierungsgrad festzustellen.

Erfreulich ist in allen Fällen die erhöhte Risikostreuung, die allerdings durch schwerpunktbildende Risikoaktien im Vergleichsindex konterkariert wird.

Mit Fondsselektionsprogrammen lassen sich Fonds und ETFs nach unterschiedlichen Auswahlkriterien schnell heraussuchen, z.B. bei der Comdirect Bank unter http://isht.comdirect.de/html/fnd/selector/main.html.

Nur: der Erfolg in der Vergangenheit garantiert in beiden Fällen nicht den zukünftigen Erfolg!

Und man sollte sich schlau machen über seine Fonds, deren Verpackung und dem tatsächlichen Inhalt.

Was möchtest Du wissen?