Was ist das Problem bei der Kombination Bausparvertrag und Vorausdarlehen?

1 Antwort

Vorausdarlehn bedeutet, dass Du das für eine Zuteilung erforderliche Mindest-Bausparguthaben von ca. 40 % fremdfinanzierst. Ziel des Vorausdarlehns ist, mit der Mindesteinzahlung des BSV eher an die Zuteilung zu kommen, als bei einer regelmäßigen Besparung. Bei Zuteilung, dieser Zeitpunkt kann nicht planungsgenau, sondern nur unverbindlich geschätzt werden, wird das vona Anfang an niedrigst verzinsliche, abgeltungssteuerbelastete Bausparguthaben und der Bausparkredit für die Hausfinanzierung verwendet. Dieser Bausparkredit hat einen "niedrigen" (= der von Dir genannte "gute Zinssatz") Kreditzins von ca. 5 % p.a. und eine anfängliche Tilgung von ca. 7 % p.a., also eine monatliche Belastung von ca. 1 % des Bausparkredites. Dies ist eine sehr hohe Belastung des verfügbaren Haushaltseinkommens.

Hinzu kommt eine weitere Belastung aus einer erstrangigen Ergänzungsfinanzierung, einer normalen Baufinanzierung, um den Kaufpreis des Hauses darzustellen. Diese hat die dann zeitgemäß üblichen Kreditkonditionen, z.B. Zinsen von 6, 7 oder 9 % p.a. (also voraussichtlich höher als der BSK-Kreditzins, aber zumindest bei BSV-Abschluß nicht festliegend) und eine Tilgung von 1 % p.a. Im Normalfall ist dies die Hauptfinanzierungskomponente und der BSK die Zusatzfinanzierung.

Ach ja, da war noch das Vorausdarlehn:

Für diesen Kredit (ohne Sicherheiten?) ist auch ein Kapitaldienst (Zinsen und Tilgung) zu leisten, optimalerweise nur in der Phase bis zur BSK-Zuteilung. Sollte es länger dauern, würde das Haushaltsbudget zusätzlich zur normalen eingangs geschilderten Finanzierung belastet.

Ich muß das Bauspardarlehen von Wüstenrot nicht nehmen, besser jetzt günstigen Zinssatz reservieren?

Ich bin ja nicht verpflichtet das Bauspardarlehen von Wüstenrot zu nehmen, ich könnte auch den Zinsbonus (orientiert sich an der Höhe der Umlaufrendite) nehmen und mir jetzt - da die Bauzinsen so niedrig sind - einen günstigen Zinssatz reservieren lassen. Der normale Zinssatz bei dem Bausparer wäre 3,95 %, die Sondervariante 2,50 % (siehe vorige Frage, das kapiere ich nicht so recht). Momentan soll es ja für 2 % Baukredite geben, da hätte ich dann fast 2 % eingespart, kann die in die Tilgung stecken (oder einfach niedrige Raten zahlen) und auf das bis 2016 angesparte Kapitel (muß bis 03/16 ansparen, Beginn war 03/2006, Bausparsumme 68.000 Euro) bekäme ich noch diesen Zinsbonus, das klingt doch eigentlich gut. Oder was meint Ihr? Könnte ich JETZT schon - also 2 1/2 Jahre vorher - den Kredit reservieren lassen? Und was kostet das, rentiert sich das Ganze dann noch? Was ratet Ihr mir? Ich hätte große Lust das Darlehen nicht von der Wüstenrot Bausparkasse zu nehmen, weil die mich verärgert haben, die lassen mich aus Vorausdarlehen nimmer raus und ich zahle Monat für Monat Zinsen für das Darlehen und spare nebenbei den Bausparvertrag an und zahle so - jetzt check ich das langsam erst - viel zu lange ab, wäre schneller wenn ich mtl. tilgen würde und dann immer weniger Zinsen anfallen und die Tilgung langsam steigt. Daher wäre mir ganz recht, das Darlehen dann bei einer anderen Bank zu bekommen.

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ein Vorausdarlehen erhöhen ?

Hallo zusammen,

die Frage bezieht sich auf ein bestehendes Vorausdarlehen das bei einer Bausparkasse abgeschlossen wurde. Ist es möglich einen solchen Vertrag zu erhöhen wenn dieser noch nicht zugeteilt wurde und die Zinsbindungsfrist erst Mitte 2015 endet ?

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Wieso hat Japan ein Problem mit seinem Binnenmarkt?

Ich habe kürzlich gelesen, dass Japan große Probleme mit der Binnennachfrage habe und deshalb durch sinkende Exporte große Schwierigkeiten habe. Wieso ist das denn so? Ich dachte dass die Japaner einer der zahlungskräftigsten Völker der Erde seien, die zudem als sehr konsumfreudig gelten?!

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Vorausdarlehen (BauDarlehen): wie am besten tilgen?

Sehr geehrte Finanzfrage-Community,

ich habe vor 5 Jahren ein Vorausdarlehen ('BauDarlehen') bei der BHW aufgenommen, kombiniert mit einem Bausparvertrag.

Ich habe nun gerade das Glück, etwa 5.000 Euro zur Verfügung zu haben und ich bin am überlegen, diese Summe zur Entschuldung zu benutzen.

Die BauDarlehenssumme beträgt 54.000 Euro (es waren mal 56.000, ich hatte vor 2,5 Jahren einmal 2k Sondertilgung geleistet) – der Zinssatz beträgt 4,73%, also bezahle ich monatlich 212,85 Euro Zinsen (54.000 * 0,0473 / 12)

Da ich mich momentan in der ersten Sparphase befinde bezahle ich für das Vorausdarlehen nur Zinsen (also ohne dass getilgt wird). Außerdem bezahle ich 62,90 Euro monatlich auf das Bausparkonto, momentan sind da nun etwa 3.300 Euro drauf (bei 1% Verzinsung).

Laut Vertrag darf ich in den ersten 10 Jahren Sondertilgungen leisten in der Größenordnung 1.500-2.900 Euro. Ist das sinnvoll, oder sollte ich lieber das Geld auf das Bausparkonto überweisen, damit die Bausparsumme schneller zuteilungsreif ist? (Darf ich das überhaupt?)

Ich bin dankbar für jede Antwort. :-)

MfG,
katapai

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