Was ist bei Fonds aussagekräftiger? Rendite oder Wertzuwachs?

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3 Antworten

Die Rendite ist die hypothetische Verzinsung pro Jahr für die Anlage über die Anlagedauer.

Der Wertzuwachs ist der gemittelte Zuwachs des Betrags pro Anlagejahr und bezieht auch Zins und Zinseszins mit ein. Bei ausschüttenden Fonds wird als Wertzuwachs auch manchmal der Kursgewinn verstanden, während die Rendite sich auf Ausschüttungen und Kursgewinne bezieht.

Normalerweise verwendet man den Wertzuwachs auf Intervalle bis zu einem Jahr und die berechnete Rendite auf Intervalle ab einem Jahr. Letztendlich solltest Du nur darauf achten, daß nicht Renditen mit Wertzuwachsbeträgen verglichen werden.

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Die Rendite als jährliches Anlageergebnis ist viel aussagekräftiger.

Der Wertzuwachs, als kumuliertes Anlageergebnis über einen längeren Zeitraum hinweg ergibt meist eine viel höhere Zahl. Diese ist irreführend, weil erstens der Ertrag mehrerer Jahre zusammengefasst und immer auf den Anfangsbetrag bezogen wird und weil er zweitens den Zinseszins mit einschließt, der sich umso stärker auswirkt, je länger der Zeitraum ist.

Beispiel: Über 50 Jahre ergibt eine Anlage mit einer lumpigen Rendite von 1% einen Wertzuwachs von 64,5% und eine Rendite von 5% einen Wertzuwachs von 1.046% .

Dass die Infaltionsrate in diesem Zeitraum sehr viel höher sein kann erschließt sich dem Anleger beim Wertzuwachs auf dem ersten Blick nicht. Bei der Rendite erkennt er es sofort.

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