Was ist bei einer Löschung einer Grundschuld zu beachten?

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3 Antworten

sobald das Darlehen getilgt ist, vom Darlehensgeber die Löschungsbewilligung zur Weitergabe an den Notar anfordern. Es handelt sich dabei um eine Urkunde des Kreditgebers -mit Kosten verbunden-, mit der der Notar die Grundbucheintragung beim Grundbuchamt löschen bzw. als erledigt erklären kann.... Früher wurden die Eintragungen im Grundbuch nicht gelöscht, weil man die Rechte bei erneutem Darlehen benutzen konnte. Nachdem jedoch Darlehensgeber über die Jahre nicht mehr existent oder durch andere übernommen sein können, sollte man die Löschung der Rechte zeitnah zur Tilgung auch durchführen lassen. Für einen Verkauf oder sonstige Übertragung muss das Objekt "lastenfrei" sein. Schlecht, wenn man dann hinter den Löschungsunterlagen hinterherlaufen muss.....

Zur Löschung des Grundpfandrechtes ist entweder eine Löschungsfähige Quittung oder aber eine Löschungsbewilligung erforderlich, die sich aber in ihrer Wirkung unterscheiden.

Die Löschungsbewilligung ist eine Urkunde, mit der der Gläubiger die Löschung einer Hypothek oder Grundschuld im Grundbuch bewilligt. Mit dieser Löschungsbewilligung kann der Eigentümer diese Hypothek oder Grundschuld ausschließlich nur löschen lassen, jedoch besteht nicht die Möglichkeit diese auf sich umschreiben zu lassen.

Im Vergleich dazu steht die Löschungsfähige Quittung. Dabei handelt es sich ebenfalls um eine Urkunde, mit welcher der Gläubiger bescheinigt, dass er wegen seiner Ansprüche aus einer Grundschuld oder wegen einer durch eine hypothekarisch gesicherten Forderung befriedigt ist. Mit der löschungsfähigen Quittung hat der Eigentümer die Möglichkeit, die Hypothek oder Grundschuld aus dem Grundbuch löschen zu lassen oder auf sich umschreiben zu lassen.

Die erledigte Eintragung wird jedoch nicht aus dem Grundbuch entfernt, sondern rot unterstrichen oder durchgestrichen. Unter der Spalte „Löschungen“ wird anschließend ein spezieller Löschungsvermerk im Grundbuch eingetragen. Damit soll auch später noch erkennbar sein, wann sich welche Eintragungen im Grundbuch erledigt haben.

Voraussetzung ist in der Tat die Tilgung des Darlehens bzw. genauer gesagt Wegfall des Sicherungsbedürfnisses. Wenn das Kreditinstitut diese Löschungsbewilligung nicht von sich aus erteilt (was die Regel ist), dann muss dies schriftlich beantragt werden (i.d.R. reicht es nicht, beim Sachbearbeiter anzurufen). Die Bank berechnet eigene Gebühren (meist so um die 50-100 EUR) + Beglaubigungsgebühren des Notars. Reicht man die Löschungsbewilligung dann bei Notar zwecks Vorlage beim Grundbuchamt ein, fallen noch einmal Notargebühren und schließlich Gebühren des Grundbuchamtes an.

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