Was haltet ihr von diesen Fondssparplänen?

8 Antworten

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Sortieren wir die Fonds doch mal ein:

  • Templeton Global Bond (100% Anleihen global): Du hast die Mdis USD Variante gewählt. Wenn Du einen längeren Zeitraum ansparen willst, dann kannst Du auch eine acc EUR oder acc USD Anteilsklasse nehmen, denn auf die Ausschüttungen kommt es Dir nicht an.

  • Kapital Plus (80% Anleihen Europa, 20% Aktien Europa): yep, das ist einer von den Guten und er zeigt sich auch in der Finanzkrise robust,.

  • DWS Top Dividende (15% Aktien Europa, 85% Aktien global): einer der wenigen global Fonds, die konsistent gute Ergebnisse liefern.

  • BGF Global Allocation (40% Renten/Geldmarkt global, 10% Aktien Europa, 50% Aktien global): eine gute Wahl, aber ich würde LU0171283459 nehmen, d.h. die EUR thesaurierende Variante.

  • Allianz Pimco Euro Bond TR (100% Renten Europa): solide, aber schon recht groß. Ob dieser gegen Zinserhöhungen gewappnet ist, wird sich zeigen müssen.

Wenn diese nun gleichgewichtet bespart werden, so hast Du im Resultat ein Portfolio mit ca. 28% Anleihen/Geldmarkt global, 36% Anleihen Europa, 27% Aktien global, 9% Aktien Europa. Mind. 55% sind mit Fremdwährungsrisiken behaftet. In Summe wären es 64% Anleihen und 36% Aktien.

Kommentare:

  • Der Anleihenanteil wäre mir hier zu hoch. In einer historischen Niedrigzinsphase kann man angesichts der Pläne von Ben Bernanke natürlich auf niedere Zinsen bis 2015 oder so hoffen, aber auf 5-10 Jahre dürfte es Zinserhöhungen geben.

  • Emerging Markets Bonds sind durch den Templeton-Fonds abgedeckt. Emerging Markets Aktien fehlen mir in diesem Portfolio.

  • Anstelle des Templeton Global Bond alleine würde ich den Templeton Global Total Return mit besparen.

  • Aus der Allianz Pimco Position könnte man 50 EUR in einen Emerging Markets Fonds stecken.

  • Als solide Sachwertbasis kannst Du aus der Rate für den BGF Global Allocation auch z.B. 50 EUR in einen globalen REITs-Fonds stecken.

Soviel zu möglichen Ideen. Natürlich kann man Deine eigentliche Intention hinter dieser Zusammenstellung nur erahnen... wüßte man sie, könnte man konkreter prüfen, ob das zu Deinen Anlagezielen überhaupt passt.

Mit anderen Worten: auf 5 Jahre ist jede Fondsanlage etwas riskant, wenn man von einer gewissen Sicherheit ausgehen will, aber auf 10 Jahre halte ich diese Zusammenstellung für geeiget, die Inflation nach Steuern zu schlagen.

PS: Jetzt ist mir ein Punkt noch untergegangen. Das Fremdwährungsrisiko. Sollte der EUR gegen den USD und andere Währungen aufwerten, dann werden einige Teile Deines Portfolios abwerten, da sie in USD notieren - insbesondere Geldwerte. In Deiner Lage würde ich also einen stärkeren Schwerpunkt auf EUR-Land legen, um das Währungsrisiko zu mindern.

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Für deine Vorgaben wären mir der Global Bond und der DWS Top Dividende zu riskant. In der Vergangenheit haben solche Long-only-fonds bei einem Sparplan auf fünf Jahre zu oft die vielleicht auch nur mäßige Rendite der anderen ins Minus gezogen. Wenn du die beiden durch den FvS Multiple Opportunities, Acatis Gané oder Carmignac Patrimoine ersetzt, sieht das Portfolio zwar langweiliger aus. Du hast dann aber das wesentlich mehr deinen Vorgaben entsprechende Portfolio.

Auch über noch eine Risikostufe darunte, also M&G Optimal Income oder einen der vielen in der Richtung kannst du nachdenken. Die kommenden fünf Jahre können auch die Jahre eines Katzenbuckels sein und dann ist die Auswahl zu riskant.

Okay, wenn das so ist, würde ich in Fonds gehen, deren Anlagestrategie nach dem Value Investing verfolgt. Die Methode die Warren Buffett zum 3 reichsten Mensch der Welt gemacht hat. Da kann ich dir den Fonds von meinem Chef vorschlagen (Prof.Dr. Max Otte) PI Global Value Fund, kann man über cortal consors besparen (AA nur 2%) Außerdem schau dir mal vom MW Warburg 1-2 Fonds an. Ich meine in Anleihen würde ich echt nicht soviel investieren. Wieso kaufst dir nicht direkt Aktien die ne Dividendenrendite von 4-5 % haben und groß sind. Da zahlst nicht an den Geier von Fondsmanager , der im Durchschnitt sowieso schlechter abschneidet als der Vergleichsindex. Ich meine, die Aussage 3-4 % zu erwirtschaften vor Steuern ist aktive Geldvernichtung. Dann noch dem Finanzamt Geld in den Rachen zu schieben muss ja auch nicht unbedingt sein.

Die Märkte sind schon gut gelaufen und auf 5 Jahre, weiß ich nicht. Inflation wird steigen, da Geldschwemme überall ist. Wenn du 3-4 % nur erwirtschaften willst, ist auf 5 jahre mt Fonds glaube ich die absolut falsche Lösung, da Krisenabstände auch immer kürzer werden.

Glaub das ne Milchmädchenrechnung ob du auf 5 Jahre nach Abzug der Kosten für den Fonds, überhaupt deine eingezahlten Beträge erhälst, wage ich zu bezweifeln. Der Zeitraum ist einfach zu kurz.

Ich habe das in meiner Dipl. arbeit damals untersucht, von daher, kann ich dir gern als Infomaterial mal zukommen lassen.

Ist nur meine Meiung, an der Börse muss man antizyklisch handeln und jetzt in Sparpläne rein....

Professionell ist das nicht, was Sie da machen.

Danke für deine Antwort Flojo,

3-4% vor Steuern ist noch keine Geldvernichtung wenn man im Vergleich dazu auf Tagesgeld usw. nur rund 2% bekommt und neue Versicherungen kommen auch kaum in Frage da dort die Kosten die geringen Überschüsse fressen.

Es ist wirklich mein Ernst dass mir die Inflation ( + Steuern ) reicht. Ich suche nicht nach zweistelligen Erträgen. Ich wäre super glücklich wenn ich im Schnitt meine 3% habe und gut.

Mit einem Ansteigen der Inflation rechne ich übrigens nicht. Ich gehe davon aus das wir die nächsten Jahre eine geringe Inflation erleben werden und dazu das bekannt niedrige Zinsniveau.

Und warum auch nicht jetzt in Sparpläne ... Ich bin dort doch nicht gebunden und kann mir sowohl noch Aktien dazu kaufen als auch jeden der Fonds verkaufen, tauschen oder nachkaufen.

Ich habe doch schon ein reines Fonds Depot welches nicht schlecht läuft und in diesem Jahr mit gut 12% gelaufen ist.

Aber wirklich spannend wie unterschiedlich die Meinungen sind. Ich mach das nun einfach so wie ich mir selber das denke und höre mal auf mein Bauchgefühl. Kann ja gerne in einem Jahr mal schreiben wie es gelaufen ist.

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Versicherung oder ETF / Fonds wie ist das mit der Steuer?

Schönen guten Tag liebe Community,

ich bin gerade am überlegen meine Wunschpolice Strategie No. 1 der Aachen Münchener zu kündigen. Zum Vertrag: Montalicher Beitrag: 26,50 EUR, freiwillige Dynamik: 6 % (schon einmal in Anspruch genommen sonst mtl. 25,- EUR). Beginn: 01.10.2010 Ablauf: 30.09.2058. Garantierte Abfindung: 14.400,- EUR Fonds: DWS Funds Invest ZukunftsStrategie Ich zahle also 47 Jahre lang ca 26,50 EUR = 14.646,- EUR und bekomme garantiert 14.400,- EUR wieder und zahle dann noch Steuern, super.

Meine Gedanken: Ich kündige den Vertrag, nehme ein 50 %iges Verlustgeschäft frühzeitig in Kauf (Rückkaufwert) und Kaufe mir dann sparplanmäßig einen DAX ETF oder Fonds an der Börse (Cortal Consors) und bin dann nicht an Richtlinien und Vorgaben einer Versicherung gebunden und habe wahrscheinlich sogar noch geringere Gebühren.

Meine Sorgen: Mein DVAG Mann hat mir beteuert, ich würde langfristig bei der Wunschpolice sparen, weil ich nur am Auszahlungstag Abgeltungssteuer auf 50% der Rendite zahlen müsse und beim Kauf an der Börse müsse ich jedes Jahr 50 % der Rendite versteuern. Somit würde der Zinseszins Effekt verstärkt (langfristig).

Meine Lösung: Ich nehme meinen Freibetrag in Anspruch über z.B. 100,- investiere in meinen ETF bis ich 100,- Zins habe und streiche es steuerfrei ein. Dann wiederhole ich den Prozess... Klingt aber zu einfach, um möglich zu sein.

Meine Fragen: Ist die Steuerersparnis bei der Wunschpolice so ausschlaggebend? Ist es mit einem Freibetrag möglich die Steuern dauerhaft zu umgehen? Ich finde es unangenehm von einer Versicherung an die Leine genommen zu werden und würde lieber selbst investieren, aber ist das eine gute Idee? Ich bin kein Investmentprofi... aber ich denk ich würd mir den iShares DAX WKN 593393 als Sparplan zulegen, was kommen da an Kosten (vorallem Steuern) auf mich zu? Habe ein Depot bei Cortal Consors.

Liebe Grüße

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