Was gilt zu beachten wenn Mutter neu heiratet - Erbe in Gefahr, geht um Elternhaus?

3 Antworten

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Ganz relaxt bleiben, im Falle des Todes der Mutter würde wenn es nicht durch ein Testament anders geregelt werden soll, die gesetzliche Erbfolge eintreten. Jegliches Vermögen welches von dem Paar mit in die Ehe gebracht wird fällt, nicht in den Zugewinnausgleich und kann auch nicht an Dritte übergehen ohne das Erben ersten Ranges ihren Pflichtteil nicht bekämen.

Du kannst es nicht erwarten! Leider aber bestimmt man zu seinen Lebzeiten, was mit seinem Eigentum passieren darf und was nicht. Muttern braucht Dir vom Erbe des Vaters nichts zu geben. Was Dir nur zustehen kann ist der sogenannte Pflichtteil, der sich auf die Hälfte des gesetzlichen Erbteils beläuft. Wieviel das ist, kann ich Dir so aus der Hand deswegen nicht sagen, weil es ua auf die Zahl der Kinder ankommt. Auch ist der Pflichtteil ein bloßer Geldanspruch, was bedeutet, dass Du auf das Haus gerade keinen Anspruch hast. Außerdem gibt es da eine Verjährungsfrist, welche 10 Jahre beträgt.

Was geschieht nun mit dem Haus wenn die Mutter stirbt: Da muß man jetzt zunächst mal schauen, ob die Mutter ein Testament gemacht hat und auch, ob zwischen Mutter und dem verstorbenen Ehemann ein Testament bestanden hat. Es ist oftmals so, dass Ehegatten ein sogenanntes Berliner Testament schließen. Dabei setzt man sich gegenseitig als Erbe ein und die Kinder als Erben des Letztversterbenden. Daran ist dann mit dem Tode des erstversterbenden Ehegatten nichts mehr zu ändern. Den Kindern würde dann das Haus nach dem Tode der Mutter zufallen. Ohne Testament aber -sowohl in der ersten wie der zweiten Ehe- würde eine Erbengemeinschaft zwischen zweitem Ehemann und Kindern bestehen.

Noch ein Schreibfehler ist zu korrigieren: Statt 10 muß es 3 Jahre heißen.

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Wäre es gut, wenn ich mir den eigenen Erbteil vom Anteil meines Vaters jetzt schon geben lasse-ging das überhaupt?

Ja.

Dir ist an dem Nachlass des auf deinen Vater entfallenden Vermögens 30 Jahre lang einen Erbanspruch längst zugefallen. Demnach dürfte dir (zusammen mit seinen weiteren Kindern) bereits sein hälftiger Eigentumsanteil an dem Haus zugefallen sein, auf den dein Stiefvater keinen Anspruch hätte.

Sofern er nicht ohne anderslautendes Testament zugunsten der Ehefrau verstarb, das dich von seiner Erbfolge ausschloss.

In dem Fall kannst du innerhalb vom 3 Jahren nach seinem Tod Pflichtteil gegen deine Mutter verlangen.

Das dürfte dich allerdings im Falle ihres Versterbens auf den Pflichtteil setzen.

G imager761

Erbteil eines Erben verkauft - Pflichtteil einfordern?

Hallo zusammen,

meine Großeltern haben vor vielen Jahren gemeinsam ein Testament aufgesetzt. Darin werden meiner Mutter und meiner Tante jeweils eine Immobilie zugesprochen. Das zum Zeitpunkt des Erbfalls noch vorhandene Barvermögen wird den Enkeln zugesprochen.

Die Immobilie meiner Mutter wurde an ein Gewerbe vermietet. Dies wird nun von der Stadt unterbunden. Die Immobilie kann somit nicht mehr vermietet werden und steht nun leer.

Mein Großvater möchte diese Immobilie nun an einen Investor verkaufen, der ein Bauprojekt auf dem Grundstück geplant hat. Das Geld aus dem Verkauf geht dann auf das Konto meines Großvaters und wird damit zum Erbteil der Enkel. Meine Mutter erbt nun in diesem Szenario überhaupt nichts mehr. Was passiert in diesem Falle? Bekommt sie einen Pflichtteil vom Erbe meiner Tante zugesprochen? Wie hoch fiele dieser aus? Wird sie auch am Erbe der Enkel beteiligt?

Meine Mutter und meine Tante sprechen nicht mehr miteinander. Ich wollte meinem Großvater vorschlagen, den Gang zum Notar anzutreten und das Testament ändern zu lassen, damit meine Mutter und meine Tante jeweils 50% der noch vorhandenen Immobilien zugesprochen bekommen. Lässt sich das Testament so einfach ändern, wenn es sich dabei nicht um ein Berliner Testament handelt? Ich habe das Dokument leider nicht vorliegen, aber wenn ich mich recht erinnere vermacht im Testament meine (verstorbene) Großmutter einer ihrer Töchter eine Immobilie und mein Großvater der anderen Tochter die andere Immobilie. Könnte dies zu Problemen führen?

Mein Großvater ist 90 Jahre alt und pflegebedürftig, macht es Sinn das Testament handschriftlich zu ändern, damit es ein Dokument gibt während wir auf den Termin beim Notar warten? Müssen meine Tante und meine Mutter beim Notartermin in irgendeiner Weise beteiligt sein? Ich möchte eigentlich nur den Familienfrieden wiederherstellen, soweit das in dieser Situation möglich ist.

Letzter Punkt: ich bin die eingetragene Pflegeperson meines Großvaters, meine Tante hat zu keinem Zeitpunkt die Pflege übernommen. Spielt dies in dieser Situation eine Rolle, wenn es um Pflichtteile und Verteilung geht?

Mir ist klar dass ich einen Termin bei einem Anwalt machen muss, ich möchte nur vorher schon ein wenig sondieren. Vielen Dank für die Unterstützung!

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