Was gilt bei Erwerbsmimderungsrente als Hinzuverdienst?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo baldgeschafft,

Sie schreiben:

Was gilt bei Erwerbsmimderungsrente als Hinzuverdienst?<

Antwort:

Siehe bitte unter folgendem Link des Bmas ab Seite 22:

http://www.bmas.de/DE/Service/Publikationen/a261-erwerbsminderungsrente.html

Auszug:

Welche Einkommensarten sind denn eigentlich rentenschädlich?

Einkünfte, die zur Änderung der Rentenhöhe führen, wenn sie die jeweils maßgebende Hinzuverdienstgrenze überschreiten, oder gar zum Wegfall der Rente, sind:

• Arbeitsentgelt aus abhängiger Beschäftigung,

hierunter versteht man alle laufenden oder einmaligen Einnahmen aus einer abhängigen Beschäftigung, also alle Zahlungen des Arbeitgebers, insbesondere Löhne und Gehälter, Familienzuschläge, Zulagen, Mehrarbeitsvergütungen, Urlaubsgelder, Weihnachtszuwendungen.

Als Faustregel gilt:

Alle Zahlungen des Arbeitgebers, die lohnsteuerpflichtig sind, gehören zum Arbeitsentgelt und sind daher als Hinzuverdienst zu berücksichtigen.

Das gilt auch für Arbeitsentgelte, die normalerweise von der Versicherungspflicht zur gesetzlichen Rentenversicherung nicht erfasst werden, wie z. B. beamtenrechtliche Besoldungen.

• Arbeitseinkommen aus selbstständiger Tätigkeit,

hierunter versteht man den nach den allgemeinen Gewinnermittlungsvorschriften des Einkommensteuerrechts ermittelten Gewinn.

Einkommen ist immer dann als Arbeitseinkommen zu werten, wenn es als solches nach dem Einkommensteuerrecht zu bewerten ist.

Es ist das Einkommen maßgebend, das sich nach Abzug der Betriebsausgaben ergibt.

Zu den Betriebsausgaben zählen auch die Werbungskosten, soweit sie tatsächlich in der Ausübung der selbstständigen Tätigkeit begründet sind.

• vergleichbares Einkommen,

hierzu gehören insbesondere Entschädigungen für Abgeordnete oder Bezüge aus einem öffentlich-rechtlichen Amtsverhältnis.

Wird eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung bezogen, gilt die Hinzuverdienstbeschränkung nicht nur beim Bezug von Arbeitsentgelt, Arbeitseinkommen oder vergleichbarem Einkommen, sondern auch wenn Anspruch auf bestimmte Sozialleistungen besteht:

Beim Bezug von Sozialleistungen (z. B. Arbeitslosengeld, Krankengeld) ist als Hinzuverdienst nicht die Sozialleistung selbst, sondern das monatliche Arbeitsentgelt oder Arbeitseinkommen zu berücksichtigen, nach dem sich die Sozialleistung errechnet.

Das der Berechnung der Sozialleistung zugrunde liegende Arbeitsentgelt bzw. Arbeitseinkommen ist auch dann als Hinzuverdienst zu berücksichtigen, wenn die Sozialleistung aus Gründen ruht, die nicht in dem Rentenbezug liegen (z. B. Ruhen des Arbeitslosengeldes bei Sperrzeit, Anrechnung von Einkommen).

Neben einer Rente wegen voller Erwerbsminderung werden ausschließlich die nachfolgend aufgeführten Sozialleistungen berücksichtigt:

• Verletztengeld der gesetzlichen Unfallversicherung,

• Übergangsgeld der gesetzlichen Unfallversicherung.

Und welche Einkünfte sind nun tatsächlich rentenunschädlich, mindern also nicht meine Rente?

Im Rahmen der Hinzuverdienstregelung sind folgende Einkünfte unschädlich:

• Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung,

• Betriebsrenten,

• beamtenrechtliche Pensionen,

• Einkünfte aus einer Erwerbstätigkeit vor Rentenbeginn

(z. B. Abfindungen),

• Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung, soweit sie nicht Teile des Gewinns aus selbstständiger Tätigkeit sind,

• Einkünfte aus Vermögen.

Wie viel darf zur Rente wegen Erwerbsminderung hinzuverdient werden?

Der Bezieher einer Rente wegen Erwerbsminderung darf nur in begrenztem Umfang hinzuverdienen.

Dabei werden mehrere Einkünfte zusammengerechnet.

Von der Höhe des Hinzuverdienstes ist es abhängig, ob die Rente wegen Erwerbsminderung in voller Höhe oder in anteiliger Höhe geleistet wird.

Die Höhe der jeweiligen Hinzuverdienstgrenzen ist – mit Ausnahme der Hinzuverdienstgrenze der Rente wegen voller Erwerbsminderung in voller Höhe – in Abhängigkeit von dem versicherten Entgelt in den letzten drei Kalenderjahren vor Eintritt der Erwerbsminderung grundsätzlich individuell zu ermitteln und damit für jeden Rentenbezieher unterschiedlich.

Diese Berechnung ist nicht einfach.

Deshalb sollten Sie die jeweiligen Hinzuverdienstgrenzen bei Ihrem Rentenversicherungsträger erfragen.

Zur Anschauung haben wir Ihnen einige Beispiele zusammengestellt:

Bitte unter obigem Link weiterlesen!

Wenn man eine Erwerbsminderungsrente erhält, wie sieht es aus wenn dann noch die Hinterbliebenenrente dazu kommt-gilt diese als Hinzuverdienst?<

Antwort:

Siehe hierzu bitte unter folgendem Link der DRV:

google>>deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/5Services/rententipp/mehrhzv_moeglich.html

google>>wikipedia.org/wiki/RentewegenTodes#Erwerbseinkommen

Auszug:

Vorsicht bei Witwenrente

Bitte lesen Sie unter obigem Links weiter bzw. lassen Sie sich von Ihrer Rentenanstalt entsprechend beraten.

Hierzu alle Ihre Unterlagen mitnehmen.

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

Die Witwenrente gilt nicht als Hinzuverdienst.

Wenn du mehr als 746 Euro Erwerbsminderungsrente erhältst, werden 40% von dem, was über diesem Betrag liegt , von der Witwenrente abgezogen.

Was möchtest Du wissen?