Was geschieht mit dem ab 2018 geltendem Freibetrag auf Kursgewinne von Altbeständen?

2 Antworten

Eigenartige Idee!

Man hat 100.000 € Freibetrag, Ob den aufbrauchst oder nicht und ob du den mit einem Fonds(anteil) oder mit vielen aufbrauchst, ist deine Sache.

Oder habe ich deine Frage nicht verstanden?

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Man behält also seinen Freibetrag von 100.000 EUR ungeschmälert auch dann, wenn man große Teile seiner Altbestände nach dem Jahr 2017 verkauft?

Kannst Du dazu bitte die entsprechenden §§ des Investmentsteuergesetzes oder einer Verordnung nennen? 

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@Tritur

Wie geschreiben ist deine Idee "eigenartig". Gemeint ist "absurd".

Wenn du mir schreibst, wie du auf die Idee kommst, dass man den Freibetrag mindert (gerne auch ohne §§ oder Verordnung), wenn man Teile seiner Altanteile ohne Gewinn verkauft, zeige ich dir auch gerne, wo es steht, dass es nicht so ist.

Ich vermute, du hast einen ganz anderen Denkfehler drin, der dich auf die Idee bringt. Aus dem Grund wäre es wahrscheinlich nciht schlecht, zu ergründen, was dich zu der Frage bewegt.

Deshalb ja auch meine Frage danach, ob ich diese verstanden habe.

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@Rat2010

Ich möchte die Gewissheit haben, dass, wenn ich im Jahre 2018 die Hälfte meiner Fonds-Altbestände ohne Gewinn im Vergleich zum Ultimokurs von 2017 verkaufe, nicht auch der Freibetrag von 100.000 EUR halbiert wird. Steht darüber irgendwo etwas im Gesetz oder einer Verordnung?

Schließlich sollte jeder Anleger wissen, wie er sich verhalten muss, um seinen Freibetrag möglichst vorteilhaft zu nutzen.

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@Tritur

Deine Überlegungen sind halt sehr weit weg von den Überlegungen des Fiskus.

Ich mache mal ein Beispiel. Vielleicht wird es dann klar.

Ein Anleger hat zum 01.01.2018 jeweils 100 Anteile zehn verschiedener Fonds, die er vor dem 1.1.2009 gekauft hat und die zufällig alle einen Wert von 1.000 €, in Summe also jeweils 100.000 € haben.

Nach einem Jahr veräußert er einen der Fonds komplett und erlöst 200.000 € (der Fonds hat sich also verdoppelt).

Dann hat er seinen Freibetrag aufgebraucht oder denkst du, irgenwer könnte auf die Idee kommen dass auf das zehntel seiner Anteile nur ein Zehntel des Freibetrags entfällt???

Viele Anleger werden einen Teil der vor dem 1.1.2009 gekauften Anteile bereits verkauft haben. Ab dem 1.1.2018 wird die bisherige vollständige Steuerfreiheit im Wertzuwachs durch einen Freibetrag ersetzt. Die Idee, diesen antelig auf die dann vorhandenen Anteile zu verteilen, bleibt absurd, weshalb so was sicher nicht explizit gesetzlich geregelt ist.

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@Rat2010

Ab dem 1.1.2018 wird die bisherige vollständige Steuerfreiheit im Wertzuwachs durch einen Freibetrag ersetzt.

Ich glaube in dieser unpräzisen Aussage liegt die Ursache dafür, dass wir uns nicht verstehen.

So wie ich das verstanden haben wird bisherige Steuerfreiheit auf Kursgewinne nicht ersetzt, sondern nur zum 31.12.17 beendet. Der Freibetrag kommt oben drauf, weil die Steuerfreiheit der Altbestände unbefristet versprochen worden war. 

Dazu werden zum 31.12.2017 die ursprünglichen Einstandspreise von vor 2009 auf die höheren Ultimopreise zum 31.12.2017 festgesetzt. So bleibt die Steuerfreiheit auf die bis dahin aufgelaufenen Kursgewinne bleibt erhalten, endet aber von diesem Datum an, für Kursgewinne die danach entstehen.

Der Ausgleich für den Verlust der Steuerfreiheit für künftige (inflationär aufgeblähte) Kursgewinne durch einen Freibetrag von 100.000 EUR ist bei große Altbeständen nur ein schwacher Trost.

Darüber, ob und wie sich dieser Freibetrag ändert, wenn schon im Jahr 2018 solche Altanteile ohne neuen Gewinn verkauft werden, wollte ich mich informieren.

Es könnte ja sein, dass der Freibetrag beim Verkauf der Hälfte der Altanteile um 50% reduziert wird. Oder ist es so, dass wenn man nur einen einzigen Fondsanteil behält, sich der gesamte ursprüngliche Freibetrag auf diesen einzigen Anteil bezieht?

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@Tritur

Wichtig! Der Freibetrag von 100.000 EUR wird nur einmal gewährt. Die vorherige, bis Ende 2017 geltende Steuerfreiheit auf Kursgewinne von Altbeständen sollte dagegen unbefristet gelten. 

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@Tritur

Ich bin bei dir. Der Staat hat ein Gesetz geändert, das lebenslange und vererbliche Steuerfreiheit garantiert hätte. Ich bin mir nur in dem Fall sicher, dass auch der BFH die Änderung für rechtmäßig erklärt.

Die alte Regelung der lebenslangen und vererblichen Steuerfreiheit führt unter dem Strich zu einem Ergebnis, das nur die, die davon profitieren gerecht finden. Was du gerecht findest war also ein Gesetz, das andere ungerecht finden und wenn ich bedenke, welche Millionenvermögen daraus wurden und in Zukunft werden, stehe ich (als Vermögensverwalter) trotz viel Verständnis für die Anleger aus moralischen Gründen in der Mitte.

Eine differenziertere Regelung oder genauer: ein Gesetz, nach dem Anlagen, die erst im Rentenalter erlöst werden, von der Besteuerung ausgenommen werden, wäre (denke an die, die vor dem 1.1.2018 kein Geld anlegen konnten) gerechter und die Hoffnung stirbt zuletzt, dass genau so eine Regelung irgendann kommt.

>Darüber, ob und wie sich dieser Freibetrag ändert, wenn schon im Jahr 2018 solche Altanteile ohne neuen Gewinn verkauft werden, wollte ich mich informieren.

Er ändert sich nicht.

>Es könnte ja sein, dass der Freibetrag beim Verkauf der Hälfte der

Altanteile um 50% reduziert wird.

Könnte sein, ist aber nicht.

>Oder ist es so, dass wenn man nur einen einzigen Fondsanteil behält, sich der gesamte ursprüngliche Freibetrag auf diesen einzigen Anteil bezieht?

Ja, so ist es.

https://www.bvi.de/regulierung/investmentsteuern/investmentsteuerreform/haeufig-gestellte-fragen/bestandsschutz-freibetraege-co/

Nebenbei hättest du den Link und einiges mehr dann, wenn du einen guten Anlageberater hätte, und auch dessen blog verfolgst, schon längst:

http://www.madrei.de/details/neue-steuerregeln-fuer-fonds-ab-dem-01-01-2018

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