Was erbt ein Ehegatte?

2 Antworten

Das kommt drauf an, in welcher Reihenfolge die todesfälle eintreten.

Wenn der Schwiegervater zuerst stirbt, geht das Erbe an Deine Frau und von dort dann irgendwann an die tochter.

stirbt Deine Frau zuerst, wird an die Tochter durchgereicht, weil Nacherbin (was ja wohl ganz klar testamentarisch geregelt ist. Für die Erbschaftsteuer ist e kein Nachteil, weil der hohe Freibetrag der Kinder an die enkel übergeht, wenn deren Eltern (also die Kinder des Erblassers) sterben.

Als Schwiegersohn bist Du beim Schwiegervater nicht Pflichtteilsberechtigt und gehst leer aus.

Also deinen Schwiegervater wirst du wohl tatsächlich nicht beerben, auch nicht über deine Frau, falls sie vorverstirbt. Denn sein Vermögen geht dann auf die Nacherbin über. Von dem Vermögen deiner Frau erbst du natürlich, von dem aber ausgenommen ist das von ihrem Vater vererbtes Vermögen. Das geht weiter auf die Nacherbin.

Wie können wir eine für alle Geschwisterteile gerechte Lösung des Wertausgleichs im Erbfall finden?

Folgende Situation stellt sich zur Zeit bei uns dar: Meine Frau und ich möchten das Haus der Schwiegereltern umbauen (Umbaukosten ca. 230tEuro) und dann dort einziehen. Meine Schwiegereltern bleiben im Haus auf den unteren beiden Etagen wohnen. Da mein Schwiegervater nicht möchte, dass wir Eigentümer werden und er auch gegen eine Eigentümergemeinschaft ist, hat er vorgeschlagen, dass er den Kredit bei der Bank aufnimmt und wir zur Miete dort wohnen. Leider denke ich, dass diese Lösung zu unseren Ungunsten im Erbfall ist. Meine Frau hat noch zwei Geschwister und es sind noch zwei weitere Immobilien neben dem Elternhaus, die in die Erbmasse eingehen. Im Erbfall haben wir ja bereits die Miete bezahlt, müssen dann noch die evtl. Restschuld tilgen und zahlen dann noch den durch die Umbaumaßnahme erhöhten Wert des Hauses zum Wertausgleich. Testamentarisch ist festgelegt, dass meine Frau die Immobilie erbt. Zusätzlich möchten wir aber auch verankern, dass die getätigten Umbaumaßnahmen aus der Erbmasse rausgehalten werden. Mit diesem Punkt sind aber nicht alle Geschwister einverstanden, da sie der Ansicht sind (und die Argumente kann ich nachvollziehen), dass wir ja quasi keine richtige Miete an meinen Schwiegervater zahlen (diese soll 1:1 für die Tilgung des Kredits verwendet werden), wenn dann im Erbfall die Umbaukosten wieder vom Wert des Hauses abgezogen werden. Der springende Punkt ist eigentlich, dass meine Frau und ich keine Miete zahlen wollen, wenn wir im Erbfall dann auch noch die Geschwister um den höheren Betrag durch die Wertsteigerung der Immobilie auszahlen müssen. Gibt es dazu einen Lösungsweg, wie man die Umbaukosten, die wir gerne tätigen möchten, aus der Erbmasse raushält und sich trotzdem kein Geschwisterteil benachteiligt fühlt? Dadurch, dass die Miete, die wir zahlen zu 100% in die Kredittilgung einfließt, wohnen wir praktisch mietfrei und für diese Mietfreiheit sollen die Geschwister ja im Erbfall "entschädigt" werden.

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