Was erbt die Tochter, wenn die Mutter neu verheiratet ist?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo,

machen könntest du insofern noch etwas:

das Ehepaar (Mutter+Stiefvater) könnte zu Lebzeiten beider, noch gemeinsam Einfluss auf die bestehende Verfügung (Berliner Testament) nehmen !

Bei intakten Familienverhältnissen und etwas Fein- und Taktgefühl sollte eine Einigung also auch noch derzeit möglich sein.

Hat das Ehepaar dieses Berliner Testament allerdings bewusst so und nicht anders verfügen wollen, dann wird dein Erbe (im fiktiv geschilderten Verlauf) tatsächlich auf das Pflichtteil reduziert werden.

Wenn die beiden ein Berliner Testament haben und Deine Mutter zuerst sterben sollte, ist die Sache für Dich klar, Du musst den Pflichtteil beanspruchen.

Da Du vom Stiefvater nichts erben wirst (gesetzliche Erbfolge), musst Du in dem Fall Deinen Pflichtteil beanspruchen. Du wirst dann zwar statt der Hälfte eben nur ein Viertel bekommen, aber das in Geld.

Nun weiß ich natürlich nicht, wie ihr in der Familie so zusammen haltet und ob Du Stiefgeschwister, oder Halbgeschwister hast.

Sonst könntet Ihr Euch auch zusammen setzen udn das Berliner Testament durch einen Erbvertrag ersetzen, was Deine Rechte auch für den Fall erhält, dass Deine Mutter zuerst sterben sollte.

Woher ich das weiß:
Berufserfahrung
3

DAnke, dh 50% von der Hälfte des Vermögens??

0
26
@Miffi2

Des Vermögens?! Nein, natürlich nicht. Wenn Du keine Geschwister hast sind 50% von der Hälfte des Besitzes Deiner Mutter der Pflichtteil.

0
3

Wie sollte so ein ERbvertrag aussehen? Ersetzt das Berliner Testament und gibt neue Anweisungen?

0
68
@Miffi2

Ein Erbvertrag würde in diesem Fall das Berliner Testament ersetzen und alle Beteiligt binden.

Damit würde z. b. festgelegt, dass nach einem vorzeitigen Tod Deiner Mutter zwar alles an den Stiefvater geht udn danach alles an Dich.

Damit wärst Du dann aber auch gebunden und dürftest nicht mehr den Pflichtteil fordern.

1

Du kannst gar nichts machen außer abwarten. Sollte Deine Mutter die Erstversterbende sein, dann steht Dir wegen des vorhandenen Testaments das Pflichtteil zu. Dieses mußt Du jedoch teringerecht einfordern!

31

Genau, Berliner-Testements-Falle bei neuen Ehegatten: die Kinder des Erstversterbenden gehen leer aus.

1
31
@wfwbinder

Den Pflichtteil wovon?

Das Kind des Erstversterbenden ist doch gegenüber dem Letztversterbenden nicht erbberechtigt.

0
68
@EnnoWarMal

Nein, aber gegenüber dem erstversterbenden. Wenn die Kinder sich nicht an das Berliner Testament halten, können sie ihren Pflichtteil einfordern udn werden für den Tod des Zweiversterbenden auch auf Pflichtteil gesetzt. Da die Fragerin hier aber beim Tod des Zweitversterbenden sowieso nichts zu erwarten hat, ist der einzige Rat beim Tod der Mutter ihren Pflichtteil von deren Witwer zu holen. Das Berliner Testament hebelt den Pflichtteilsanspruch nicht aus.

https://www.erbrecht-heute.de/ratgeber/berliner-testament-pflichtteil/

1
31
@wfwbinder

Ahc so ist das gemeint.

Das war für mich derart logisch, dass ich gar nicht auf den Gedanken gekommen bin, darüber nachzudenken.

0
3

dh 50% von der Hälfte des Vermögens??

0
68
@Miffi2

Wenn Deine Mutter keine weiteren Kinder hat, wäre dein gesetzliche Erbe 1/2. Pflcihtteil ist 1/2 des gesetzlichen Erbes, also richtig 1/4 vom Ganzen (Vermögen Deiner Mutter)

0
26
@Miffi2

Des Vermögens?! Nein, natürlich nicht. Wenn Du keine Geschwister hast sind 50% von der Hälfte des Besitzes Deiner Mutter der Pflichtteil.

0

Pflichtteil unterschlagen?

In einer Familie mit drei Kindern haben die Eltern ein gemeinsames Testament gemacht, sich zu Alleinerben erklärt und das Nacherbe so geregelt, dass zwei Kinder nach Ableben des Längerlebenden etwas weniger als der Pflichtteil bekommen. Der Dritte den Rest. Der länger Lebende kann das Testament aber ändern.

Vater stirbt. Nach Absprache mit dem Steuerberater der Mutter und der Mutter hat einer der beiden Minimalerben den Pflichtteil (also 1/12; sie lebten in Gütergemeinschaft) eingefordert und bekommen. Weil der Erbteil der anderen aus etwas Geld und einigen Wohnungen bestand, von deren Miete die Mutter leben wollte - in Wirklichkeit auch aus Nettigkeit - hat sie es nicht gemacht.

Acht Jahre später trifft man sich beim Notar, weil die Mutter nicht nochmals ein Pflichtteilthema haben möchte. Es wird eine Summe vereinbart und die beiden Minimalerben sollten auf ihren Pflichtteil verzichten. Weil in der Pflichtteilsvereinbarung die Wohnungen nicht enthalten sind, gibt es beim Notar eine Diskussion darüber, wie das denn sein kann. Die Mutter erklärt, dass die Wohnungen (Vaterteil der Tochter, die keinen Pflichtteil einforderte) ja erst bei Ihrem Ableben an die Tochter gehen sollen natürlich ihr zustehen! Mit dieser vor den drei Kindern und dem Notar getroffenen Aussage, die natürlich auch alle, die nicht lügen wollen bezeugen können (sicher die Erben), unterschreibt die Tochter den Pflichtteilsverzicht.

Zwei Jahre später überschreibt die Oma die Wohnungen an ein paar Enkel. Nebenbei bei dem Notar, der auch den Pflichtteilsverzicht beurkundete. Weil das Ganze noch sehr frisch ist, kann es sein, dass sie auch nur ihr Testament geändert hat. Die, die dabei waren, sagen entweder nichts (Enkel) oder wissen es nicht so genau (Oma).

Darf ein Notar mit einer Klientin insofern gemeinsame Sache machen, als dass er bei einem Pflichtteilsverzicht gut 3/4 des Erbes "vergisst", die Mutter reden lässt und nicht auf die Rechtsfolgen hinweist?

Gibt es ein Gesetz oder eine andere Handhabe, durch das die sich beim Pflichtteilsverzicht um ihren Pflichtteil betrogen fühlende Erbin gegen die Mutter, vielleicht auch den Notar vorgehen kann?

Es geht mir nicht darum, dass jeder mit seinem Erbe machen kann, was er will (irgendwie war das ja auch beim gemeinsamen Erbe vorgesehen) oder ob Pflichtteile gerecht sind. Es geht mir nur darum, ob bei einem Vertrag, der Schriftform erfordert, beim Notar gelogen und betrogen werden kann und der Betrogene keine Chance hat, sich zu wehren.

...zur Frage

Wer erbt Haus und Hausschulden bei kinderlosem Paar, Mütter leben noch

Ich bin als Eigentümerin unseres Hauses im Grundbuch eingetragen. Aktuell haben wir noch Kreditverträge für das Haus laufen. Diese hat mein Mann mit unterschrieben. Wir leben in einer Zugewinngemeinschaft. Das Haus wurde während unserer Ehe erstellt. Wir haben hohe Lebensversicherungen abgeschlossen, der Begünstigte ist der jeweils andere. Wir haben keine Kinder. Unsere Mütter leben aber noch. Wir haben ein Testament, in dem wir uns gegenseitig als Erben eingesetzt haben. (selbst verfasst - nicht beim Notar). Falls mein Mann stirbt, erbt meine Schwiegermutter dann etwas vom Haus, dessen Eigentümer ich ja eigentlich bin? Oder erbt sie die anteiligen Hausschulden mit? Hat sie Anspruch auf Anteile aus der Lebensversicherung meines Mannes? Und wenn ich sterbe, erbt dann meine Mutter das Haus, weil mein Mann gar nicht Miteigentümer ist? Da wir auf einem von meinen Eltern geschenkten Grundstück (vor der Ehe) gebaut haben, wurde ich wohl automatisch immer als Hauseigentümerin angeschrieben. Bisher hat es uns nie gestört, aber vielleicht sollten wir mal was ändern.

...zur Frage

Berliener Testament : Pflichtteil und trotzdem noch erbberechtigt?

Mein Vater hat nach der Scheidung von meiner Mutter eine andere (deutlich jüngere) Frau geheiratet. Sie ist vermögender als er. Ich bin nicht mit ihr verwand. Mein Vater möchte ein Berliener Testament aufsetzen und mich und meine Schwester als Erben darin einsetzen. Sein Ziel dabei ist, das wir nach dem Ableben Beider von Ihrem Vermögen etwas abbekommen. Wenn ich nun nach dem Tod meines Vaters meinen Pflichtteil einfordere, bin ich dann trotzdem noch berechtigt nach ihrem Ableben zu erben? Oder verfällt mein Anspruch auf weiteres Erbe durch die Anforderung des Pflichtanteils (das sich ja nur auf das Erbe meines Vaters bezieht) ?

...zur Frage

Erbschaftsteuer bei angeheirateter Nichte?

Hallo, mein (leiblicher) Onkel ist verstorben, seine Ehefrau lebt noch (dement im Heim). Beide haben keine Kinder. Sie hatten sich im Testament gegenseitig als Erben eingesetzt, und wenn der/die zweite verstirbt, soll ich erben. Soweit ich gegoogelt habe, bin ich damit Erbin 3. Ordnung mit entsprechenden Folgen für Freibetrag und Erbschaftssteuer. Oder was meint Ihr?

...zur Frage

Wer erbt von einer Singlefrau ohne Kinder, wenn sie kein Testament gemacht hat?

Erbfrage: Frau nicht verheiratet, ohne Kinder, hat kein Testament, verstirbt, wer erbt? Es lebt noch die Mutter, die 6 Geschwister (teilweise mit Kindern), Onkel und Tanten, sogar eine Stiefoma gibt es noch. Kennt sich hier jemand aus wer dann welchen Teil vom Vermögen erben würde? Gibt es auch einen Pflichtanteil der Mutter am Erbe der Tochter?

...zur Frage

Erbrecht - Mutter neu verheiratet

Meine Mutter hat neu geheiratet. Wir sind 3 Geschwister und ihr Mann hat einen Sohn. Gemeinsame Kinder - keine. Sie haben jetzt ein Testament indem sie sich gegenseitig als Erben eingesetzt haben. Das Haus gehört meiner Mutter. Er hat aber ziemlich viel zwecks Umbau etc da rein investiert. Was passiert wenn meine Mutter als erstes geht? Der mann bekommt dann alles. Hat sein Sohn dann später auch noch ein Anrecht an diesem Haus? Ich weiß, dass ihr Mann ein Haus hatte und vor 2 Wochen alles seinem Sohn überschrieben hat. Bin ziemlich ratlos. Ich möchte nicht jemanden auszahlen, der mit meinem Elternhaus eigentlich nichts zutun hat. Danke schon mal!

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?