Was bringen Betriebsraete Amazon in Deutschland?

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8 Antworten

Wenn Amazon in der Hochsaison vor Weihnachten - gut eine Million Aufträge pro Tag - Leiharbeiter beschäftigt, so ist es da in guter Gesellschaft, denn das machen alle grossen Einzelhändler, weil sie sonst der Spitzenlast gar nicht gewachsen wären.

Ein Betriebsrat, den es bei Amazon überwiegend noch gar nicht gibt, hätte damit unmittelbar gar nichts zu tun, denn der verträte ja die Interessen der "eigenen" Arbeitnehmer und könnte sich allenfalls dann mit dem Thema Leiharbeit beschäftigen, wenn er das Gefühl hätte, dass durch deren Beschäftigung feste Arbeitsplätze im Unternehmen gefährdet werden könnten..

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Wer sich ein wenig mit dem BtrVG beschäftigt, wird feststellen das die Betriebsräte sich heir durchaus in der Pflicht befinden. Ich weiß jetzt nicht, ob die Leiharbeiter über Werkverträge bei Amazon arbeiten?

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Im Onlineversand ist ein enormer Preiskampf. Der Kunde will alles so günstig wie möglich, so schnell wie möglich und das noch mit einem guten Service. Was macht man also als Firma? Man geht setzt die Priorität auf diese Dinge und kümmert sicher erst mal reicht wenig um die Folgen für die Mitarbeiter. Als Betriebsrat sollte man eigentlich auf so was aufpassen und dafür Sorgen, dass das Unternehmen gut geführt wird, aber wie gesagt, man muss auch seine Zahlen erreichen und das hat bei den meisten Unternehmen Vorrang.

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Amazon wird sicherlich etwas ändern müssen. Das Problem ist, dass nicht an allen Standorten Betriebsräte vorhanden sind. Als erste Konsequenz dieser sehr negativen Berichterstattung will Amazon wohl die Installation von Betriebsräten an allen Standorten forcieren, weigert sich aber, mit VERDI einen Tarifvertrag abzuschließen. Natürlich werden auch Leiharbeiter durch den Betriebsrat des Entleihers vertreten. Das beschränkt sich aber im Regelfall nur auf Arbeitsbedingungen, nicht auf den Arbeitsvertrag.

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Das Problem liegt nicht bei den Leiharbeitern sondern bei der Behandlung und den Umgang den amazon mit seinen Mitarbeitern da veranstaltet. Für mich ist das eine Form Moderner Sklaverei wie die sogenannten Verleihfirmen die Mitarbeiter bespitzeln, einschüchtern und bewachen. Die gezahlten Entgelte sind m.E. sittenwidrig, ich kauf da jedenfalls so schnell nichts mehr.

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Kommentar von Gaenseliesel
21.02.2013, 20:34

DH ! diese Einschätzung kann ich nur unterstreichen ! K.

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Das Hauptproblem liegt nicht bei Amazon, sondern beim Kunden. Der nämlich meint, alles umsonst kriegen zu können. Macht sich denn wirklich jemand Gedanken darüber, dass man bei A. das Buch nur deshalb ohne Versandkosten zahlen zu müssen frei an die Haustür zugestellt bekommen kann weil deshalb bei A. an allen Ecken und Enden gespart wird? Die jetzige Aufregung ist doch scheinheilig.

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Betriebsräte können hier sicherlich helfen, wenn es Missstände gibt in Firmen. Aber wenn Menschen persönlich schlecht behandelt werden, dann ist das eher eine Frage des Anstandes und der Kultur in einer Firma.

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dann dürfen wir weder bei b oder g oder l oder - oder - oder kaufen!!!!!! (die Buchstaben sind willkürlich ausgewählt)

Wer kann mir /euch denn zweifelsfrei garantieren dass es bei den o.a. Firmen anders ist? Alle wollen wir möglichst "Schnäppchen" machen ohne uns zu fragen wie diese möglich sind.

Und : Wenn der BR bei Amazon das nicht bemerkt hat (haben will) - na dann: Gute Nacht Betriebsrat

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