Was bedeutet eine Streitverkündung der Beklagten für den Kläger?

2 Antworten

Das bedeutet erstmal nur, das einem Dritten, hier wohl dem ursprünglichen Verkäufer, genannt wird, dass es diesen Prozess gibt.

Die Frage, ob die sich rausreden können, bleibt noch zu klären. Es wäre ja möglich, das der Vorbesitzer das in form einer arglistigen Täuschung verschwiegen hat.

Davon sind ggf. die Ansprüche des Autokäufers gegen das Autohaus auf Gewährleistung nciht berührt, aber der ursprünglich Verkäufer kann ein wichtiger Zeuge sein.

ausserdem könnte der ursprüngliche Verkäufer aber auch dem Prozeß beitreten (das könnte dann sparen, das es danach einen weiteren Prozeß geben muss), oder es kann nach § 68 ZPO den Rückgriffsprozeß erleichtern, wenn das Autohaus zahlen muss.

siehe auch hier:

http://www.rechtslexikon-online.de/Streitverkuendung.html

Die Streitverkündung bedeutet nur, dass das Autohaus einen Vorteil daraus zu schlagen versucht, dass, wenn es verurteilt wird, die streitverkündete Partei leichter auf Regress in Anspruch nehmen kann. Es geht nicht um ein Hinausreden. Auf die jetzige Klägerin hat die Streitverkündung wohl keinen Einfluss. Möglicherweise könnte nur der Streitverkündete schon als Zeuge genannt worden sein, so dass er jetzt ebenfalls nichts von einem Unfall wird wissen wollen.

Was möchtest Du wissen?