Warum wird in der Schule fast nichts über Geld gelehrt?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Denke auch, Börsenwissen ist für das spätere Leben (also Berufsleben) so wichtig, dass es in der Schule zumindest angesprochen werden müsste. Hatte das bei mir damals nicht gehabt und musste mir das nötige Wissen aus dem Internet, von den Banken usw. holen. Und generell: Das Fach Wirtschaft gehört in die Schule. Denke, dieses Fach ist wichtiger als Fächer wie Kunst, Musik oder Erdkunde.

Aber gut, dass du zumindest weißt, wie wichtig das Thema ist, dann wirst du selbst das Wissen aneignen. Du kannst im Internet suchen, du kannst Freunde, die sich auf diesem Gebiet auskennen, fragen, oder du kannst deine Eltern fragen, jemand wird dir da schon wertvolle Tipps geben.

Ansonsten kannst du das Handeln an der Börse üben: Viele Banken bieten ein sogenanntes Musterdepot an. Du musst dich nur registrieren. Es ist kostenlos und du kannst damit fast alle Wertpapiere handeln und die Kurse verfolgen, so wie in der realen Welt. Hat mir geholfen, nutze das Musterdepot immer noch.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Naja, Altersvorsorge wäre ein gutes Thema, aber dann erst ab der Oberstufe, wenn du kurz vorm Geld verdienen bist und Zusammenhänge verstehst. Ich denke, dass dir ein ETF Exkurs in der siebten Klasse recht herzlich wenig bringt. Außerdem, woher sollen das die Lehrer auch wissen :-) Dafür gibt es teuer bezahlte Finanz- und Vermögensberater....

Das stimmt natürlich. Aber die groben Züge. Was ist die Börse? Was sind Steuern? Und so weiter.

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Das habe ich mich auch immer gefragt, warum der Umgang mit Geld und Börse im kapitalistischen System nicht von Kleinauf vermittelt wird. Vor langer Zeit hatte ich mal eine Reportage angeschaut, in der aus Singapur berichtet wurde. Dort wird das ganz früh nahegebracht in Form von Simulations-Spielen, richtig interaktiv. Das nur vereinfacht alles wiedergegeben hier. Gibt wahrscheinlich entsprechende Komplexitätsgrade etc. ... die den Kids das richtige Gefühl im Umgang mit Geld und Investitionen geben können.

Was hierzulande den nötigen Aufwand fürs Konzept und Integration ins System betrifft. Es gibt das Sprichwort: Wer will, findet Wege - Wer nicht will, findet Gründe.

Du hast doch genügend Zeit für youtube:)

Wie sollen übrigens die Lehrpläne für das Fach "Geld" aussehen und in welchem Studiengang soll dafür von wem ausgebildet werden?

Ich glaube auch eher nicht, dass 44 Millionen inländische Erwerbstätige durch dieses Schulfach mit 30 Jahren reich werden würden. Aber ich bin auch nicht 12 Jahre alt.

Vielleicht das, was ich mir auf YouTube anschaue? Was sind ETFs, Aktien, Fonds? Wie gehe ich mit Geld um? All das und mehr. Wenigstens in den letzten Schuljahren...

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@Besserwisser365

Ja, könnte man schon machen. Ebenso Steuerrecht (für Arbeitnehmer), Arbeitnehmervertretung, "Wie gründe ich ein Unternehmen" etc. Dafür lieber etwas Mathe weglassen - ach nee, Mathe braucht man dafür auch.

Dafür müssten aber externe Lehrkräfte engagiert werden (Bezahlung?), Curricula müssten langwierig entworfen werden und Voraussetzungen für die Lehrkräfte entwickelt werden.

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Ja wenn es doch so einfach wäre und Böse was wissenschaftliches wäre, dann würde es jeder machen. Die mehrzahl der dort tätigen sind nicht reich geworden.

Aber im BWL-Studium lernt man doch vermutlich etwas über "Böse"? Zumindest über die Funktionsprinzipien.

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