Warum werden "verzinsliche" Anlagen nicht als unethisch verboten?

4 Antworten

Dann sollte man aber so einige andere Dinge auch als unethisch verbieten.

SUV's beispielsweise,die uns allen den Platz auf unseren Straßen rauben und oft nichts anderes transportieren als eine Schickimicki-Schnecke und ihr Handtäschchen.

Restaurants die für eine Flasche Mineralwasser den Preis für 2 Kästen Sprudel im Supermarkt nehmen.

Internetforen die die kostenlos erbrachte Arbeitsleistung ihrer User als Treibstoff für den persönlichen Profit ausbeuten.

Um nur einige unethische Vorgänge in der Gesellschaft zu nennen.

Allerdings, das weißt Du ja auch, sind wir ein freies Land. Wer sein Geld verbrennen will, rein physisch oder durch schlechte Anlage, darf das tun. Er tut das sehenden Auges. Was braucht dann gewarnt zu werden?

Du kannst doch nicht im Ernst unethisches Verhalten damit rechtfertigen, dass es das auch woanders gibt.

An den Ersparnissen hängt bei vielen die Altersvorsorge, das ist ja wohl was anderes als ein überteuertes Mineralwasser.

Im übrigen fahre ich gerne mit meiner Schnecke im englischen SUV durch die Gegend und freue mich, dass es mir besser geht, als denen, für deren Interessen ich versuche mich einzusetzen.

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@Tritur

War mir klar, dass mein Kommentar nicht gefällt!

Fakt ist aber nun einmal, dass gerade in Deutschland der Sparer stark am Nominalwert hängt und eine enorme Risikoaversion hat. Da haben sich die Entwicklungen des letzten Jahrhunderts tief in das kollektive Gedächtnis eingegraben. Der Wunsch Verluste auf jeden Fall zu vermeiden treibt die Sparer in Anlageformen bei denen man zwangsläufig Verluste macht.

Kann man daran etwas ändern? Durch Verbote sicher nicht. Dann würde es hier so gehen wie in der Schweiz, wo Bargeldhaltung in den letzten Jahren stark zugenommen hat.

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@Privatier59

Auch in der Schweiz kassieren die Banken Minuszinsen.

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es gibt das, was man zwischen den Ohren hat...

Anlagefehlberatung ist kompliziert... es wird verkauft, weil der Deutsche ein risikoferner Anleger ist... und kaum "Finanzbildung" hat...

ethisch - unethisch - ist hier nicht die Frage...es ist ein legales Produkt, was einer kaufen kann oder nicht...

Warnungen wird es davor nicht geben, weil es völlig legale Produkte sind...

Bei Unterschrift hast Du eine lange Liste an Unterlagen bekommen, wo alles genau drin steht...

Was sollte wohl daran "unethisch" sein, solange jeder die freie Wahl hat, wie er sein Geld anlegt?

Du solltest mal Ethik googeln.Und dann vielleicht auch noch Vertragsfreiheit. Freie Wirtschaft wäre auch noch interessant.

Wieso Vertragsfreiheit? Auch an meinem Guthaben schmarotzt eine Bank indem sie Minuszinsen, getarnt als "Verwahrgebühr", abbucht. Eine vertragliche Vereinbarung dazu hat es nie gegeben, noch nicht einmal eine vorherige Mitteilung.

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@Tritur

Ein Konto bei einer Bank ist ein Vertrag zwischen der Bank und Dir. Die AGB und ausgehängten Bedingungen sind die Vertragsbedingungen. Wenn Dir die Bedingungen nicht gefallen steht es Dir frei eine andere Bank zu wählen.

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