Warum werden bei den Versicherungen immer so viele Leute gesucht?

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Nun, da gibt es mehrere Punkte anzumerken 1. Kaum einer schätzt das Berufsfeld, Versicherungsvermittler steht auf der Beliebtheitsskala der Berufe ganz unten. 2. Mit den Anfeindungen, Vorurteilen mit denen man täglich konfrontiert ist, muss man erst einmal persönlich klar kommen, Stichwort Selbstmotivation 3. Die Erkenntnis bei Kunden, das künftig Versicherungsbelange wichtiger werden ist nicht besonders ausgeprägt 4. Ein Beschäftigungsverhältnis auf selbständiger Basis ist auch nicht jedermanns Auffassung von einer Existenz 5. Langen Atem besitzen, bis sich Vertrauen und auch ein Kundenstamm aufgebaut hat, gehört dazu 6. Wenn man den Beruf richtig und qualitativ hochwertig betreiben will bedeutete das einen nicht unerheblichen Fortbildungsaufwand, der selbst finanziert werden muss 7 Aufgrund einer sehr dynamischen Gesetzgebung muss man in den Produkten, dem Rechtsrahmen und in BWL sattelfest sein 8. Je nach Vertrag sind hohe Zielvorgaben zu erreichen, um nicht die Vertragskündigung zu riskieren 9. Investitionen in Spezialsoftware, IT, Werbung, Back Office, Fortbildung und Büro bzw. Kommunikationskosten sind recht hoch.

Die meisten scheitern an einem oder mehreren Punkten, deshalb ist die Fluktuationsrate recht hoch. Nicht zuletzt aufgrund des Demografischen Wandels vermute ich mal eine massive Bereinigung des Marktes und mittelfristig auch eine Umstellung auf Honorarberatung. Just my 2 Cents

Super Antwort.

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Als Warnung in farbigen Großlettern jedem Bewerber vorab übermitteln.

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Bei diesem Anforderungsprofil ist es erstaunlich, dass es überahupt noch Bewerbungen gibt.

Ein guter Beitrag

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ich als Versicherungsvertreter sollte eigentlich nicht ins selbe Horn blasen, aber ich hab auch schon Dinge erlebt, da kann man nur mit dem Kopf schütteln. Neue Leute anwerben ist das eine, aber von denen dann Geschäft reinbuttern, damit ein Orgaleiter grüne Zahlen hat, dann dem Neuen vorgegaukelt wird, er hat jetzt schon an seinen eigenen Verträgen mächtig verdient und in 3 MOnaten sitzt der arme Tropf im ersten Gespräch mitm Chef und hat nichts neues bringen können, weil die vertriebliche Unterstützung für Quereinsteiger und Branchenneulinge föllig gefehlt hatte. Naja, er ist letztlich der Depp, denn es wird sich da immer ganz geschickt ausgedrückt. Man kann viel Geld verdienen in diesem Geschäft, stimmt.....das hängt aber wie oben beschrieben von recht vielen Faktoren ab. Die werden einem meist nicht allzu genau erklärt. Wenn dann irgendwann diese neuen Leute aufgrund von Frust im Job, oder weil sie rausfliegen weg sind, regt sich der Orgaleiter noch über die Stornowelle auf, es wird sämtliche Schuld auf den Neuen abgewälzt, dieser hat dann noch eigene Verträge die er bedienen muss am Hacken. Ich kann verstehen, warum dieser Job in der Beliebtheitsskala ganz unten steht, hier müsste sich grundlegend etwas ändern!

...das liegt daran das viele den Status Selbstständige haben und nur ganz geringe garantien haben. Außerdem gibt es immer "Vorgaben" wieviel Umsatz an Leben etc. geschrieben werden muß, schaffst du das nicht bist du spätestens nach 6 Monaten weg. Es gibt nicht viele die das auf Dauer durchhalten!

Die Versicherungen suchen keine neuen Angestellten, sondern wollen nur die guten Kontakte und Adressen der Familienmitglieder des Bewerbers. Wieviele Kontakte haben Sie bei Facebook? Da ist eine wichtige Frage im Bewerbungsgespräch. Dafür haben die dann in der Probezeit Gelegenheit Verträge mit denen abzuschließen. Danach ist es wieder aus mit dem Job. Das kenne ich leider aus eigener Erfahrung. Laß die Finger weg!

Ich kenne zwei Trainerinnen der Allianz und der Sparkassen-Versicherung. Sie bestätigten eine Fluktation von 60-70% für die Beginner. Viele scheitern schon nach der Probezeit. Schafft man die Vorgaben nicht, wird die Zusammenarbeit in der Regel beendet. Manche Leute lassen sich blenden von den Versprechungen (viel Geld verdienen) vieler Versicherungsunternehmen und wissen nicht, auf was sie sich einlassen. Man muss für den Vertrieb leben, um auch zu bestehen. Es ist teilweise ein sehr harter Job. Selbst in meiner langen Bankzeit hätte man ca. 50% der Vertriebsmitarbeiter entlassen müssen, wegen nicht Erfüllung der Vorgaben. Bei einigen Banken ist man aber als Mitarbeiter ein wenig besser geschützt, als im Außendienst von Versicherungen.

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