Warum Unterschied zwischenGrundsicherung im Alter und Grundsicherung bei Arbeitslos

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Die Grundsicherung ist eine soziale Leistung für Menschen ab 65 Jahren und für Menschen ab 18 Jahren, die dauerhaft voll erwerbsgemindert sind. Ist die Rente also niedrig, erhält man auf Antrag eine soziale Leistung, mit der sie aufgestockt wird, so dass man genug Geld für den Lebensunterhalt hat. Wer unter 734 Euro Rente bezieht (neue Bundesländer unter 652 Euro), bekommt mit seinem Rentenbescheid einen Grundsicherungsantrag zugeschickt. So weist die Rentenversicherung auf die Möglichkeit hin, einen möglichen Anspruch prüfen zu lassen (SGB XII, 4. Kapitel „Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung) Die Grundsicherung bildet ein eigenständiges Sozialsicherungssystem und macht so unabhängig von Sozialhilfe. Und es gibt noch einen Unterschied zwischen Grundsicherung und Sozialhilfe, der bislang manchen Rentner mit Anspruch auf Sozialhilfe davon abgehalten hat, diesen auch geltend zu machen: Die erwachsenen Kinder werden bei der Grundsicherung nicht - wie bei der Sozialhilfe - zum Unterhalt verpflichtet – solange sie weniger als 100.000 Euro im Jahr verdienen. Auch darf man Beträge bis 2.600 Euro (z.B. Sparbuch) besitzen, ohne dass sie zum Vermögen zählen. Der Grundsicherungsbedarf muss also individuell ermittelt werden. Wie er errechnet wird, macht ein vereinfachtes Beispiel des Sozialverbands Deutschland (SoVD) deutlich: Eine Rentnerin erhält eine monatliche Bruttorente von 500 Euro, zahlt davon 39,50 Euro Krankenversicherungsbeitrag und 9,75 Euro Pflegeversicherungsbeitrag, die Miete beträgt 250 Euro, der monatliche Abschlag für Heizkosten 50 Euro. Ihr Grundsicherungsbedarf setzt sich also so zusammen: Regelsatz: 359 Euro + Miete: 250 Euro + Heizkosten: 50 Euro = 659 Euro. Das ist die Summe, die die Rentnerin eigentlich für ihren Lebensunterhalt braucht. Um die Höhe der Grundsicherung zu ermitteln, wird das Einkommen errechnet, das tatsächlich zur Verfügung steht, wenn folgende Beträge abgezogen werden: Kranken- und Pflegeversicherung, mögliche Steuern, Beiträge zu Haftpflicht und Sterbegeldversicherung, ein pauschaler Betrag von 30 Prozent bei Einkommen aus selbstständiger oder unselbständiger Arbeit (z.B. 400 Euro-Job).

Zum Einkommen zählen Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung, Betriebsrenten und Renten aus der Privatvorsorge, Einkommen aus einer Beschäftigung, aus Vermietung und Verpachtung, Kapitaleinkünfte. In unserem Beispiel werden der Rentnerin von ihren Einkünften (500 Euro) insgesamt 49,25 Euro für Kranken- und Pflegeversicherung abgezogen, es bleiben demnach 450,75 Euro Nettoeinkommen.

Im dritten Schritt wird vom Grundsicherungsbedarf das Nettoeinkommen abgezogen, damit man den Betrag der Grundsicherung erhält. Der wird für unsere Beispiel-Rentnerin so errechnet: Grundsicherungsbedarf: 659 Euro – Nettoeinkommen: 450,75 Euro = 208,25 Euro Grundsicherung. Diesen Betrag erhält sie nun zusätzlich jeden Monat, statt bislang 500 Euro also künftig 708,25 Euro.

Vollständigen Artikel auf Suite101.de lesen: Alles über Grundsicherung im Alter: Finanzielle Hilfe vom Staat, wenn die Rente nicht zum Leben reicht http://generation-50-plus.suite101.de/article.cfm/alles_ueber_grundsicherung_im_alter#ixzz19nYq04Tk

Frage und Antwort ist zwar schon etwas älter, bin aber auch gerade auf der Suche nach einer Antwort zum Unterschied bei Verdienst Hartz IV und Grundsicherung im Alter (Erwerbsgeminderte nehme ich bewusst raus).

Es ist ja so, dass der Selbstbehalt unterschiedlich geregelt ist, wodurch diejenigen mit Grundsicherung im Alter gegenüber den Arbeitslosen deutlich schlechtergestellt sind:

Hartz IV

Selbstbehalt Sockelbetrag 100 Eu + Werbungskosten 30 Eu + 20% von dem Verdienst darüber hinaus (bis 800 Eu)

Grundsicherung im Alter

Selbstbehalt von jedem Eurolein 30%, Gesamtselbstbehalt bis max. 50% des Regelsatzes.

Mich interessiert, WARUM DIESER UNTERSCHIED gemacht wird.

Soziale Leistungen, damit die Menschen nicht verhungern und ein Dach über dem Kopf haben, ist es beide Male. Und wenn sie arbeiten und etwas dazuverdienen, tun es beide gleichermaßen.

Im Grundgesetz heißt es doch so schön, vor dem Gesetz seien alle gleich - warum dann diese Ungleichheit?

Nur weil dies so von Politikern gewollt ist oder

nur weil es so im Gesetz steht oder

weil die einen alt sind, die anderen nicht oder nicht so sehr ...

entbehrt jeder Logik und reicht mir nicht.

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Wenn Du darauf eine nachvollziehbare Antwort weißt, dann bitte her damit.

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