Warum steigt für 2012 der Rentenanspruch kaum?

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4 Antworten

Die Anzahl der Entgeltpunkte pro Jahr sind immer das Ergebnis aus dem Verhältnis deines rentenversicherungspflichtigen Einkommens zum durchschnittlichen Bruttoeinkommen aller Versicherten.

Es kann ja sein, dass dein Gehalt/Lohn anders ansteigt als die allgemeine Entwicklung der Löhne und Gehälter aller Versicherten. Steigst du stärker als der Schnitt gibts mehr EP, ansonsten weniger.

Dazu kommen die Änderungen am aktuellen Rentenwert.

Diese hängen von der Rentenanpassungsformel ab. Dort drin gibt es so schöne Bestandteile wie den Riester-Faktor (zur Finanzierung der Riesterzulagen), den demographischen Faktor (Verhältnis Rentner zur Beitragszahler) und den Ausgleichsfaktor (dieser kommt zum tragen, wenn in einem Jahr die Rente hätte gesenkt werden müssen. Dies ist aber gesetzlich nicht erlaubt drum wird dies von Rentensteigerung in anderen Jahren abgezogen).

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Kommentar von betroffen
25.09.2013, 19:04

Danke Kevin.

Zu Absatz 1 u. 2: Meine Beiträge sind im Durchschnitt der letzten 5 Jahre, pro Jahr um 3% gestiegen. Dann müsste ich wohl eher mehr als weniger Steigerung haben.

Zu Absatz 3 u. 4: Wenn Rentenwert und Rentenanpassungsformel der Grund sind, dann müsste es ja bei allen Versicherten so sein wie bei mir. / Deshalb meine Frage in der Frage: "Bei wem ist ähnliches geschehen?"

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Die spätere Rente berechnet sich aus den Rentenpunken (Dein Einkommen im Verhältnis zum Durchschnittseinkommen) und dem Rentenwert pro Punkt. Deine spätere Rente kann also nur steigen, wenn Deine Rentepunkte steigen, weil Du einzahlst und Geld verdienst. Die steigen mehr an, wenn sich das Verhältnis Deines Gehalts zum Durchschnittsgehalt ändert. Oder sie steigt an, wenn der Rentenwert angehoben wird, z.B: bei einer Rentenerhöhung.

Die Renteninfo zu verstehen, ist eine gute Grundlage, sollte aber bei 43% langfristigem Rentenniveau nicht unbedingt das Thema sein. Ich selbst rechne in meiner Vorsorge in 30 Jahren nur noch mit einem Grundsicherungssatz, um den Rest kümmere ich mich selbst. DA stecke ich gern Zeit und Energie rein ;-)

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Hallo betroffen, die Rente berechnet sich durch Addition der Rentenpunkte, die man von Beginn an bis zur Ende des Arbeitslebens sammelt, diese werden mit dem aktuellen Rentenwert multipliziert und mit dem Rentenartfaktor multipliziert. Wenn man vor dem geltenden Lebensalter in Rente geht, werden noch Kürzungen eingerechnet. Die Rentenpunkte errechnen sich so: Dein tatsächliches Bruttolohn eines Jahres wird durch den Durchschnittslohn des deutschen Versicherten geteilt, wenn eine Zahl über 1 rauskommt, verdienst Du über dem Durchschnitt und zahlst natürlich auch Rentenbeiträge über dem Durchschnitt. Kommt weniger als 1 raus, verdienst Du unterdurchschnittlich und zahlst auch weniger Rentenbeiträge ein - als der Durchschnitt. Und je nachdem wie sehr das eigene Gehalt im Vergleich zum deutschen Durchschnitt steigt oder auch abfällt, so steigt Dein Rentenanspruch oder eben nicht. Es kann also sein, daß Deine Gehälter in den Jahren 2008 - 2011 mehr gestiegen sind wie die Durchschnittsgehälter und im Jahr 2012 war dies wohl anders.

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Kommentar von betroffen
30.09.2013, 14:01

Hallo Rentenfrau

Meine Beiträge waren in 2012 2,5% höher als im Durchschnitt der Jahre 2008-2011.

(Meine Lebensbeiträge sind durch die Beiträge 2012 um 5,8% gestiegen.)

Die Rentenpunkte für 2012 sind 1,59. Der Durchschnitt für 2008-2011 war 1,70.

In den Jahren 2008-2011 ist meine zu erwartende Regelaltersrente im Durchschnitt um 2,5% gestiegen. Im Jahr 2012 nur um 0,19% - Das ist der Punkt!

Was bleibt da als Erklärung? Dass der Rentenwert stark eingebrochen ist?!

Wäre nett, wenn du dich nochmal dazu aüßern könntest...

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vergleichst Du Deinen jetzigen Rentenapruch oder die Hochrechnung?

Falls sich nur die Hochrechnung kaum verändert hat wäre die Erklärung leicht: Es wird für diese Hochrechnung angenommen, Du verdienst soviel wie im durchschnitt der leztzen 5 Jahre. Hast Du vorher ein niedriges Einkommen als jetzt gehabt ist dieses Durchschnitteinkommen die letzten Jahre immer deutlich gestiegen und damit auch die Hochrechnung. Nun sind die 5 Jahre "voll" und es ergibt sich kaum noch eine Änderung/Steigerung dieser Hochrechnung.

Deine Rentepunkte müssen sich trotzdem jedes Jahr erhöht haben und damit auch Dein Rentenanspruch den Du sicher hast - nur die Hochrechnung bleibt "stehen".

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Kommentar von betroffen
25.09.2013, 18:53

Ich meine die Hochrechnung, steht in der Klammer!

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