Warum sind Edelmetalle wie Gold und Silber wertstabil?

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Edelmetalle zählen zu den wertstabilen und krisensicheren Geldanlagen. Weltweit begrenzte Edelmetallvorkommen und eine steigende Nachfrage des produzierenden Gewerbes halten die Nachfrage nach Edelmetallen hoch. Der emotionale Wert von Edelmetallen für die Schmuckindustrie ist ungebrochen und wird es wahrscheinlich für immer bleiben. Da die verfügbare Menge an Edelmetallen nicht wie bei Geldwährungen durch das Drucken neuer Geldnoten von Zentralbanken aus politischen Gründen erhöht werden kann, gibt der Preis für Edelmetalle die Marktsituation präziser wieder. Das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage kann zwar teilweise deutliche Schwankungen verursachen, mittel- und langfristig sorgt die Begrenztheit aber für eine hohe Wertstabilität.

edelmetalle sind eine Geldanlage, weil sie selten und begehrt sind. Auch als Industrierohstoff sehr wichtig.

Weertstabilität ist aber zum Teil sehr langfristig zu sehen.

Wer z.B. 1980 Gold gekauft hat, der mußte viele Jahre warten um wieder beim gleichen Wert zu sein.

Deshalb sollte man nie sein ganzes Vermögen so anlegen und auch nur Geld, was man nicht plötzlich mal braucht um eine Reparatur, oder etwas anderes zu zahlen.

Gold ist nicht wertstabil weil es begrenzt ist. Erdöl ist auch begrenzt, dennoch kann der Wert ganz enorm schwanken. Gold (das gleiche gilt für Silber) ist Geld im ursprünglichen Sinn. Es hat sich schon vor Jahrtausenden in verschiedenen Kulturen unabhängig voneinander als Zahlungsmittel durchgesetzt. So lange Gold Zahlungsmittel ist, ist sein Wert - bzw. seine Kaufkraft - langfristig sehr stabil. Da gibt es das klassische Beispiel, dass man im römischen Reich für eine Unze Gold eine schöne Toga bekam, ebenso wie heute einen guten Anzug. Kurzfristig gibt es natürlich immer Schwankungen - nicht zuletzt deshalb, weil Gold heute viel seines Geldcharakters eingebüßt hat, und auch Spekulationsobjekt ist. Das sich Menschen in Krisenzeiten jedoch immer noch Gold zulegen, zeigt, dass ihm die Funktion der Wertaufbewahrung (eine der wesentlichsten Funktionen von Geld) durchaus noch zugestanden wird.

Zu dem Beispiel des fallenden Goldpreises nach 1980: Das ist mit der heutigen Situation überhaupt nicht vergleichbar. Erstens war der Goldpreis damals inflationsbereinigt um ein vielfaches (!) höher als heute. Zweitens wurden damals die Zinsen von den Zentralbanken massiv angehoben - damit wurde Geld sehr teuer und Gold (in Geld gemessen) entsprechend billig. Eine solche Anhebung würde aufgrund der heute viel höheren Verschuldung jetzt aber zum sofortigen Zusammenbruch der Wirtschaft führen und ist deshalb kaum machbar. Und wenn doch, wäre es in einem solchen Szenario, in dem vermutlich totales Chaos ausbrechen würde, sicher auch nicht schlecht, ein paar Unzen Gold zu haben.

weil politiker u. notenbanker nicht tonnen von gold u silber erzeugen können, aber milliarden von dollar, euro u. yen können sie kurzfristig in umlauf bringen. das und weil das vorkommen überhaupt begrenzt ist, sind die stabilitätstrümpfe.

Was heißt wertstabil, was heißt preisstabil? Den Preis der Edelmetalle bestimmen wie immer Angebot und Nachfrage. Das Angebot ist weniger durch Vorkommen als vielmehr durch Abbaukapazitäten der Minen beschränkt. Die EZB und FED können theoretisch beliebig viel Buchgeld ins System pumpen. Der Wert der Edelmetalle ist relativ stabil, ihr Preis zunehmend steigend. Umgekehrt bleibt m.E. der Wert rel. konstant selbst bei fallenden Preisen. Der Wert des Geldes nimmt mit zunehmender Menge und rel. konstanter Produktivität der Weltwirtschaft ab. Edelmetalle sehe ich als Gefriergut. Mit ihnen kann man ein Teil seines nicht benötigten Vermögens langfristig "einfrieren".

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