Warum sind die Ost-Renten denn viel höher als die Renten der Rentner im Westen, die die Einheit bezahlt haben?

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2 Antworten

Die Ost-Renten sind grundsätzlich höher, da es im System der ehemaligen DDR keine Arbeitslosigkeitszeiten gab, daher haben die Versicherten meist eine lückenlose Erwerbsbiographie und damit meist durchgehend Rentenbeiträge im Konto (bzw. angerechnet Zeiten, Beiträge wurden ja erst ab der Wiedervereinigung bezahlt). Außerdem werden die Ostverdienste mit einem Faktor hochgerechnet, da die Löhne im Osten niedrigen waren und noch sind, auch darum, bekommen sie mehr Rente als ihnen eigentlich auf Grund der Beiträge zustünde. Bei den Frauen kommt noch hinzu, daß es in der ehemaligen DDR kaum üblich war, daß eine Frau wegen der Kindererziehung bzw. auch Pflege von Angehörigen pausierten, so wie es im Westen früher (und teilweise noch heute) üblich war. Im Osten waren flächendeckend Kinderkrippen vorhanden, die von den Müttern auch rege genutzt wurden; und so konnten die Frauen nach der Mutterschutzfrist gleich wieder an die Arbeit gehen. Dadurch haben sie natürlich keine Lücken wegen Kindererziehung wie viele Frauen im Westen und daher haben die grade die Ostfrauen viel höhere Renten wie die West-Frauen.

Im Osten haben die Menschen eher die Schule verlassen, haben also eher zu arbeiten begonnen, sie haben kaum einmal ausgesetzt oder in Teilzeit gearbeitet - auch nicht die Frauen - und einen vorgezogenen Ruhestand gab es praktisch auch nicht.

Damit haben sie im Durchschnitt einen höheren Rentenanspruch erworben als die Menschen im Westen.

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