Warum schreibt Nachlassgericht ob ich das Erbe annehme?

1 Antwort

Das Nachlassgericht interessiert sich nur, wenn es unklare Fälle gibt, Unterlagen gefertigt werden müssen, einer ausschlagen will usw.

Sonst fertigen die auf Antrag den Erbschein aus und fertig.

Bei Euch scheint ja alles klar zu sein. Es waren 3.000,- auf dem Konto, Ihr habt die Beerdigung bezahlt und könnt sozusagen froh sein, wenn das Geld dafür gereicht hat.

Ihr müsst eben davon ausgehen, nicht die Annahme des Erbes muss erklärt werden, nur die Ablehnung.

Wenn sich also kein anderer Erbe meldet (irgendein Neffe "Euer Vater hat gesagt ich bekomme das Gemälde mit dem Dorfteich, weil zwischen Leinwand und Rückseite die 50.000,- Euro aus dem Lottogewinn sind), dann kümmert sich das Nachlassgericht in keiner Weise.

Nachlassregelung mit Vollmacht, wie genau Vorgehen?

Ich habe eine Vollmacht für meinen Pflegevater (bin dort als Pflegekind aufgewachsen) übernommen, nachdem sein ältester Sohn plötzlich verstorben ist und die Schwiegertochter überfordert ist. Er hat noch einen zweiten Sohn welcher seit 20 Jahren keinerlei Kontakt pflegt bzw. jegliche Kommunikation verweigert.

Nun liegt er auf der Palliativstation und naturgemäß wird es damit in absehbarer Zeit den Nachlass zu regeln geben.

Wie ist bei der Nachlassregelung nun vorzugehen (u.a. Tagesgeldkonto mit 50.000 €)?

Der verbliebene Sohn wird Alleinerbe sein, es gibt es entsprechendes älteres und notariell beglaubigtes Testament, welches beim Tod der Ehefrau vor wenigen Monaten vom Nachlassgericht gesendet wurde. Wie oft in solchen Fällen, werden die wo sich wirklich um alles kümmern und da sind wenn Not ist, nicht bedacht (Sorry, musste raus).

Was sind nun meine Aufgaben als Inhaber der Vollmacht (auch bestehende Vollmacht bei der Bank für die Konten) wenn der Todefall eintritt?

Muss ich den verbliebenen Sohn dann zwecks Abwicklung des Erbes (z.B. Abfrage Kontodaten zwecks Überweisung Nachlass aus Tagesgeld) kontaktieren? Oder ist das seine Aufgabe als Erbe? Oder übernimmt das die Bank?

Ich habe etliche Auslagen in den letzten Monaten für meinen Pflegevater gehabt (Benzinkosten, Fahrten Krankenhaus und Ärzte, Geld für Medikamente ausgelegt etc.). Kann ich das irgendwie geltend machen?

Einfach von seinem Konto abheben wird wohl eher verdächtig aussehen.

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Alleinerbe und verwitwete Ehefrau - welche Ansprüche haben wir genau?

Ich muß noch einmal genau nachfragen, die bürokratischen Informationen, die ich bisher notariell erhalten habe, reichen mir leider nicht aus und sind teilweise sehr unverständlich formuliert... Mein Vater verstarb 2010, war bis dahin drei Jahre lang mit seiner zweiten Ehefrau verheiratet, ich habe noch eine Schwester. Meine Schwester und ich wurden testamentarisch jeweils zur Hälfte zu Erben bestimmt. Meine Schwester hat das Erbe ausgeschlagen. Unsere ehemalige "Stiefmutter" bekam lediglich in unsrem Elternhaus lebenslanges Wohnrecht eingeräumt, das sie sich abkaufen gelassen hat. Nun haben wir seit kurz nach Vaters Tod leider kein (gutes) Verhältnis mehr, d.h. sie ist letzte Woche ausgezogen, ohne mich vorher darüber zu informieren und nachdem sie das komplette Haus leer geräumt hat. Ich wurde von meinen Mietern, die gleich im Nachbarhaus, das früher meine Großeltern bewohnten und das mit zu meinem Erbe gehört, informiert. Außerdem hat sie beide Gemeinschaftskonten, die bis zu Papas Todestag bestanden, geleert - dafür hatte sie lt. Auskunft der Bank "Verfügungsvollmacht über den Tod hinaus". Die Beerdigungskosten hat sie allein getragen - es war so besprochen, da Vater genügend Geld hinterlassen hatte, den Grabstein wollten wir gemeinsam aussuchen und kaufen, sie hat ihn aber hinter meinem Rücken allein bestellt und auch bezahlt. Jetzt möchte ich mit ihr und der Vergangenheit abschließen, möchte aber auch zu meinem Recht kommen und dafür genau wissen, worauf ich Anspruch habe und welche Pflichten ich habe, damit ich dabei nichts falsch mache. Da durch das gespannte, bzw. "ehemalige" Verhältnis zur verwitweten zweiten Ehefrau meines Vaters mittlerweile gar kein persönlicher Kontakt mehr zu ihr möglich ist, möchte ich ihr auf keinen Fall etwas schenken, das ihr nicht zusteht - sie hat mir genug Steine in den Weg gelegt und das kann ich so nicht akzeptieren. Ich möchte, nachdem sie es über ein Jahr verhindern konnte, daß ich den Erbschein ausgestellt bekomme und ich dafür noch eine Menge Geld zahlen mußte, endlich für klare Verhältnisse sorgen, damit ich - auch im Sinne meines Vaters - für mich damit fertig werden kann. Welchen Anspruch habe ich auf das Geld der ehemaligen Gemeinschaftskonten und wie komme ich an das Geld, wenn sie innerhalb ihrer Verfügungsvollmacht alles geplündert hat? Zur Feststellung der Erbschaftssteuer liegt mir ein Auszug des nicht unerheblichen Guthabens am Todestag vor. Ist sie befugt, die Betriebsrente von Vaters Arbeitgeber zu beziehen? Ist es richtig, daß ich für sämtliche Beerdigungskosten, inklusive dem Grabstein, allein aufkommen muß, obwohl wir vorher mündlich eine andere Vereinbarung (nämlich die Kosten des Grabsteins nach dem GEMEINSAMEN Aussuchen zur Hälfte zu teilen) getroffen hatten und sie dann eigenmächtig etwas in Auftrag gegeben hat, ohne mich mit einzubeziehen, obwohl es vorher so vereinbart war? Ein befreundeter Anwalt, der normalerweise andere Hauptgebiete vertritt, möchte sie diesbezüglich anschreiben.

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Lebt eine Kontovollmacht nach dem Ende der Betreuung durch den Tod des Betreuten wieder auf?

Bis zum Umzug meiner Tante ins Pflegeheim hatte ich vollumfängliche Kontovollmacht. Mit dem Umzug ins Pflegeheim waren noch viele Fragen mit dem Lebenslangen wohnrecht in meinem Haus zu klären, so das auf Anraten meines RA eine gesetzl. Betreuerin bestellt wurde. (Das diese Dame der Griff ins Klo war stellen wir jetzt erst fest: vom Tod wurden wir 2 Tage später infomiert, Zuzahlungsbefreiungen nicht beantragt, Anfragen wegen Wohnrecht durch RA monatelang nicht beantwortet usw. Ich könnte einen roman schreiben) Genaus verhält es sich mit der Abschlußrechnung dieser Dame.

Das ich für die Auflösung der Konten einen Erbschein brauchen werde (Testament ist da) ist mir klar. Da ich aber befürchte das das nochvorhandene Vermögen nicht mal zur Deckung der Beerdigungskosten ausreichen wird, und man ja nur 6 Wochen Zeit hat um das Erbe ggfs. auszuschlagen wollte ich eigentlich die Kontostände erfahren - ohne darüber zu verfügen. Das wurde mit der Frage nach der Kontovollmacht abgebügelt.

Jetzt kam mir ja, die vormals bestehende Kontovollmacht wieder ein, und deshalb die Frage: lebt diese in Bezug auf die Auskunftspflicht nach dem Tod und die damit beendete Betreuung wieder auf?

PS. Auf die Schlußrechnung der Betreuuerin werde ich wohl noch Monate warten. Sie hat es in 14 Tagen nicht mal geschafft dem beauftragten Bestattungsinstitut die Rentenversicherungsnummern mitzuteilen damit meine Tante auch ordnungsgemaß bei der Rentenversicherung abgemeldet werden kann.

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