Warum lohnt sich Löschung der Grundschuld nicht?

3 Antworten

Wenn ich in meinem Grundbuch eine Grundschuld eingetragen habe. Diese aber bezahlt ist, ich also die Löschungsbewilligung in meinem Tresor, oder sonst wo habe, kann ich mir ja die Löschung sparen, denn sie kostet Gebühren. Wenn ich will kann ich es ja jederzeit machen lassen.

Ob das in allen Fällen gut ist, muss jeder für sich beantworten.

Weiterhin ist es möglich, sich die Grundschuld nach Bezahlung des Darlehens an sich selber abtreten zu lassen. Die Grundschuld bleibt dann im Grundbuch stehen, "gehört" einem aber selber und kann später wiederum an eine weiter Bank abgetreten werden.

Die Abtretung ist von den Gebühren her (Notar, Grundbuchamt) wesentlich kostengünstiger als eine Löschung.

Ich weiß, dass du gleich wieder einen guten Kredit von der Bank bekommmen kannst, wenn du eine Grundschuld noch nicht hast löschen lassen. Denn dann hast du ja schon wieder eine Sicherheit, nämlich die Grundschuld, auf die das neue Darlehen der Bank dann nur Bezug nehmen muss, um wieder als Sicherheit zu dienen. Du ersparst dir damit auch weitere Beurkundungskosten beim Notar. Also nur in dem Fall, dass du weiteren billigen Kredit brauchst, lohnt sich die Löschung der Grundschuld nicht.

Scheidungsverfahren; Ehemann beantragt Zwangsversteigerung bei 1/2 Eigentum; Anwaltskosten

Guten Tag an alle,

folgender Sachverhalt: Zwischen Karin und Gerd läuft ein mittlerweile langjähriges Scheidungsverfahren. Sowohl Karin als auch Gerd haben im Zugewinn keine Vermögenswerte angegeben. Weitere Ausführungen zu dem "Scheidungskrieg" an sich bleiben in dieser Frage aussen vor. Wichtig: Es besteht eine Eigentumswohnung welche mit ca. 80.000 € (Darlehenssumme) verschuldet ist. Gerd hat nun die Zwangsversteigerung dieser Eigentumswohnung beantragt. Karin ist auch schon ein Beschluss des Vollstreckungsgerichtes zugegangen. Somit muss Karin innerhalb einer 2 Wochen Notfrist gegen diesen Beschluss vorgehen um das Zwangsversteigerungsverfahren zu verhindern. Gerd hat überraschenderweise das Geld um die jeweiligen Kosten des Zwangsversteigerungsverfahren zu tragen. Gemäß diversen Auskünften im Internet ist der Antragsteller (somit Gerd) für die Kostenübernahme der Zwangsversteigerung verantwortlich.

Aufgrund der wirtschaftlichen Lage und dem geringen Verdienst von Karin bekommt Sie bei Ihrer bisherigen Anwältin (von der sie in dem Scheidungsverfahren vertreten wird) Prozesskostenhilfe. Nun wurde Karin von Ihrer bisherigen Anwältin an einen anderen Anwalt (Kollegen) verwiesen, da es sich bei dem Zwangsversteigerungsverfahren nicht direkt um die Scheidungssache selbst handeln würde. Es entstehen hier zusätzliche Kosten welche durch die Prozesskostenhilfe anscheinend nicht getragen werden. Unabhängig davon ob sie nun bei der bisherigen Anwältin oder einem "neuen" Juristen gegen diesen Beschluss vorgeht hat Sie die Kosten selbst zu tragen. Nachdem nun ein Gespräch zwischen Karin und dem anderen Anwalt stattgefunden hat, wurde seinerseits nochmals bekräftigt, dass hier die Prozesskostenhilfe nicht greift. Der "neue" Anwalt welcher sich nun mit der Zwangsversteigerung beschäftigen soll, verlangt ein Vorschusshonorar von ca. 1800 € - 2200 €. Karin kann sich somit gegen diesen Beschluss nur "wehren" wenn Sie diese Kosten begleicht.

Frage:

Ist es korrekt, dass die Teilversteigerung nicht direkt mit dem Scheidungsverfahren zu sehen ist, weshalb die Prozesskostenhilfe hier nicht beantragt werden kann?

Warum kann die Prozesskostenhilfe hier nicht beantragt werden, wenn doch Karin sich nur gegen diesen Beschluss "wehren" möchte? Sie war es ja nicht die die Zwangsversteigerung eingeleitet hat.

Sind für Karin die Kosten in Höhe von 1800 € - 2200 € für das "wehren" gegen die Zwangsversteigerung das Limit oder muss hier noch mit weiteren Kosten gerechnet werden?

Ich betone nochmals, Gerd hat die Zwangsversteigerung beantragt, in der Karin mit Ihren Kindern lebt. Unabhängig von den Möglichkeiten wie nun gegen diesen Beschluss argumentiert wird möchte ich wissen ob es korrekt ist, dass hier Kosten auf Karin zukommen obwohl Sie bereits in dem Scheidungsverfahren selbst Prozesskostenhilfe bekommt und sich hier "nur" gegen die Zwangsversteigerung wehren möchte?

Vielen Dank, ich hoffe ich konnte die nötigen Eckpunkte erläutern.

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Kosten zur Löschung der Grundschulden des Verkäufers übernommen, kann ich diese steuerlich geltend machen?

Wir haben im letzten Jahr 2 Eigentumswohnungen gekauft. Eine Wohneinheit ist vermietet und die andere wird von uns selbst genutzt.

Nun hatte der Verkäufer die Kosten zur Löschung seiner Grundschulden nicht beglichen. Das zuständige Amtsgericht hat daraufhin Mahnungen rausgeschickt und alles hat sich in die Länge gezogen. Da dieser Prozess den Eigentumsübergang behindert hatte, haben wir nach Rücksprache mit unserem Anwalt eben diese Kosten des Verkäufers beglichen und sind dann auch endlich Eigentümer geworden.

Die Kosten sollen nachträglich gerichtlich vom Verkäufer eingeklagt werden. Kann aber noch eine Weile dauern...

Jetzt bin ich aber kurz davor die Steuererklärung für 2016 fertigzustellen und frage mich, ob man eben diese Kosten zur Löschung der Grundschulden des Verkäufers auch steuerlich geltend machen kann? Bei der vermieteten Wohneinheit sollte das wahrscheinlich möglich sein, wie sieht es aber bei der eigenen Wohnung aus? Ist ja eine Art der "Sonderbelastung".

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VIelen Dank!

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