Warum liegt die auf das zu versteuernde Einkommen entfallende Einkommenssteuer bei nur 18,3%?

3 Antworten

Guten Tag,

in der Steuererklärung wurde vom Steuerpflichtigen höchstwahrscheinlich das Ehegattensplitting zur Veranlagung gewählt.

Dies bietet auch erhebliche Vorteile bezüglich des Steuersatz.

Rechtsgrundlage ist § 32 a Absatz 5 EStG. Hierbei wird folgendes Verfahren verwendet: Das zu versteuernde Einkommen (zvE) der Ehegatten wird ermittelt und halbiert (gesplittet). Für das halbierte zvE wird die Einkommensteuer nach dem geltenden Einkommensteuertarif berechnet.

Herzliche Grüße

Kann es sein, dass die 24 % bei der Grundtabelle rauskommen, du aber zusammen veranlagt bist, also deine Steuer nach der Splittingtabelle berechnet wird?

Deine Hinweise auf Kinderfreibeträge und Kinderbetreuungskosten aber auch das, was rauskommt, sind recht starke Hinweise.

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Genau, habe mal eben nachgesehen, die Veranlagung erfolgt nach Splittingtabelle, der Frager nutzt die Grundtabelle.

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Inzwischen habe ich meinen Beitrag einmal überarbeitet und einen Fehler ausgemerzt (Kinderfreibeträge haben da eigentlich nichts zu suchen).

Aber auch ist dann immer noch ein Fehler übrig, nämlich der, von dem du sprichst:

Ich habe übersehen, dass da in der Tat zu versteuern nach dem Splittingtarif steht.

Dennoch verstehe ich Folgendes nicht ganz:

Ich versuche ja meine Steuerrückzahlung zu nachzuvollziehen, um das Einkommen für das nächste Jahr zu optimieren (z. B. Auszahlung in diesem Jahr: ja oder nein?) Nun habe ich verstanden, 

  • dass meine Frau und ich so und so viele Lohnsteuer vorab gezahlt haben (Steuerklassen IV/IV, wohl das Sparkassenmodell) 
  • und dass diese entrichtete Lohnsteuer mit der festzusetzenden Einkommensteuer nach dem Splittingtarif verrechnet wird.

Was mir allerdings unklar ist: In welchem Zusammenhang steht die zu entrichtende Lohnsteuer mit der Versteuerung nach dem Splittingtarif?

Hast du da eine Ahnung?   
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@Olivenbaum2013

Die Lohnsteuer hat mit der Jahressteuer eigentlich überhaupt nichts zu tun, ausser, dass sie wie eine Vorauszahlung angerechnet wird.

Die Steuerberechnung folgt nur den Angaben und den Verhältnissen aus der Einkommensteuererklärung.

Meistens liegt die Lohnsteuer jedoch ziemlich genau auf dem Ergebnis der Erklärung wenn:

es sich um einen Single handelt, der keine besonderen Abzuüge gelten machen kann.

Es sich um eine Ehepaar handelt, bei dem nur einer Berufstätig ist udn der Abzug nach Steuerklasse III erfolgt.

Ein Ehepaar  bei dem beide berufstätig sind, beide ein etwa gleichhohes einkommen haben und beide den Steuerabzug nach Steuerklasse IV haben.

Wenn Ihr beide die IV habt, aber die Einkünfte sehr von eineander abweichen (der geringer verdienende hat weniger als 40 % vom Ganzen, oder es hohe Abzüge für Werbungskosten gibt, dann kommt eine kräftige Erstattung raus.

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@wfwbinder

Danke.

Da ich bei ca. 20% des Gesamteinkommens liege, muss da wohl was rauskommen, was es auch tut. Das heißt also, dass die monatl. Lohnsteuervorauszahlung denkbar weit weg ist von der Kombi 

  • Splittingtarif
  • IV/IV und 
  • meinem Einkommen im Verhältnis zum Gesamteinkommen

Und wenn ich nun sehen möchte - sorry für die Weiterfragerei, nur war das der Ursinn meiner Frage -, wie viele Überstunden ich mir auszahlen lasse (noch in diesem Jahr), dann muss ich wohl auch die in diesem Jahr auf uns zukommenden Zahlen wie  

  • Bruttoeinkommen,
  • Werbungskosten (die im Schnitt 1000€ pro Kopf nicht übersteigen) 
  • die Kinderbetreungskosten
  • Abzüge aller AV, KV, PV und was es da noch alles gibt  
  • und die Splittingstabelle 2016 

unter die Lupe nehmen.

Fehlt da noch etwas oder habe ich etwas zu viel reingeworfen?

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@Olivenbaum2013

wenn die Werbungskosten unter 1000 liegen brauchst Du sie nicht unter die Lupe nehmen.

Ausserdem, da Du bei nur ca. 20% des Gesamteinkommens liegst, kannst Du Dir ohne Sorge ordentlich Überstunden auszahlen lassen.

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@betroffen

Überstunden auszahlen lassen ohne Sorgen: Weil meine Überstunden prozentual unmerklich ins Jahresgesamteinkommen einwirken oder weil es da für 20% eine besondere Regelung gibt? 

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@betroffen

Hallo betroffen,

ich habe gerade - minder oder mehr - genau meine Steuererklärung und den Steuerbescheid auf eine Excel übertragen und ein wenig mit den Zahlen gespielt.

Ich habe dabei nur die für mich relevanten Zahlen geändert, die von meiner Frau und für Kinderbetreuungskosten blieben unverändert.

Ergebnis: Bei einer Auszahlung der Überstunden im Wert von 1400 € komme ich (im Vergleich zum Bruttoeinkommen ohne Auszahlung) auf eine steuerliche Mehrbelastung von 165 €. Das finde ich viel.

Meintest du das mit: "Ausserdem, da Du bei nur ca. 20% des Gesamteinkommens liegst, kannst Du Dir ohne Sorge ordentlich Überstunden auszahlen lassen."?

Ich würde mich über Antwort freuen.

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  • Geringfügige Beschäftigung: 2400

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Also in dem Fal wäre das:

  • Einkommen 68900

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    damit berechnet:

  • Sozialabgaben 11722

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