Warum kauft Porsche Volkswagen auf? Passen Porsche und Lupo wirklich zusammen?

3 Antworten

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porsche sieht wohl mehrere aspekte:

  • über die beteiligung haben sie zugriff auf einen "massen"-/ (u.a.)kleinwagenhersteller. damit ersparen sich die stuttgarter die frage, ob sie selbst in diesem segment aktiv werden müssen in zukunft.

  • porsche lässt grosse teile des cayenne von VW produzieren - der motor ist von porsche selbst. ein grund war wohl, diese kooperation zu "schützen" und einen einstieg anderer investoren, die mglw feindlich gestimmt sein könnten, zu vermeiden.

  • porsche verdient sehr gut an dem einstieg: über gewinnausschüttungen wird porsche sicherlich auch gut verdienen in zukunft. damit ist porsche in zukunft weniger anfällig vom eigenen geschäft.

  • porsche ist einer der effizientesten autohersteller: über die mehrheit an VW kann porsche auch über effizienzsteigerungen bei VW mit entscheiden. Damit steigen die gewinnaussichten aus der beteiligung.

  • porsche ist aufgrund einer möglichen anfälligkeit wie derzeit ein übernahmekandidat für investoren oder auch die konkurrenz. mit der beteiligung an VW ist das nicht mehr so einfach, weil der wert von porsche langfristig hoch bleiben wird.

  • vorgaben CO2-verbrauch der flotte für autoproduzenten: durch VW sinkt der wert bei porsche

  • einkaufsmacht porsche/ VW: durch die grösseren stückzahlen sinken die einkaufspreise

weitere strategische aspekte gibt es sicher noch.

Es geht letzendlich auch um den Flottenverbrauch, wenn die weiteren Beschränkungen um Umweltbereich kommen udn da mixt sich Lupo und Cayenne Turbo ganz gut.

Ausserdem Geldanlage, Marktmacht, Einkaufsvorteile.

Wenn ich bei einem liefranten 10 Millionen Blechschrauben pro Jahr kaufe, bekomme ich die 5.000 mit Feuerverzinkung doch fast als zugabe.

Porsche braucht als Imageträger die VR32-Flotte von VW, um das eigene Sportwagensegment nach unten abzurunden.

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