Warum ist die Abwanderung aus Deutschland so stark angestiegen und was sind die wirtschaftlichen Folgen, wenn insbesondere Hochqualifizierte auswandern?

...komplette Frage anzeigen

5 Antworten

Es scheint aber auch eine Art "Gegentrend" zu geben.

Arbeitgeber müssen zusehends mehr bemühen, um die Arbeitnehmer zu bekommen, die zu ihnen passen. Ein Indiz hierfür ist die zunehmende Entstehung von Portalen im Internet nach dem Muster von http://www.feelgood-at-work.de/

Es gilt gewiss nicht für alle Arbeitnehmer und vieles auf diesen Portalen bezieht sich auf die digitale Branche, aber erweitert dennoch das Bild des deutschen Arbeitsmarktes. Vielleicht ist es nötig, dass es auch Branchen gibt, in denen man durchaus bereit ist, um den Arbeitnehmer zu "werben". Und ihn nicht nur frustriert auswandern zu lassen...

Es gibt in Deutschland jede Menge hochqualifizierte Akademiker die nur aus Altersgründen keinen neuen Job mehr finden. Merkwürdigerweise huldigt man in vielen anderen Ländern nicht demselben Jugendkult wie hierzulande. Die wirtschaftliche Folge der Auswanderung ist also Entlastung der Sozialkassen. Das steht bei Dir offenbar nicht auf dem Plan.

Wieder mal eine Unterstellung am Rande? Kann man hier auch noch normal kommunizieren? Es war im Radiobeitrag u.a. von vielen jungen Doktoranden die Rede, welche D verlassen.

0

Nenne eine Quelle mit konkreten Zahlen.

Als Quelle wurde in der kurzen Radiomeldung die OECD genannt und dass insbesondere Doktoranden und andere Hochqualifizierte den Weg ins Ausland zahlenmäßig auf hohem Niveau antreten.

0
@microgeo

Ich zitiere aus dem von Dir angeführten Artikel:

Für Prof.Dr. Marcel Erlinghagen von der Uni Duisburg-Essen bestätigen die Ergebnisse der Studie somit, dass es keine Anzeichen für einen dauerhaften Weggang hochqualifizierter junger Menschen geben. Deine Frage ist wieder suggest

Und Deine Suggestivfrage:

Warum ist die Abwanderung aus Deutschland so stark angestiegen..., wenn insbesondere Hochqualifizierte auswandern?


Und somit ist das immer noch nicht belegt. In dem Artikel ist zu Hochqualifizierten überhaupt nichts zu finden!

1
@gammonwarmal

Warum kam das dann im Radio? Und wie ist der Link von wfwbinder oben zu beurteilen? Können wir bitte auf der Sachebene diskutieren?

Ich habe doch nicht gesagt dass das alles so 100 Prozent stimmen muss was da im Radio kommt.

0
@microgeo

Aus dem Artikel:

Die Forscher geben in ihrer Pilotstudie zugleich Entwarnung: Befürchtungen, dass der demografisch alternde Industriestaat Deutschland in großem Umfang dauerhaft junge Hochqualifizierte an das Ausland verliere, habe die Untersuchung nicht bestätigt.

Der Artikel geht im Zusammenhang überhaupt nicht auf "Hochqualifizierte" ein.

Und wenn Du den Artikel inhaltlich verstanden hast, ist Deine Frage wohl beantwortet.


1
@microgeo

Was im Radio kommt, kann auch in der Bild-Zeitung stehen. Glauben muss man das nicht. Und wenn Du eine Frage der obenstehenden Art stellst, dann nimmst Du an, daß diese unbelegte Annahme wahr und belegt ist, und stellst auf dieser Basis eine Frage. Das ist tendenziös und nicht objektiv.

Wie der Artikel in der FAZ sagt, ist die Untersuchung an 1.700 Personen durchgeführt worden, d.h. sie ist nicht repräsentativ - höchstens indikativ. Wenn ich mir das Ruhrgebiet anschaue, dann herrscht dort mehr Abwanderung hochqualifizierter Kräfte, da der Arbeitsmarkt anderswo interessanter ist. Wenn ich mir Baden-Württemberg anschaue, dann gibt es hier viele Firmen, die ihre Mitarbeiter auf die Reise in andere Länder schicken und sie dann besser qualifiziert wieder zurückholen. Die Netto-Abwanderung Hochqualifizierter ist damit abhängig vom Arbeitsmarkt des jeweiligen Bundeslandes.

Wie die von Dir zitierte Studie ja sagt, halten sich die Anteile Hochqualifizierter bei Zuwanderern und Abwanderern die Waage. Kein wesentliches Problem also.

Lies auch mal diesen älteren Artikel: http://www.bpb.de/gesellschaft/migration/kurzdossiers/132809/aus-der-heimat-in-die-heimat

Es wäre nicht auszuschließen, daß die Abwanderer durchaus einen Migrationshintergrund haben, jedoch als Deutsche in der Statistik geführt werden, da sie einen deutschen Pass haben. Gerade in die Türkei wandern viele Hochqualifizierte, die hier studiert und gearbeitet haben, wieder aus.

Weiterhin: was sind denn "Auswanderer"? Es gibt eine große Zahl Hochqualifizierter in Deutschland, die das Land für 3-5 Jahre verlassen und damit in der Statistik als Auswanderer geführt werden.

Auswanderung ist übrigens auch der Umzug nach Österreich und in die Schweiz. Der bei weitem größte Anteil an Auswanderern geht ins europäische Ausland. Das ist nicht weiter verwunderlich, denn es sind hier auch oft im Auftrag deutscher Firmen entsprechende Manager und Hochqualifizierte (ja, da würde ich noch einen Unterschied machen), die ggf. sogar im Zielland dauerhaft bleiben, letztendlich aber die Exportkraft der deutschen Firma steigern.

Auswanderung ist also nicht Auswanderung. Populistischen Mißbrauch solcher Thesen gibt es viele. Daher muss man konkret werden und sich nicht in das Stammtisch-Geblubber herablassen.

Hochqualifizierte als Leistungsträger der Exportgesellschaft in Deutschland besser zu fördern und unterstützen ist jedoch bisher ein fremdes Thema - man betrachte alleine nur die Steuerlast, die auf ebendiesen Personen zunehmend lastet. Unternehmertum wird in Deutschland nicht ausreichend gefördert.

Wenn in USA jemand fünf Unternehmen begonnen und in den Sand gesetzt hat, wird eine Bank ihm auch für ein sechstes Geld geben - nach dem Grundsatz "irgendwann wird es ja klappen". In Deutschland dürfte man damit keine Chance haben, da in denn Banken Angsthasen und keine unternehmerischen Geister sitzen. Darüber solltest Du mal nachdenken.

Zuwanderung ist gut - egal welcher Farbe, Sprache, Religion und Kultur. Dadurch wird das Bewußtsein verstärkt, daß wir nicht alleine sind. Territorien haben ihre Bedeutung doch inzwischen ohnehin eingebüßt. Was soll also dieses Geplapper über Zuwanderung und Abwanderung? Flexibilität ist gefragt und jeder, der - in welche Richtung auch immer - "wandert", zeigt geographische Flexibilität.

1
@gandalf94305

Qualifizierte und gesteuerte Zuwanderung (was im Detail noch zu definieren wäre) ist zu begrüßen. Eine unkontrollierte Zuwanderung nicht. Und viele junge Doktoranden wandern offenbar aus, weil in Deutschland immer noch zu viele befristete Stellen an Unis und Forschungseinrichtungen winken. Darum ist eine Reform des WissZeitVG wohl endlich in Arbeit...

0
@microgeo

Es zeigt, daß Dir das System nicht wirklich klar ist. Doktoranden (solche, die eine Promotion anstreben) werden typischerweise mit befristeten Verträgen eingestellt, weil sie auf zeitlich befristeten Positionen (z.B. über Projekte) arbeiten und ihre Promotion abschließen. Unbefristete Verträge sind unsinnig, da man nach der Promotion typischerweise den Arbeitgeber wechselt. Nur ein kleiner Teil bleibt beim gleichen Arbeitgeber.

Ich glaube nicht, daß man Zuwanderung kontrollieren muß. Das regelt sich selbst, denn Zugang zu Sozialleistungen ist mit einer Präsenz in Deutschland nicht automatisch verbunden. Lies doch mal dies: http://www.zeit.de/wirtschaft/2014-11/sozialsystem-deutschland-auslaender-bringen-milliardeneinnahmen

Man kann allerdings legitimerweise Anreize schaffen, damit Höherqualifizierte Ausländer es einfacher haben, in Deutschland Fuß zu fassen und zu bleiben. Der Beitrag zum Sozialsystem ist beachtlich und umso höher, je höher das Einkommen liegt.

1

Es gibt genügend doch sie sind meist zu alt, Die Arbeitgeber möchten lieber junge Menschen mit deren Erfahrungen.

Und weil sie billiger sind.....

0

Was möchtest Du wissen?