Warum heißt das zur Ermittlung der Kalkulatorischen Zinsen berechnetes Kapital "Betriebsnotwendiges"

Support

Liebe/r marned,

bitte verzichte in Zukunft auf Hausaufgabenfragen. Diese sind nicht richtlinienkonform.

Herzliche Grüsse

Jürgen vom finanzfrage.net-Support

2 Antworten

Es geht um die theoretische Betrachtungsweise, inwieweit für eine betriebliche Leistung betriebsnotwendiges Kapital erforderlich ist. Dabei wird nicht nach der Struktur der Passivseite der Bilanz gefragt, ob EK oder FK.

Dieses notwendige Kapital muss - theoretisch - angemessen verzinst werden. Dieses sehr alte Konzept findet sich seit Jahrzehnten in der Preisbildung von Unternehmensleistungen für öffentliche Aufträge (LSÖ und LSP) wieder. Das nicht betriebsnotwendige Vermögen (z. B. Werkswohnungen) dient nicht der Leistungserbringung. Die amtliche Preisprüfung ging ferner von der irrigen Annahme aus, dass unverzinsliches Fremdkapital ("Verbindlichkeiten aus L+L") als kostenlose Beigabe das Abzugskapital darstellt. Die dabei impliziten Kapitalkosten (z. B. durch fehlende Skontoausnutzung) wurden einfach wegdefiniert bzw. -gestrichen. Damals hatte der öffentliche Preisprüfer vom Finanzamt eine noch "eingeschränktere" Realitätswahrnehmung zu Wohle seines Dienstherrn.

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