Warum gibt es einen Pflichtanteil beim Erbe?

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2 Antworten

Was du beschreibt, ist ja eine völlige Enterbung, also Ausschluss von der Erbfolge.

Dass es grds. einen Mindestanspruch der Kinder und Ehegatten in Geld, also minimale Teilhabe am Nachlass gibt, ist unserer Rechtsordnung geschuldet, die der Vorstellung einer natürlichen Erbfolge der Kinder und Ehepartner folgt wie man auch sein Erbe von den Vorfahren erhielt und nach dem Tod weitergibt.

Und selbstverständlich kann man jemanden faktisch völlig leer ausgehen lassen: Das Pflichtteil bemisst sich schliesslich an der Reinnachlasshöhe. Ebenso sein Recht verlieren, dass ist durch Ausnahmefälle geregelt (Erbunwürdigkeit) :-O

Und es besteht immer die Möglichkeit, einen Erbverzicht mit dem ungeliebten Kind notariell zu regeln: Entweder es unterschreibt oder bekommt nichts von wenig, was der Erblasser am Todestag (ihm) übrig liesse. Und hier gibt es zahllose Möglichkeiten, seinen Nachlass dementsprechend (zu) niedrig zu halten: Ein Vertrag zugunsten Dritter (Sparbuch), Sterbegeldversicherung mit Bezugsrecht, Nießbrauchvereinbarung zu Gunsten anderer über seine Immobilie, ...

G imager761

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