Warum erhält Eugene Fama den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften und Kenneth French nicht?

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8 Antworten

ein lehrreicher Kommentar von Prof. Rürup im Ökonomie-Newsletter vom Handelsbltt: (Prof. Rürup siehts auch eher kritisch, vor allem den Nobelpreis für Prof. Fama) http://www.handelsblatt.com/meinung/kommentare/kommentar-der-unverstaendliche-nobelpreis/8930924.html Prof. Rürup: .....Kommt die Ehrung für Shiller womöglich zu früh, da sein geschlossener konstruktiver Beitrag zur Makroökonomie noch aussteht (! von mir), so überraschend, ja unverständlich ist angesichts des offensichtlichen Scheiterns des von Ihm propagierten Ansatzes die Ehrung für Fama. Über die Janusköpfigkeit der Entscheidung des Nobelpreiskomitees kann auch die salvatorische Begründungsformel, dass beide Ansätze, die neuere „Behavioural Finance“ Shillers und die traditionelle Effizienzmarkthypothese Famas, heute gleichberechtigt nebeneinander stehen würden, nicht hinwegtäuschen (sehe ich anders). ..... Der dritte Preisträger Lars Peter Hansen, ein Ökonometriker durch und durch, ist der Scientific Community insbesondere durch seinen Aufsatz „Large Sample Properties of Generalized Method of Moments“ aus dem Jahre 1982 bekannt geworden. In diesem Artikel, der weltweit zu den meistzitierten wirtschaftswissenschaftlichen Arbeiten zählt, gelang es Hansen ein neues und seitdem als Goldstandard geltendes Verfahren zum Test von Hypothesen von Finanzmarktteilnehmern zu entwickeln. Sehr lesenswert ist auch sein Paper „Beliefs, Doubts and Learning: Valuing Economic Risk“ von März 2007, in dem er sich mit den unterschiedlichen Perspektiven der Rationalen-Erwartungs-Hypothese kritisch auseinandersetzt. Hansen, ein Schüler der Nobelpreisträgers des Jahres 2011, Thomas J. Sargent und Christopher A. Sims, ist zweifellos von den drei Preisträgern dieses Jahres derjenige, der in der Fachwelt wohl eine ungeteilte Zustimmung finden dürfte." (darüber kann man noch ddiskuttieren)

Denkbar wäre auch noch, dass das Nobelpreiskomitee primär die Effizienzmarkthypothese von Eugene Fama gewürdigt hat. Jene wurde seinerzeit OHNE die Mitwirkung von Kenneth French erstellt.** Aber:** die Hypothese datiert schon aus dem Jahre 1970 und sollte eigentlich auch nicht DEN Stellenwert haben um damit einen Nobelpreis zu gewinnen?!

Rat2010 16.10.2013, 18:26

Damit hast du dir selbst die richtige Antwort gegeben. Jetzt hast du echt ein Problem mit der Hilfreichsten ;)

Die haben die „Efficient Market Hypothesis“ gewürdigt und wollten damit vielleicht auch ein Zeichen gegen die derzeitigen staatlichen Eingriffe setzen (aber das ist nur eine Vermutung). Gleichzeitig begründet die die Hypothese auch sonst unlogische steigende Preise für Staatsanleihen sowie den Aufschwung und neue Höchststände bei Aktien in der Krise. Was den Stellenwert anbelangt kann man sich streiten. Ich denke, dass die Aktualität eventuell mangelnden Stellenwert mehr als ausgleicht.

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Niklaus 16.10.2013, 18:42
@Rat2010

Es würde mich interessieren, ob man sich selbst die hilfreichste Antwort geben kann :-)

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alfalfa 16.10.2013, 23:49

Sorry, wie alt ist das CAPM Modell? Echte Frage: weißt du eigentlich worüber du schreibst? Prognosemodelle versus Kapitalmarktinteraktion? Principle Agent versus Risk Management? Danke!

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Warum hat das Zebra Streifen? Vorschlagen und gewählt zu werden - dazwischen können (auch finanziell) Welten liegen. Auch hier gibt es eine sogenannte Demokratie, wie in der Politik. Wer die besseren Karten oder die bessere Lobby hat ist überall im Vorteil, trotz Demokratie!

also ich frage mich, warum Rösler, der scheidende Minister für Wirtschaft nicht gewählt wurde. Der hätte es wirklich verdient. Vor allem, nachdem er jetzt seinen Job verliert.

Diese Frage ist so anspruchsvoll,daß man bestimmt mindestens selber Ökonomie-Professor sein muß,um sie beantworten zu können. aber solche Kapazitäten haben bestimmt keine Zeit fürs Antworten bei finanzfrage.net

Mal eine praktische - rein subjektive - Antwort. Das CAPM Modell in der 10.000ten Variante ist einfach uninteressanter als Prognosemodelle, die "Blasen" prognostizieren...

schnellereuro 16.10.2013, 16:33

Das ist zu einfach gesehen. Das 3-Phasen-Modell stellt wesentlich mehr dar als nur eine Variante des CAPM-Modell. Außerdem ist es schon eine bemerkenswerte Leistung, das CAPM überhaupt zu verbessern. Immerhin stammt dieses von William Sharpe, seines Zeichens auch Nobelpreisträger für Ökonomie!

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alfalfa 16.10.2013, 21:24
@schnellereuro

Ja, Ökonomie ist manchmal sehr ernüchternd und banal. Back to the basics, den Annahmen aller ökonomischer Modelle:

  1. Wirtschaften ist Handeln unter Menschen
  2. Der Homo Oeconomicus existiert nicht real
  3. Arbitagegeschäfte gibt es in der Praxis - Principle Agent Theorie
  4. Je risikoreicher das Business desto höher die Chance (Portefolio Theorie von Markowicz)
  5. Die Chance dass ein Kurs steigt ist 50% die Chance dass er fällt ist auch 50% (Blaise Pascal)

Alles andere sind mathemathische Modelle, teils mit Empirie, doch ohne Faktorenanalyse. Und Ursache für Derivate, Fonds, High Tech Trading und auch Nobelpreise.

Ja, so

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alfalfa 16.10.2013, 23:43
@schnellereuro

Ich muss noch mal eins drauf setzen. Das CAPM Modell könnte zu 70% erklären warum Prognose zu Realität abweicht. Der Nobelpreis hat das Modell genommen und kann 90% der Varianzen aus der Historie erklären. Toll! Weißt du was y10% Abweichung bedeuten? Bullshit! Nette mathematische retrograde Betrachtung! Null Aussagekraft für die Zukunft! Sorry einfach nur zum schmunzeln.

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wo genau versteckt sich die Finanzfrage-bitte hilf mir, ich kann keine finden-vielleicht falsches Forum gewählt????probiers mal hier: www.gutefrage.de

schnellereuro 14.10.2013, 19:02

Von Eugene Fama und Kenneth stammen verschiedene wissenschaftliche Untersuchungen bezgl. der Outperformance von Small-Cap-Aktien, Value-Aktien etc. Wenn du diese liest und dich dann noch intensiv mit dem 3-Phasen-Modell beschäftigst, wirst du vermutlich besser wissen, in welche Aktien du in Zukunft investieren solltest und damit deine FINANZEN verbessern können. Stichworte: "Kapitalanlage, Aktien". So weit jedenfalls die Theorie. Mehr darüber u.a. hier: http://www.fondscheck.de/news/Fonds-Unterbewertete_Small_Caps_hoechsten_Renditen-2990782?

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alfalfa 14.10.2013, 23:13
@schnellereuro

Wer sich ernsthaft mit der Materie beschäftigt wird etwas verblüffendes feststellen. Nämlich dass die Wahrscheinlichkeit das ein Kurs steigt 50% Prozent beträgt! die Wahrscheinlichkeit das ein Kurs fällt aber genauso hoch ist.

Jetzt die Frage, warum es trotzdem Arbitagegeschäfte gibt? Ganz simpel:

  • Geschwindigkeitsvorsprung durch High Tech Trading
  • Einkaufs- bzw Degressionsvorteile
  • Informationsvorsprung gemäß Principle Agent Theorie

Das ist es in a Nutshell. Alles andere ist der empirische und statistisch signifikante Nachweis schuldig geblieben.

Sorry für die Ernüchternde Antwort.

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gurusucher 15.10.2013, 15:17
@alfalfa

Falsch! Im Fernsehen (ich glaub, ard-börse war es) wurde gestern erklärt,daß die 50% nur für die kurzfr. Entwicklung gilt. Fama (oder Shiller, bin mir nicht sicher) hat aber bewiesen daß dies langfristig nicht der Fall ist. Es heisst auch nicht Arbitagegeschäfte sondern Arbitragegeschäfte. Von französisch arbitrage, von lat. arbitratus „Gutdünken, freie Wahl, freies Ermessen“

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alfalfa 16.10.2013, 23:45
@gurusucher

Du bist ja ein Käpsele! Du guckst Fernsehen und hast eine humanistische Bildung! Gut so! Worüber wir schreiben, ich mach mal ein Fragezeichen dahinter. D Accord?

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gurusucher 18.10.2013, 14:48
@alfalfa

Mir scheint dir fehlt etwas der Respekt vor akademischen Koryphäen ! Na egal, macht nix, kann ja nicht jeder VWL-Student sein oder Makroökonom. Warhscheinlich bist du Sparkassen-Kunde und deine Finanzbildung kommt von der täglichen Ard-Börsensendung (stimmts oder hab ich Recht?) Wenn du dich weiter bilden willst leih dir mal in der Bib aus: "Makroökonomie anschaulich dargestellt" oder ddas hier: http://www.studium-ratgeber.de/makrooekonomie.php

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