Warum darf die Kirche Steuern erheben?

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Die Kirchen erheben keine Steuern, sondern Vereinsbeiträge. Die illegale Vermeidung der "Kirchensteuer" ist deshalb auch keine Steuerhinterziehung.

Der Staat hat sich im 19. Jahrhundert im Zuge der Säkularisation das Vermögen der Kirchen unter den Nagel gerissen und ihr im Gegenzug den staatlichen Einzug ihrer Vereinsbeiträge zugesagt.

Die durch den Einzug der "Kirchensteuer" entstehenden Verwaltungskosten lässt sich der Staat je nach Bundesland unterschiedlich mit 2% (Bayern) bis 4,5 % (im Saarland) des Kirchensteueraufkommens, das sind mehrere 100 Mio EUR pro Jahr, von den Kirchen fürstlich vergüten.

Andererseits verliert der Staat jede Menge Geld durch die steuerliche Absetzbarkeit der Kirchensteuer. Solange dies aber für Spenden an die überflüssigen politischen Parteien möglich ist, sollte man sich darüber nicht beschweren.

Das ist staatlich geregelt.Dem kannst Du nur entgehen, wenn Du aus der Kirche austrittst.

Verständnisfrage: wie kann ich Einkommensteuer - Kapitalertrag und Kirchensteuer unterscheiden?

Hallo,

ich habe heute meinen Einkommensteuerbescheid erhalten, in dem festgestzt wird, dass ich 410 Euro Einkommensteuer zu entrichten habe sowie 22,55 Euro Solidaritätszuschlag und 36,90 Euro evangelische Kirchensteuer.

Ich habe im Jahr 2014 1680 euro Kapitalerträge gehabt. Es waren Zinsen von einem Privatdarlehen. Diese habe ich in der Anlage KAP Zeile 19 angegeben (Kapitaleinkünfte, die nicht dem inländischen Steuerabzug unterlegen haben). ich hatte sonst keinerlei Einnahmen. Ich habe nicht gearbeitet oder Sozialleistungen in Anspruch genommen.

Ich habe auch noch die ca. 800 Euro Krankenkassenbeiträge angegeben (ich glaube unter Sonderausgaben oder so, bin ich mir jetzt nicht mehr ganz sicher) denke aber, dass diese irrelevant sind.

Nun habe ich mehrere Fragen: 1.) Wieso muss ich Einkommensteuer bezahlen, wenn meine Einkünfte doch weit unter 8000 Euro waren? Ich dachte die Kapitalertragssteuern fallen erst an, wenn ich darüber liege? 2.) Ich dachte man hätte einen Freibetrag von 800 Euro für Kapitalerträge? Also müssten wenn dann nicht 1680-800 Euro versteuert werden? 3.) Warum muss ich Kirchensteuer entrichten? Ich wüsste nicht, dass ich Mitglied in der Kirche. Ich war seit 20 Jahren nicht mehr in der Kirche und wollte ehrlich gesagt auch mit all dem nichts mehr zu tun haben.

Bei den Berechnungsgrundlagen steht übrigens, dass die 1680 Euro unter die Einkünfte fallen, die nach §32d Abs. 1 ESTG besteuert werden. Als Sparer-Pauschbetrag sind 0 Euro angegeben.

4.) Habe ich versehtlich falsche Angaben bei der Steuererklärung gemacht? Kann ich diese korrigieren, indem ich eine berichtigte Steuererklärung einreiche und Widerspruch der Festsetzung einlege (oder so in der Art)?

Ich freue mich über Ratschläge. vielen Dank!

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