Warum benachteiligt die Politik selbst genutzte Immobilien?

3 Antworten

Die Förderung von selbst genutzten Immobilien der Vergangenheit hat Immobilien in Deutschland sehr teuer gemacht.

Die Feststellung, dass die Förderung den Käufern nichts bringt, weil sich das Bauindustrie einverleibt, hat dazu geführt, dass man sie zusammen gestrichen und irgendwann beendet hat. Baukindergeld ist ein erster kleiner Versuch.

Die Schweiz hatte ein ähnliches Thema. Man fördert nur Reiche. Es ist assozial, Wohnungserwerb zu subventionieren und bringt in Wirklichkeit keinem etwas, dem der Staat etwas gutes tun will.

Nebenbei ist es auch unökologisch (Donut-Effekt in Dörfern) und sinnlos.

Wer etwas vermietet wird auch in keiner Weise gefördert. Er kann nur Kosten geltend machen und der Abschreibung auf 50 Jahre steht gegenüber, dass Immobilien in 50 Jahren durch sind. Früher gab es für Vermieter mal degressive Abschreibung, die das Vermieten von Neubauten wenigsten steuerlich attraktiv machte.

Im Gegensatz zu Vermietern gelten Mieter als schützenswert. Etwas weniger Schutz würde dem Markt gerade dort, wo es wie hier in M. viel zu wenige Mietwohnungen gibt, sehr gut tun.

Ein Angestellter erzielt Einnahmen aus dem Arbeitsverhältnis und kann die dort angefallenen Werbungskosten absetzen.

Ein Vermieter erzielt Einnahmen aus dem Mietverhältnis und kann die dort angefallenen Werbungskosten absetzen.

Ansonsten gilt natürlich der Grundsatz dass Kosten der Lebensführung nicht die Steuer mindern.

Das Pendant zur Mietpreisbremse wäre dann die Kaufpreisbremse. Halleluja.

Und natürlich werden Kosten der privaten Lebensführung nicht steuerlich bevorteilt. Insoweit mann sie nicht anders deklarieren kann.

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