Warum baut Amazon wenig automatisierte Läger?

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Liebe/r solicitation1,

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Freundliche Grüße,

Jürgen vom finanzfrage.net Supportteam.

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Es gibt verschiedene Welten. Die Deutschen mit Ihrem Maschinenbau fanden und finden das eine oder andere schlecht, das anderswo seit Jahrzehnten so gemacht wird.

Ich erinnere mich an einen Besuch in einer Chemiefabrik im Süden Englands vor ungefähr 25 Jahren. Es war schon damals für mich ausgesprochen befremdlich, dass da Menschen die Kanister in die Abfüllanlage stellten, diese dann vollliefen, von Menschen weggenommen und zu gemacht wurden. Auf meine Frage, ob das denn aufgrund der ätzenden Wirkung der Chemikalien nicht automatisiert werden sollte kam eine Gegenfrage "Why changing? It works very well!" Für mich war das nebenbei prägend und hat mir sicher sehr viel Geld gespart. In England gibt es viel Arbeit für geistig Minderbemittlete. Der Mörder ist immer der Gärtner, weil es dafür, einen Garten zu pflegen keinen IQ von 130 braucht. Das System ist ein komplett anderes. Wir sperren sie (in Sozialwohnungen) weg und ich denke, dass wir vom Umgang mit Unterschieden, was die geistige Leistungsfähigkeit anbelangt auch heute noch viel von anderen Ländern zu lernen haben.

Wenn Amazon aus Deutschland käme, hätte es vermutlich vollautomatische Lager und die Abhängigkeit von Arbeitern würde durch eine Abhängigkeit von Automaten und von Dienstleistern ersetzt, welche die Automaten warten. Ganz sicher hätte Amazon dann nicht die Weltmarktstellung denn Menschen funktionieren überall. In Deutschland weniger als anderswo aber das muss Amazon lernen und wird neue Auslieferungslager für Deutschland vermutlich entlang der Grenzen bauen.

Deine Profatibilitätsüberlegungen gehen davon aus, dass man mit Automatisierung Geld spart. Schon mal überlegt, dass der Automat, der für die Nachfrage im Dezember angeschafft wird, entweder das ganze Jahr auf Halblast läuft oder im Dezember der Nachfrage nicht hinterherkommt? Wahrscheinlich beides! Menschen bekommen Urlaubssperre und können saisonal eingestellt werden. Automatisierung macht ein Unternehmen nicht zwangsläufig profitabler. Optimierung von Arbeitsabläufen bringt oft mehr als Automatisierung. Denke an den Laubbläser, der sich eine Minute lang mit einem Blatt beschäftigt, das nicht so will wie er.

Danke, das ist eine sehr gute Antwort!

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Amazon hat praktisch die Lagerarbeiter zu Roboter umfunktioniert, die werden sozusagen ferngesteuert und angetrieben, stehen unter enormen Stress, weil sie extrem überwacht und angetrieben werden.

Amazon plant auch einen Drohnen Lieferservice in den nächsten Jahren.

Amazon zahlt kaum steuern und Mindestmindestlöhne.

Amazon hat sicher modernste Technik im Einsatz.

Amazon ist alles andere als Arbeiter freundlich, Amazon ist absolut auf Technik ausgerichtet, manche Arbeiten können halt Maschinen "noch" nicht verrichten, wenn sie es können, werden die Menschen aus Kostengründen mit Sicherheit ersetzt.

http://www.welt.de/gesundheit/article13340680/Die-Rangliste-der-50-gefaehrlichsten-Berufe.html

Weis nicht ob alle Amazon-Lagerarbeiter lieber solche Jobs machen würden.

Ich verstehe auch Deine Probleme nicht ganz:
Lagerarbeiter sind keinen Umweltbelastungen, keinen Giften, keinen extremen Temperaturen ausgesetzt. Sie arbeiten in einem beheizten geschlossenen Gebäude. Stimmt als Picker muß man viele Kilometer am Tag zurücklegen und man muß konzentriert arbeiten.. Manche Bürohengste machen das am Ende eines Arbeitstages sogar noch freiwillig und rennen 20 Kilometer durch die Gegend.

Meines Wissens zahlt Amazon sogar mehr als was tariflich vorgeschrieben wäre. Ich finde auch die Jobs in der Kommissionierung sind eher Jobs gemäß der Logistikbranche und keine Einzelhandelsjobs.

Andere Firmen und insbesondere auch deutsche Firmen haben Ihre Lager schon viel weiter automatisiert als Amazon. Wenn es Amazon auch so machen würde, dann müssten diese Menschen erstmal neue Jobs finden. Viele wären erstmal arbeitslos und würden evtl. sogar in Hartz IV rutschen.

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Das ist kompletter Unsinn.

Amazon hat 2012 Kiva Systems gekauft.

http://www.youtube.com/watch?v=kRg_1j-iWFU

Amazon-Lagerhaltung ist eine überaus hochtechnisierte und hochautomatisierte. Ich kann überhaupt nicht nachvollziehen, warum Du eine archaisch anmutende Lagerverwaltung von Witron als das positive Beispiel siehst. Befasse Dich mal mit den Kiva Robots genauer und Du wirst sehen, was ich meine.

Leider auch nur eine oberflächliche Antwort.

In wievielen Amazon-Lägern sind die Kiva-Roboter schon im Einsatz? Wenn sie schon im Einsatz wären, dann gäbe es keine Streikprobleme bei Amazon.

Was verstehst Du unter "archaich anmutend"? Das könnte sowohl "überholt/veraltet" bedeuten aber auch "beherrschend/gebietend". Wobei beides meiner Meinung nicht richtig auf heutige hochtechnisierte Logistik-Lösungen zutrifft. Hauptsache ein Fremdwort benutzt.

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Die Amazon-Lösung ist eben nicht hochtechnisiert und hochautomatisiert, sondern lediglich halbautomatisch. Die Leute kramen die Artikel immer noch manuell aus den riesigen Lägern, bei wirklich hochtechnisierten Lägern geht das vollautomatisch.

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