Wann wird bei einer Ehescheidung der Versorgungsausgleich gemacht - wann beginnt Zahlung?

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2 Antworten

der Versorgungsausgleich wird im Scheidungsverfahren durchgeführt.

Das Rentenkonto des Gebenden wird gemindert und das des Nehmenden aufgefüllt.

Bei jeweiligem Renteneintritt erhält also der eine mehr- der andere weniger.

Alles klar?

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Kommentar von EnnoBecker
10.05.2013, 18:43

So ist es. DH.

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Der Versorgungsausgleich ist eine Kann-Bestimmung im Verbundverfahren der Scheidung.

Sofern beide Eheleute unterschiedlich hohe Arbeitseinkünfte während der Ehe hatten, werden die jeweils in der Ehezeit erzielten Rentenanwartschaften addiert, halbiert und dann die hälftige Differenz demjenigen Rentenkoto zugeschrieben, auf dem weniger Anwartschaften entfielen.

Hätte A beispieslweise 48 Punkte, B 30 Punkte erzielt, müsste A 9 Punkte abgeben und beide hätten 39 Punkte bei Rentenbeginn.

Natürlich nur bei Rentenantritt: Verstürbe B vorher, hätte A dauerhaft weniger Rente ( 9 x 28.07 €/Monat) und B nichts davon :-(

Daher macht es oft Sinn, sich den rein theoretischen höheren Rentenanspruch gegen Forderungen aus Hausratteilung, Zugewinn, Unterhalt aufrechnen zu lassen. Zumal der Versogungsausgleich als weitere Verbundentscheidungssache noch einmal richtig teuer ist (beide zahlen Anwalts- und Gerichtskosten hierüber) und die Rechtskraft einer Scheidung im Verbundverfahren weiter hinauszögert (Prüfung, Auskunft).

G imager761

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