Wann verjähren Schadensersatzansprüche für Falschberatung bei der Bank?

3 Antworten

Es gilt die regemäßige Verjährungsfrist von drei Jahren, § 195 BGB. Die Frist beginnt mit dem Schluss des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist und der Gläubiger von den den Anspruch begründenden Umständen und der Person des Schuldners Kenntnis erlangt oder ohne grobe Fahrlässigkeit Kenntnis erlangen müsste.

Bis vor kurzem galt im Wertpapierbereich die Spezialverjährung des § 37a WpHG. Danach verjähren Ansprüche wegen Falschberatung zwar nach drei Jahren, aber nicht zum Jahresende, sondern stichtagsbezogen zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses (Kauf).

Aber auch davon gibt es Ausnahmen, z.B. wenn die Bank vorsätzlich falsch beraten hat. Dann gelten doch die allgemeinen Regeln des BGB. Hier ein Beispiel:

http://www.slb-law.de/de/aktuelles/41-cross-currency-swap-ccs-landgericht-muenchen-i-lehnt-spezialverjaehrung-ab-und-verurteilt-hvb-unicredit-mit-urteil-vom-12092011-zum-schadensersatz.html

Weil es meistens um viel Geld geht, sollte man auf Nummer sicher gehen und lieber rechtzeitig einen Rechtsanwalt fragen, bevor es zu spät ist. Gruß, A

Falsch beratene Anleger sollten darauf achten, dass ihre Schadenersatzansprüche an die Bank nicht verjähren. Die Verjährungsfrist ende drei Jahre nach dem Kauf der Wertpapiere, erklärt die Verbraucherzentrale Hamburg.

Anfang des Jahres 2007 hätten viele Banken ihren Kunden vermehrt geraten, Geld in Zertifikaten anzulegen. Eine Pflichtverletzung der Bank könne vorliegen, wenn der Anleger dabei nicht ausreichend über Funktionsweise und Risiko eines Zertifikats aufgeklärt wurde, die Provision nicht offen gelegt wurde oder das Zertifikat nicht zu den Anlagevorstellungen des Verbrauchers passte, erklären die Experten.

Anleger können laut den Verbraucherschützern mündlich oder schriftlich Schadenersatz bei der Bank fordern. Allerdings werde dadurch die Verjährung nicht unterbrochen. Dazu sei es notwendig, eine Klage einzureichen, einen Mahnbescheid zu beantragen oder ein Schlichtungsverfahren bei der Öffentlichen Rechtsauskunft beziehungsweise beim zuständigen Ombudsmann einzuleiten. http://www.ruhrnachrichten.de/nachrichten/wirtschaft/finanztipps/Finanztipps-Dreijaehrige-Frist-fuer-Schadenersatz-nach-Falschberatung;art377,787406

Schadensersatzansprüche verjähren grundsätzlich in 3 Jahren, und zwar beginnend mit Schluss des Jahres, wann du von dem Schaden Kenntnis erlangt hast.

Du kannst Ansprüche auf Schadensersatz wegen Falschberatung der Bank beim Wertpapierkauf innerhalb von 3 Jahren geltend machen.

Was möchtest Du wissen?