Wann und wie müssen Beratungsprotokolle bei der Bank ausgefüllt werden?

2 Antworten

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Das Beratungsprotokoll füllt der Berater aus. Und es muss immer erstellt werden wenn es über Allgemeinheiten hinaus geht. Z.B. wenn konkrete Produkte, Renditeerwartungen usw. genannt werden also eine Empfehlung im Raum steht.

Das Gespräch muss nicht zu einem Abschluss (Kauf) führen. Das Gespräch alleine reicht. Es ist durchaus Sinn der Sache, dass ein Interessent (der nicht mal Kunde der Bank sein muss) zu verschiedenen Banken geht und sich beraten lässt. Und dann zuhause die Beratungsprotokolle durchliest und die verschiedenen Ratschläge und Empfehlungen vergleicht.

Geht natürlich nur wenn bei allen Banken die gleichen Angaben zur Risikoaffinität, Liquität usw. angegeben werden.

Der Kunde ist nicht verpflichtet das Protokoll zu unterschreiben. Nur kann die Bank, wenn der Kunde nicht unterschreibt, das Geschäft ablehnen.

Ich denke wenn man sich nicht sicher fühlt sollte man das Protokoll nicht unterschreiben und mitnehmen und zuhause in Ruhe das Gespräch Revue passieren lassen. Man wird in diesem Fall sowieso keinen Kauf tätigen.

Ob man sich sicher fühlt, ist nur eine Frage der Überzeugungsfähigkeit oder besser noch der Überredungskünste des Beraters, nicht aber eine Frage der Produktqualität. Es gibt keine sicheren Anlagen. Wer sich nach der Beratung nicht sicher fühlt, der wurde gut beraten.

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@Tritur

Ich denke wir verstehen unter Sicherheit zwei verschiedene Dinge.

Ich verstehe darunter keine allgemeine Sicherheit des Produktes oder Sicherheitsmerkmale des Produktes. Für mich ist Sicherheit in diesem Zusammenhang, dass der Interessent die Empfehlung und die empfohlenen Produkte verstanden hat und versteht warum der Berater in dieser Situation und unter der Berücksichtigung der Vorgaben des Kunden diese Produkte empfohlen hat. Er also ein sicheres Gefühl hat verstanden und gut beraten worden zu sein. Ich höre bei Nachgesprächen, also wenn ich einen Kunden befrage wie es denn zu dieser Entscheidung gekommen ist, oftmals: Der Berater war so nett, ich habe zwar nichts verstanden aber alles unterschrieben.

Und dann kommen von diesen netten Beratern die merkwürdigsten Empfehlungen die meist nur die Taschen des Beraters füllen. Ich hoffe die Anzahl der Kunden die verstehen wird durch das Beratungsprotokoll gesteigert.

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Ein Beratungsprotokoll wird normalerweise geführt, wenn Entscheidungen mit dem Bankberater zusammen bzw. mit dessen Unterstützung gefällt werden. Es geht hierbei um einen anlegerspezifischen Teil, der Deine Intentionen, Anlageziele und Motivation beschreibt, und um einen anlagespezifischen Teil, der sich auf die Entscheidungen bezieht.

Weiterhin kann für die Beratung auch eine Einstufung der Kenntnisse im Wertpapierhandel erforderlich sein, die separat ausgefüllt wird.

http://de.wikipedia.org/wiki/Beratungsprotokoll_%28Anlageberatung%29

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