Wann muss Sonntagszuschlag gezahlt werden?

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Ob Zuschläge vom Arbeitgeber bezahlt werden müssen, ist im Tarifvertrag geregelt.

Für die steuerliche Behandlung gilt:

Steuerfrei sind Zuschläge, die für tatsächlich geleistete Sonntags-, Feiertags- oder Nachtarbeit neben dem Grundlohn gezahlt werden. Bei einer Nettolohnvereinbarung ist der Zuschlag nur steuerfrei, wenn er neben dem vereinbarten Nettolohn gezahlt wird.

Grundlohn ist der laufende Arbeitslohn, der dem Arbeitnehmer bei der für ihn maßgebenden regelmäßigen Arbeitszeit für den jeweiligen Lohnzahlungszeitraum zusteht; er ist in einen Stundenlohn umzurechnen. Nachtarbeit ist die Arbeit in der Zeit von 20 Uhr bis 6 Uhr. Sonntagsarbeit und Feiertagsarbeit ist die Arbeit in der Zeit von 0 Uhr bis 24 Uhr des jeweiligen Tages. Die gesetzlichen Feiertage werden durch die am Ort der Arbeitsstätte geltenden Vorschriften bestimmt.

Wenn die Nachtarbeit vor 0 Uhr aufgenommen wird, gilt folgendes: Für Nachtarbeit in der Zeit von 0 Uhr bis 4 Uhr erhöht sich der Zuschlagssatz auf 40 von Hundert, als Sonntagsarbeit und Feiertagsarbeit gilt auch die Arbeit in der Zeit von 0 Uhr bis 4 Uhr des auf den Sonntag oder Feiertag folgenden Tages.

Liegt der Verdienst für Sonn- und Feiertagsarbeit bzw. für eine Nachtschicht pro Stunde über 25 Euro, muss auch Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung gezahlt werden.

Sonntags- Feiertags- oder Nachtarbeit muss anhand von Einzelaufzeichnung nachgewiesen werden, ansonsten versagt das Finanzamt die Steuerbefreiung gezahlter Zuschläge.

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